Beste Buchmacher in Deutschland 2026: Wer darf, wer bietet was
Ladevorgang...
Stand: Oktober 16, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Wer in Deutschland Sportwetten anbieten will, braucht eine Erlaubnis der GGL. Die Whitelist, die die Behörde auf ihrer Seite veröffentlicht, ist die einzige verlässliche Antwort auf die Frage, welche Buchmacher hierzulande erlaubt sind und welche nicht. Wer dort nicht steht, ist in Deutschland schlicht nicht zugelassen – und das gilt auch dann, wenn auf der Webseite eine maltesische, curaçaoische oder eine andere ausländische Genehmigung prangert. Wer dort steht, hat eine Sportwetten-Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV, unterliegt OASIS und LUGAS und nimmt am Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat teil.
Die folgende Auswahl fasst zehn Anbieter zusammen, die auf der Whitelist vom 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden, und ordnet sie nach Erlaubnis, Quoten, Bonusbedingungen, Zahlungswegen und App. Es geht nicht um Tipps, nicht um Prognosen, nicht um den Versuch, einen Gewinner zu nennen. Es geht um das, was die Erlaubnis trägt und was sie kostet – und darum, welche Wahl für welchen Spielstil die richtige ist.
Rechtslage: Was eine deutsche Erlaubnis wirklich bedeutet
In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021, kurz GlüStV, seit dem 1. Juli 2021 bundesweit, wer Sportwetten anbieten darf. Die zuständige Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die Erlaubnis, führt die Whitelist und kann Bußgelder verhängen (§ 28a). Was sie nicht regelt, ist die Steuer: Die Sportwettensteuer ist Sache des Finanzamts, die Regeln stehen im Rennwett- und Lotteriegesetz.

Die Whitelist ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV die einzige verbindliche Antwort auf die Frage „Darf dieser Anbieter in Deutschland Wetten annehmen?“. Die Liste vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge – 27 Veranstalter mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, drei weitere ausschließlich für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain. Eine .de-Endung allein beweist allerdings gar nichts: Auch Anbieter ohne deutsche Erlaubnis nutzen .de-Domains. Umgekehrt darf ein Inhaber nur unter genau der Domain Wetten annehmen, die unter seiner Sportwetten-Erlaubnis steht. Eine Casino- oder Slot-Erlaubnis, die derselbe Inhaber besitzt, zählt dafür nicht.
Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1). Wer eine Folgeerlaubnis bekommen hat, bleibt erlaubt. Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erst- und der Folgeerlaubnis, kein Enddatum – und genau deshalb steht dort auch nie ein „läuft bis“. Auf der Seite eines Anbieters, der dort gelistet ist, ist die Erlaubnis in den Impressumsangaben in der Regel wiederzufinden, prüfbar an Inhaber, Sitz und Erlaubnisdatum.
Wer ohne diese Erlaubnis in Deutschland Sportwetten anbietet, macht sich nach § 284 StGB strafbar, und das Wetten selbst kann nach § 285 StGB geahndet werden. Die GGL selbst hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt – ein Hinweis, der die andere Seite der Auswahl beleuchtet: Anbieter ohne deutsche Erlaubnis bleiben erreichbar, sind aber weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen, und der Rechtsweg führt allenfalls über ausländische Stellen.
Die Sportwettensteuer von 5,3 % wird nach §§ 16–25 RennwLottG vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spielenden (§ 19). Die Bemessungsgrundlage ist der Einsatz abzüglich der Steuer selbst – das sind 5,3 von 105,3, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Wie der Anbieter das an die Kundschaft weiterreicht, ist seine Sache: Manche ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, andere schlagen sie auf die Quote drauf, andere tragen sie selbst. Die Bedingungen stehen in den AGB des jeweiligen Anbieters. Wer wissen will, was bei ihm konkret passiert, liest dort nach – oder rechnet es mit dem Wettschein gegen.
Spielerschutz: OASIS, LUGAS und das 1.000-€-Limit
Spielerschutz ist in Deutschland kein Zusatz, sondern Teil der Erlaubnis. Drei Mechanismen greifen ineinander, und alle drei gelten nur für Anbieter mit deutscher Erlaubnis.

