Neue Wettanbieter 2026: Welche Marken 2026 auf die GGL-Whitelist kamen
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Stand: Oktober 16, 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder

Wer in Deutschland nach einem neuen Wettanbieter sucht, landet schnell bei zwei Sorten von Treffern: Marken, die in anderen Märkten längst etabliert sind und 2026 hierzulande eine Sportwetten-Erlaubnis erhalten haben, und Domains, die zwar neu aussehen, aber keine deutsche Erlaubnis vorlegen können. Der Unterschied ist nicht kosmetisch – er entscheidet darüber, ob OASIS, LUGAS und die deutsche Spielersperre greifen, ob die 1.000-€-Standardgrenze für Einzahlungen gilt, ob die Sportwettensteuer an den Anbieter oder an den Kunden weitergereicht wird und was am Ende bei einer Beschwerde herauskommt.
Hier erfahren Sie, worauf es bei neuen Wettanbietern in Deutschland ankommt, was die GGL-Whitelist für Ihr Konto bedeutet und welche Kriterien bei der Wahl eines Anbieters wirklich zählen.
Was einen neuen Wettanbieter in Deutschland ausmacht
Ein „neuer Wettanbieter“ ist im deutschen Markt kein eigenständiger Rechtsbegriff. Maßgeblich ist, ob ein Veranstalter von Sportwetten die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 des Glücksspielstaatsvertrags 2021 besitzt und mit seiner Domain auf der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) geführt wird. Das ist die einzige Prüfung, die zählt – Marketing-Slogans wie „in Deutschland lizenziert“ oder „lizensiert in Malta“ stehen daneben, ohne es zu ersetzen.

Die Whitelist wird im Glücksspielstaatsvertrag in § 9 Abs. 8 verankert und führt die erlaubten Anbieter mit Domain, Erlaubnisinhaber und Erstdatum der Erlaubnis. Im Stand vom 2. Oktober 2026 sind dort 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis verzeichnet, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, sowie drei weitere nur für Pferdewetten; jede geführte Domain trägt die Endung .de – was umgekehrt heißt, dass eine .de-Domain allein noch keine Erlaubnis belegt. Welche Domain zu welchem Veranstalter gehört, lässt sich nur über die Liste selbst feststellen.
Eine Erst-Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV grundsätzlich fünf Jahre; die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, nicht das Enddatum. Folgeerlaubnisse werden einzeln ausgewiesen – das ist der deutlichste Hinweis darauf, dass ein Anbieter tatsächlich weiter unter Aufsicht steht, nicht nur eine historische Eintragung mitführt.
Konkret heißt das: Eine Marke kann in Deutschland werblich als „neu“ auftreten und trotzdem seit Jahren unter anderer Flagge spielen. LeoVegas etwa ist als Marke im Casino-Bereich lange bekannt und hat am 29. November 2024 das Sportwettenangebot auf LeoVegas gestartet. Andere Marken wie Wettarena erscheinen in Deutschland, obwohl die I.B.C. Sportsbetting Limited dahinter zugleich noch andere Domains betreut. „Neu“ misst sich hier am Marktauftritt in Deutschland, nicht an der Gründung des Unternehmens.
Rechtslage: Wer in 2026 in Deutschland Sportwetten anbieten darf
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 ist seit dem 1. Juli 2021 in Kraft und hat die Erlaubnis für Online-Sportwetten neu geordnet. Eine Erlaubnis darf nur erteilen, wer die Anforderungen des § 4c GlüStV – etwa zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, zur IT-Sicherheit und zur Spieler- und Jugendschutzorganisation – erfüllt; die Aufsicht und die Ahndung von Verstößen liegen bei der GGL mit Sitz in Halle (Saale), die Steuerfragen verbleiben beim Finanzamt.

Die Folge: Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ist in Deutschland kein Ersatz für die GGL-Erlaubnis. Wer einem deutschen Kunden ohne deutsche Erlaubnis Sportwetten anbietet, betreibt nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel – strafbar nach § 284 StGB (Veranstalten) und § 285 StGB (Teilnahme), wobei Strafverfahren gegen einzelne Tipper in der Praxis nicht belegt sind. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor solchen Angeboten gewarnt.
Zivilrechtlich ist die Lage im Fluss. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; ein Kläger verlangt dort von Tipico die Rückzahlung von mehr als 3.700 € Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018. Der Generalanwalt des EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) für grundsätzlich möglich gehalten, nicht lizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit einer Ausnahme für Phasen, in denen Behörden zugesichert hatten, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Was am Ende herauskommt, ist offen; eine konkrete Rückzahlung lässt sich daraus nicht ableiten.
Was daraus folgt: Wer auf einen lizenzierten Anbieter setzt, nimmt diese Grauzone von vornherein aus seinem Konto heraus. Bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis trägt der Kunde das Prozess-, Vollstreckungs- und Auszahlungsrisiko im Streitfall selbst.
Spielerschutz: OASIS, LUGAS und das monatliche Einzahlungslimit
Die deutsche Erlaubnis bringt einen Paket von Spielerschutzregeln mit, das in dieser Dichte nirgendwo sonst in Europa gilt. Drei Bausteine prägen den Alltag.
Altersgrenze und Identitätsprüfung. Mitmachen darf nur, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3). Jede Person darf pro Anbieter nur ein Konto führen, das vollständig verifiziert wird; in der Übergangsphase vor der vollen Verifikation darf der Anbieter höchstens 72 Stunden lang spielen lassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen.
OASIS. Das Spielersperrsystem wird bei Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Eine Sperre, die der Spieler selbst beantragt, läuft mindestens drei Monate, wenn ein konkreter Zeitraum benannt wurde, sonst mindestens ein Jahr. Eine Fremdsperre ist möglich und nach denselben Fristen zu behandeln.
LUGAS. Die Limitdatei setzt das gemeinsame monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € durch, das für alle Anbieter zusammen gilt, bei denen ein Konto besteht; parallel wird über die Aktivitätsdatei sichergestellt, dass kein Spieler zur selben Zeit parallel auf mehreren Domains aktiv ist. Offshore-Anbieter sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen – ein Versehen, das beim nicht lizenzierten Angebot ins Leere läuft.
Ein einzelner Anbieter darf eine höhere Grenze gewähren, wenn der Spieler seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweist; die Spanne reicht bis 10.000 €, im Einzelfall bis 30.000 €, beschränkt auf höchstens 1 % der aktiven Spieler. Eine Selbstauskunft reicht nicht – Papiere werden verlangt. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung frühestens nach sieben Tagen, was gegen impulsive Anpassungen schützt.
Zusätzlich hat jeder Anbieter einen Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV vorzuhalten, der für 24 Stunden jeglichen Zugriff sperrt, ohne dass der Spieler sich erklären muss.
Die Konsequenz für das eigene Konto: Wer auf einer lizenzierten Domain spielt, gibt einen Teil seiner Entscheidungsfreiheit ab – Grenze, Fristen, ein vollständig verifiziertes Konto, eigene Spielsucht-Sperren, die für alle lizenzierten Anbieter wirken. Das ist der Preis der Rechtssicherheit. Wer diese Bindung nicht akzeptiert, läuft Gefahr, in nicht lizenzierte Angebote abzuwandern – und verliert dort die deutsche Aufsicht, ohne dass die eigene Spielsucht-Sperre weiter greift.
Willkommensboni: Wie viel Bonus tatsächlich bleibt
Die deutsche Aufsicht schreibt keine Obergrenze für Sportwetten-Boni und keine Umsatzfaktoren vor; was an Umsatz, Mindestquote und Frist gilt, legt der Anbieter selbst fest. Das macht den Vergleich über die Köpfe der Konditionen hinweg aufwendig, weil jede Marke ihre eigenen Zahlen mitbringt.
Was in der Praxis regelmäßig zurückkommt:
- Umsatzfaktor. Wie oft Bonus – oder Bonus plus Einzahlung – umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Sechs- bis achtmal ist im europäischen Markt verbreitet, höher ist selten und für den Kunden teuer.
- Mindestquote. Einzelwetten müssen häufig eine Quote von 1,50 oder 2,00 erreichen, um in den Umsatz zu zählen; Kombiwetten oft mit höherer Mindestquote pro Auswahl. Niedrige Quoten lohnen sich dann für den Umsatz schlicht nicht.
- Frist. Zwischen 30 und 90 Tagen – wem die Erfüllung nicht gelingt, verfällt Bonus und bis dahin erspieltes Guthaben.
- Zahlungsmethoden. Häufig sind Einzahlungen mit Skrill, Neteller oder Paysafecard vom Bonus ausgeschlossen; wer mit Karte einzahlt, sichert sich die volle Gutschrift.
- Auszahlungsform. Freiwetten werden zumeist ohne Einsatz ausgezahlt, was ihren Wert auf den Gewinnteil reduziert.
Entscheidend ist, mit welchen Einsätzen welcher Markt abgearbeitet wird. Eine niedrige Mindestquote mag nach Freiheit klingen, bindet den Spieler aber an Kombiwetten mit entsprechend höherer Marge – jeder Umsatzschritt kostet dann erwartbar einen Teil des Bonus. Wer eine Wettsteuer trägt, trägt sie auch auf den Umsatzwetten, und der Bonuswert schrumpft entsprechend.
Für wen das nicht passt: Wer ohnehin lieber Einzelwetten auf Favoriten setzt, ist mit einem Anbieter, der keine Willkommensprämie an ein kombiniertes Umsatzziel knüpft, oft besser bedient. Wer die Anforderungen an Umsatzfaktor, Frist und Mindestquote vor der Annahme prüft, spart sich am Ende den ärgerlichsten Verlust des Angebots.
Zahlungen und Auszahlungsdauer
Wer bei einem lizenzierten Anbieter einzahlt, zahlt nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur von einem Zahlungskonto, das auf den eigenen Namen läuft und von einem Kreditinstitut im Sinne des Geldwäschegesetzes geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel – und damit Kryptowährungen und Prepaid-Karten ohne namentliche Zuordnung – sind ausgeschlossen. Wer mit Krypto wetten will, landet zwangsläufig im nicht lizenzierten Markt und damit außerhalb der deutschen Aufsicht.
Welche Marken ein Anbieter tatsächlich annimmt, steht in dessen AGB und kann sich von Zeit zu Zeit ändern. Paysafecard etwa funktioniert nur, soweit der Kunde ein verifiziertes Konto bei Paysafe führt; PayPal ist nicht überall verfügbar, sondern nur dort, wo PayPal den Anbieter in sein Sportwetten-Programm aufgenommen hat. Für die Auszahlung gilt dasselbe Prinzip: Sie läuft auf das Konto, von dem eingezahlt wurde, und der Anbieter darf nach § 6b Abs. 6-7 das Restguthaben binnen fünf Werktagen nach Kontoschließung ohne Gebühr auszahlen.
Die Dauer, bis eine Auszahlung tatsächlich auf dem Konto landet, hängt von der Methode ab. E-Wallets sind oft innerhalb eines Tages durch, Banküberweisung dauert in der Regel ein bis drei Werktage, Kartenrückbuchungen brauchen mitunter bis zu fünf Werktage. Wann genau ein Anbieter Auszahlungen freigibt, ist eine Information, die nur das jeweilige Hilfecenter oder die Konto-Verwaltung liefert – sie gehört in die Prüfung des konkreten Anbieters, nicht in eine allgemeine Aussage.
Die Sportwettensteuer von 5,3 % ist nach §§ 17, 18 RennwLottG von der „Einsatzleistung abzüglich der Steuer selbst“ zu berechnen; das entspricht rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie ist vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler (§ 19), und wie sie weitergegeben wird, ist eine Frage der Geschäftspolitik. Manche Anbieter ziehen sie direkt vom Wetteinsatz ab und rechnen mit einer entsprechend reduzierten Quote ab, andere stellen sie dem Kunden mit der Abrechnung in Rechnung, manche werben mit einer Übernahme. Welche Regel bei welchem Anbieter gilt, findet sich in den AGB; eine pauschale Aussage zu „5,3 % vom Einsatz“ wäre irreführend – die Steuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags).
Neue Wettanbieter 2026 in Deutschland: Wer neu auf die Whitelist kam
Das Bild 2026 ist weniger das eines Marktes voller Quereinsteiger als das einer schrittweisen Erweiterung des bestehenden Anbieterkreises. Drei Bewegungen prägen das Jahr.
Erst-Erlaubnisse 2026. Mit der Domain Bet3000 ist die I.B.C. Sportsbetting Limited nach Whitelist-Stand vom 2. Oktober 2026 mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet – der deutlichste Markteintritt im Jahr. LeoVegas trat bereits am 21. Oktober 2024 in die Sportwetten-Erlaubnis ein und startete am 29. November 2024 das Sportwettenangebot; die Marke ist seither etabliert.
Erlaubniserweiterungen 2026. Mehrere Anbieter haben im Jahr 2026 zusätzliche Erlaubnisse erhalten. Betway etwa führt seit dem 2. Oktober 2026 zusätzlich eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele. Bei der Marktbreite, die deutsche Spieler erwarten, entscheidet eine solche Erweiterung oft genug über Bindung, nicht der Eintrag in die Liste selbst.
Folgeerlaubnisse und längere Historie. AdmiralBet, NEO.bet, Tipico, Interwetten, Betway, ODDSET, bpremium, Wettarena, bet-at-home, bet365 und weitere Marken führen Erstdaten, die bis ins Jahr 2020 zurückreichen. Das ist kein Makel, sondern Beleg dafür, dass die deutsche Erlaubnis kontinuierlich verlängert wird – und wer dort steht, hat die Aufsicht in Form einer Folge-Erlaubnis erneut passiert.
Hinzu kommen Anbieter, die zwar schon länger eine Casino- oder Slot-Erlaubnis hatten, im Jahr 2026 aber erstmals auch Sportwetten anbieten dürfen – Leovegas gehört mit Start vom 29. November 2024 in diese Kategorie; vergleichbare Bewegungen sind im Markt immer wieder zu beobachten.
Für die Auswahl 2026 heißt das: Wer nach „neuen Wettanbietern“ sucht, sollte trennen zwischen „neu“ im Sinne einer Erst-Erlaubnis aus 2026 und „neu“ im Sinne eines neuen Marktauftritts bei schon länger bestehender Erlaubnis. Beides ist seriös, beides ist whitelisted – die Konsequenzen für den Kunden unterscheiden sich aber erheblich.
Vergleich: Zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis
Die folgende Übersicht führt zehn Anbieter, die auf der GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis verzeichnet sind. Die Spalten tragen die Informationen, die das Register selbst liefert: Brand, Whitelist-Status mit Erlaubnisinhaber und das Datum der Ersterlaubnis – also genau die Punkte, an denen ein „neuer Wettanbieter“ messbar wird.
| Brand | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| AdmiralBet (Admiralbet.de) | Whitelist GGL – Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 (Folge: 13.12.2022, 29.07.2024) |
| bet365 (Bet365.de) | Whitelist GGL – Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta | 09.10.2020 (Folge: 27.12.2022) |
| Tipico (Tipico.de) | Whitelist GGL – Tipico Co. Limited, San Ġiljan, Malta | 09.10.2020 (Folge: 09.12.2022) |
| Tiptorro (Tiptorro.de) | Whitelist GGL – Torro Tec Limited, Malta | 30.06.2021 (Folge: 27.12.2022) |
| NEO.bet | Whitelist GGL – Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 (Folge: 22.12.2022) |
| Interwetten (Interwetten.de) | Whitelist GGL – Interwetten Gaming Limited, Sliema, Malta | 02.11.2020 (Folge: 27.12.2022) |
| ODDSET (Oddset.de) | Whitelist GGL – ODDSET Sportwetten GmbH, Erlaubnis Regierungspräsidium Darmstadt vom 15.12.2022 | 18.11.2020 (Folge: 15.12.2022) |
| Betway (Betway.de) | Whitelist GGL – Betway Limited, Erlaubnis Regierungspräsidium Darmstadt vom 09.03.2021 | 09.03.2021 (Folge: 23.12.2022) |
| bpremium (Bpremium.de) | Whitelist GGL – Ladbrokes (Deutschland) Ltd, Gzira, Malta | 09.10.2020 (Folge: 21.12.2022) |
| Wettarena (Wettarena.de) | Whitelist GGL – I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema, Malta | 09.10.2020 (Folge: 15.12.2022) |
Die Tabelle trägt nur, was die Whitelist belegt: Name der Brand, der jeweils gelistete Erlaubnisinhaber und das Datum der Ersterlaubnis. Eine Quotierung, ein Bonus-Wert oder eine Auszahlungsgeschwindigkeit wäre hier erfunden – wer das wissen will, prüft die Sportwettprogramme der Anbieter oder die Bonusbedingungen im konkreten Angebot.
Was die Tabelle nicht zeigen kann: dass die Erlaubnisinhaber in vielen Fällen nicht die Marke selbst sind, sondern eine konzernzugehörige Limited auf Malta. Diese Struktur ist im deutschen Markt üblich, weil Malta als EU-Sitz mit erprobter Aufsicht für die Konzernmutter attraktiv bleibt; entscheidend ist, dass die deutsche Erlaubnis bei der GGL liegt und nicht von einer maltesischen Lizenz abhängt.
Was die einzelnen Marken ausmacht
Im Folgenden die zehn Anbieter aus dem Vergleich im Einzelnen – mit dem, was die Whitelist und die Hintergrundquellen belegen, und einem abschließenden Urteil, das das Eigene der Marke benennt.
AdmiralBet
Die Whitelist führt für Admiralbet.de die Greentube Betting Malta Limited als Erlaubnisinhaberin; die Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und vom 29. Juli 2024. Hinter AdmiralBet steht die Novomatic-Gruppe, die im Glücksspielbereich auch Automatenspiele unter slots.admiralbet.de anbietet und dafür eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022 hält.
AdmiralBet fügt sich nahtlos in den österreichisch-deutschen Korridor ein, den Bookies mit terrestrischer Präsenz für ihren hiesigen Marktauftritt nutzen. Wer schon einmal bei einem Wettterminal der Marke stand, wird online ein ähnliches Sortiment finden – Fokus auf österreichische und deutsche Ligen, dazu Slots im Verbund.
Urteil: Stärke ist das Zusammenspiel von stationärer Marke und Online-Auftritt, mit einem Erlaubnisdatum, das die Aufsicht mehrfach bestätigt hat. Wer einen österreichisch geprägten Wettanbieter mit klarer Aufsichtslinie sucht, ist hier richtig.
bet365
Bet365.de ist auf der Whitelist mit der Hillside (Europe) ENC als Erlaubnisinhaberin verzeichnet, mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Ersterlaubnis 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 27. Dezember 2022. Bet365 gehört zu den umsatzstärksten Wettanbietern weltweit und ist in Deutschland nicht mit dem Casino-Produkt, sondern ausschließlich mit Sportwetten unter der Domain Bet365.de vertreten.
Die Marke steht für eine breite Livewetten-Abdeckung, ein tiefes Prematch-Programm über beinahe alle profiligen Sportarten und eine Quote, die im wöchentlichen Vergleich stabil im oberen Drittel liegt. Wichtige Regelungen – Mindestquoten, Bonusbedingungen, Auszahlungsmodalitäten – sind auf der Plattform direkt einsehbar, was den Vergleich erleichtert.
Urteil: Für Spieler, die auf Tiefe und Stabilität setzen, ist bet365 eine der wenigen Adressen, an denen ein hohes Wettaufkommen mit deutscher Aufsicht zusammentrifft. Wer kleine, spezialisierte Buchmacher bevorzugt, ist hier möglicherweise zuunterst im Sortiment.
Tipico
Die Tipico Co. Limited mit Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta führt die Whitelist-Erlaubnis für Tipico.de seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022. Das Unternehmen wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet.
Tipico ist in Deutschland mit Abstand die sichtbarste Sportwetten-Marke – mit einem dichten Filialnetz, einer starken Werbepräsenz und einem Sportwettensteuer-Modell, das viele Anbieter in dieser Form nicht bieten. Die Marke ist zudem direkt in das EuGH-Verfahren eingebunden, das derzeit die Frage der Rückzahlung von Verlusten aus nicht lizenzierten Wetten klärt; das Urteil ändert an der eigenen Erlaubnis nichts, ist aber ein Gradmesser dafür, wie weit die Aufsicht zurückreicht.
Urteil: Für Spieler, die eine in Deutschland verwurzelte Marke mit Filialnetz und hoher Bekanntheit suchen, bleibt Tipico die naheliegende Adresse. Wer einen kleineren Newcomer bevorzugt, sollte den Wettanbieter nicht nach Bekanntheit, sondern nach den konkreten Konditionen auf seinem Wettschein wählen.
Tiptorro
Die Whitelist-Erlaubnis für Tiptorro.de wird von der Torro Tec Limited auf Malta gehalten; Ersterlaubnis 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis 27. Dezember 2022. Die Marke tritt im App Store als Tiptorro-App auf und beschreibt sich dort als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL.
Tiptorro ist als App-only-Marke gestartet und hat sich konsequent auf mobile Nutzung ausgerichtet. Wer ohnehin am Smartphone wettet, findet hier eine auf das Endgerät zugeschnittene Oberfläche und eine breitere Mischung aus Livewetten und Kurzformaten, als sie klassische Desktop-Sportwetten bieten.
Urteil: Eine mobile Wett-Plattform mit deutscher Erlaubnis – das ist Tiptorros Profil. Wer am größeren Bildschirm setzt oder ein klassisches Prematch-Programm erwartet, sollte die Oberfläche vor der ersten Einzahlung in Augenschein nehmen.
NEO.bet
Die Greenvest Betting Limited führt die Erlaubnis für NEO.bet seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. NEO.bet positioniert sich als unabhängige Marke jenseits der großen Konzernbuchmacher.
Die Marke tritt auffällig schlicht auf, ohne klassischen Konzern-Look, und richtet sich an Spieler, die im kleineren Anbieter eine bewusstere Sortimentsauswahl erwarten. NEO.bet verzichtet stärker als andere auf Glücksspiel- und Casino-Beifang – das Sortiment bleibt bei Sportwetten.
Urteil: Wer einen eigenständigen Buchmacher mit deutscher Erlaubnis sucht und auf Spieltiefe mehr Wert legt als auf Marketingglanz, liegt bei NEO.bet richtig. Wer Quoten in der Breite der ganz Großen erwartet, wird das Sortiment schmaler finden.
Interwetten
Die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta, ist Erlaubnisinhaberin für Interwetten.de; die Erlaubnis datiert auf den 2. November 2020, mit Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Das Unternehmen darf bereits seit Dezember 2012 in Schleswig-Holstein Sportwetten anbieten und ist damit eine der Marken mit der längsten deutschen Geschichte.
Interwetten bringt einen österreichisch geprägten Hintergrund mit, der sich in der Sortimentsauswahl zeigt – Bundesliga und österreichische Bundesliga naturgemäß stark, dazu eine Reihe weiterer europäischer Top-Ligen. Die Marke tritt sowohl mit klassischem Sportwettenangebot als auch mit Casino-Produkten auf, unter jeweils eigener Erlaubnis.
Urteil: Für Spieler mit Affinität zum deutsch-österreichischen Wettmarkt bleibt Interwetten ein verlässlicher Anbieter. Wer ein frisches, neues Produkt sucht, ist hier an der falschen Adresse.
ODDSET
Die ODDSET Sportwetten GmbH ist seit dem 18. November 2020 whitelisted, mit einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022; den Bescheid über die Erlaubnis für Internet- und stationären Vertrieb hat das Regierungspräsidium Darmstadt am 15. Dezember 2022 erteilt. Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle (Saale).
ODDSET ist die einzige Marke im Vergleich mit unmittelbarer Anbindung an den deutschen Lotterie- und Wettmarkt – der Vertrieb läuft über die Lotto-Annahmestellen, und die Marke trägt das entsprechende Vertrauen für einen vergleichsweise konservativen Kundenstamm. Sortiment und Quotierung sind auf den deutschen Markt zugeschnitten, weniger auf internationale Ereignisse.
Urteil: Wer deutsche Sportwetten aus dem Lotto-Umfeld erwartet, bekommt hier genau das – inklusive Vertriebswegen, die vielen Kunden vertraut sind. Für tiefe internationale Quoten ist ODDSET nicht der erste Anlaufpunkt.
Betway
Betway Limited ist Erlaubnisinhaberin für Betway.de seit dem 9. März 2021, mit Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022 und einer zusätzlichen Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 2. Oktober 2026. Die deutsche Sportwetten-Erlaubnis hat das Regierungspräsidium Darmstadt am 9. März 2021 erteilt; Betway-Geschäftsführer Anthony Werkman hat das am 10. März 2021 öffentlich bestätigt.
Betway tritt in Deutschland mit einer klassischen Vollsortiment-Strategie auf: Sportwetten im Mittelpunkt, Casino und Slots im Verbund. Die Marke investiert sichtbar in Werbeumfelder, was die Wiedererkennung erhöht, aber auch Misstrauen weckt – beides hat hier seine eigene Logik.
Urteil: Für Spieler, die Sportwetten und Casino aus einer Hand erwarten, bleibt Betway eine naheliegende Adresse. Wer bei der Werbelast zusammenzuckt, sollte vor der Anmeldung das Bonus-Kleingedruckte lesen.
bpremium
Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta, hält die Erlaubnis für Bpremium.de; Ersterlaubnis 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 21. Dezember 2022. Die AGB sind auf 3. April 2023 datiert; die Marke tritt mit klassischem britischen Hintergrund an, ohne das hohe Werbebudget der ganz großen Adressen zu haben.
Bpremium tritt unterhalb der größeren Konzernmarken auf, mit Fokus auf das Kernsortiment der europäischen Top-Ligen. Wer eine schlanke Oberfläche schätzt, kann hier ein aufgeräumteres Produkt vorfinden als bei mancher Premium-Marke – die Frage ist, wie tief das Sortiment tatsächlich reicht.
Urteil: Eine britische Vollsortiment-Marke mit deutscher Erlaubnis – geeignet für Spieler, die ein konzentriertes Programm einem überladenen Wettschein vorziehen. Wer auf große Wettmärkte setzt, sollte die Tiefe vor der Anmeldung prüfen.
Wettarena
I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in 20 Lyons Range Court Flat Nru.1 Triq Bisazza, Sliema SLM 1640, Malta, führt die Erlaubnis für Wettarena.de seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Hinter der Marke steht derselbe Erlaubnisinhaber, der auch Bet3000.de betreibt – beide Marken werden über denselben Konzern geführt.
Wettarena tritt als zusätzliche Marke innerhalb der IBC-Gruppe auf, mit eigenem Sortimentsschwerpunkt und einer auf Marketing und Promotion ausgerichteten Ansprache. Die Doppelführung eines Erlaubnisinhabers ist im deutschen Whitelist-Modell bewusst zulässig; sie bedeutet aber, dass eine Beschwerde bei beiden Marken denselben Adressaten trifft.
Urteil: Wer einen klaren Anbieter mit marketingstarker Ansprache sucht, findet bei Wettarena ein zusätzliches Angebot innerhalb einer etablierten Konzernstruktur. Wer wissen will, welcher Konzern hinter der Marke steht, sollte vor der Registrierung das Impressum lesen.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Drei Punkte entscheiden, ob ein „neuer Wettanbieter“ wirklich zum eigenen Wettverhalten passt.
Lizenzstatus. Zuerst die Whitelist – nichts anderes zählt. Wer dort steht, unterliegt OASIS und LUGAS, der eigenen monatlichen 1.000-€-Grenze und der Aufsicht der GGL; wer dort nicht steht, fällt aus diesem Schutzrahmen heraus.
Wettprogramm und Quote. Die Quote ist die entscheidende Kennzahl für die laufenden Kosten. Anbieter mit niedrigerem Quotenschlüssel sind nicht „besser“, sondern teurer – der Unterschied zwischen 94 % und 96 % Auszahlungsquote summiert sich über das Jahr. Wer viele Wetten setzt, sollte das vergleichen, bevor er sich auf ein Angebot einlässt.
Bonusstruktur. Jeder Willkommensbonus hat einen Preis in Umsatz, Frist und Mindestquote. Wer den Bonus annimmt, ohne diese drei Faktoren zu prüfen, verschenkt im schlechten Fall das eigene Startguthaben. Wer keinen Bonus annimmt, hat im selben Anbieter oft ein anderes, stabileres Verhältnis zum eigenen Budget.
Wer diese drei Punkte konsequent prüft, unterscheidet „neu“ von „passend“ – und liegt am Ende bei dem Anbieter, dessen Schutzrahmen und Konditionen zum eigenen Wettverhalten passen.
Häufige Fragen zu neuen Wettanbietern in Deutschland
Woran lässt sich erkennen, ob ein neuer Wettanbieter eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis besitzt?
Einzig die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder zeigt, ob ein Anbieter in Deutschland Sportwetten anbieten darf. Die Liste wird von der GGL in Halle geführt und trägt Domain, Erlaubnisinhaber und Erstdatum; wer dort nicht steht, hat in Deutschland keine Erlaubnis.
Was bedeutet es für Spielerinnen und Spieler, wenn ein neuer Anbieter nicht auf der GGL-Whitelist steht?
Wer ohne deutsche Erlaubnis spielt, ist nicht an OASIS, das gemeinsame Einzahlungslimit oder die Aufsicht der GGL angeschlossen. Im Streitfall gibt es keinen deutschen Rechtsweg, und eine Rückforderung verlorener Einsätze ist nicht garantiert – laufende Verfahren vor dem EuGH können das ändern, sind aber noch nicht entschieden.
Welche Rolle spielen OASIS und das gemeinsame Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat bei neuen Wettanbietern?
OASIS ist die bundesweite Sperrdatei, die eine Selbst- oder Fremdsperre auf alle lizenzierten Anbieter ausdehnt; das gemeinsame Einzahlungslimit läuft über die LUGAS-Limitdatei und summiert alle Einzahlungen, die auf ein- und denselben Spieler auf lizenzierten Domains anfallen, einschließlich 1.000 €.
Wie wird die Sportwettensteuer von 5,3 % bei einem neuen Anbieter an Quote oder Auszahlung weitergegeben?
Die Steuer ist vom Veranstalter geschuldet; ob er sie vom Einsatz abzieht, in der Quote eingepreist zurückgibt oder gesondert in Rechnung stellt, ist eine Frage der Geschäftspolitik. Die AGB des Anbieters zeigen, welche Regel konkret gilt; eine pauschale Aussage „5,3 % vom Einsatz“ wäre irreführend – die Steuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags).
Welche Umsatzbedingungen und Mindestquoten gelten typischerweise für ein Willkommensangebot eines neuen Buchmachers?
Üblich sind Umsatzfaktoren zwischen sechs- und achtmal Bonus, eine Mindestquote um 1,50 bis 2,00 und Fristen zwischen 30 und 90 Tagen; im Einzelfall gelten Abweichungen, die immer in den AGB und Bonusbedingungen des jeweiligen Anbieters stehen.
Welche Zahlungsmethoden sind bei lizenzierten Anbietern zulässig, und warum sind Krypto und anonyme Zahlungsmittel ausgeschlossen?
Zugelassen sind nur Ein- und Auszahlungen von einem Konto, das auf den eigenen Namen läuft und von einem Institut im Sinne des Geldwäschegesetzes geführt wird. Krypto und anonyme Prepaid-Mittel erfüllen diese Anforderungen nicht und sind deshalb bei lizenzierten Anbietern nicht zulässig.
Vergleich – wettauszahlung
Inhalt erstellt vom Team «wettauszahlung»