OASIS ist die Sperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV. Bei der Registrierung und bei jedem Login wird abgeglichen, ob ein Name dort steht. Wer gesperrt ist, wird abgewiesen. Die Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der oder die Spielende selbst eine Frist setzt – ansonsten mindestens ein Jahr. Eine Fremdsperre, etwa durch Angehörige, läuft mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 setzt für 24 Stunden eine sofortige Sperre, die sich in eine reguläre Sperre umwandeln lässt.
LUGAS ist die Limitdatei nach § 6c Abs. 1 und sorgt für das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat, das pro Spielerin und Spieler über alle Anbieter hinweg gilt, die an LUGAS angeschlossen sind. Standard ist 1.000 € – wer mehr einzahlen will, muss gegenüber dem Anbieter seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen; eine Selbsterklärung reicht nicht. Bis zu 10.000 € sind individuell möglich, zwischen 10.000 € und 30.000 € nur für höchstens ein Prozent der aktiven Spielenden eines Anbieters. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung frühestens nach sieben Tagen. Parallel zur Limitdatei führt die Aktivitätsdatei nach § 6h nach, welcher Anbieter gerade aktiv genutzt wird – paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist damit ausgeschlossen.
Hinzu kommen Vollverifizierung und das Verbot anonymer Zahlungsmittel. Nach § 6a darf vor vollständiger Verifizierung höchstens 72 Stunden lang gespielt werden, mit maximal 100 € Einzahlung und ohne Auszahlung. Danach wird das Konto auf den Namen der Person verifiziert, die einzahlt. Einzahlungen sind nach § 6b Abs. 4 nur von einem Konto erlaubt, das auf den eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut läuft. Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten sind damit kein zulässiges Zahlungsmittel bei deutschen Anbietern. Das ist auch der Grund, warum „Krypto-Buchmacher“ in Deutschland nur als nicht-lizenzierte Offshore-Angebote existieren.
Auf der anderen Seite stehen die Spielguthaben. Nach § 6b Abs. 6 und 7 liegen sie auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt.
Krypto und Anonymität: Was in Deutschland nicht geht
Wer in Deutschland legal wettet, zahlt vom eigenen Konto. Anonyme Zahlungsmittel sind nach § 6b Abs. 4 nicht zugelassen. Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Varianten, aber auch E-Wallets ohne vollständige KYC-Verifizierung des Inhabers passen nicht in das, was ein deutsches Erlaubnis-System verlangt.
Die Konsequenz: Wer einen „Krypto-Buchmacher“ oder „Bitcoin-Buchmacher“ in Deutschland sucht, sucht entweder einen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis – und damit außerhalb von OASIS, LUGAS und der GGL-Aufsicht – oder einen Anbieter, der seine Krypto-Option gar nicht erst anbietet. Beides ist eine bewusste Wahl. Offshore-Anbieter locken mit höheren Limits, schnellerer Anmeldung und Krypto-Zahlungen. Was sie nicht bieten, ist die Sicherheit einer deutschen Erlaubnis, eines Auszahlungsanspruchs in fünf Werktagen, einer Sperre über OASIS und eines 1.000-€-Schutzlimits über LUGAS.
Boni und Gratiswetten: Was die Werbung verschweigt
Boni und Gratiswetten sind freiwillige Angebote der Anbieter. Der GlüStV setzt weder eine maximale Höhe noch eine bestimmte Struktur. Was ein Anbieter anbietet, steht in seinen Bedingungen. Drei Punkte wiederholen sich in den meisten Bonusregeln, und alle drei kosten Geld – oder zumindest Einsatz.
Die Umsatzbedingung gibt an, wie oft der Bonus – oder Bonus plus Einzahlung – durchgespielt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Üblich sind Faktoren zwischen drei und zehn Mal. Wer 100 € einzahlt und einen 100 %-Bonus bekommt, muss bei einem Faktor von fünf 1.000 € Umsatz erzeugen. Bei einem Faktor von zehn sind es 2.000 €.
Die Mindestquote legt fest, welche Wetten für den Umsatz zählen. Eine Mindestquote von 1,50 filtert Wetten auf klare Favoriten aus – wer dort setzt, lässt seinen Umsatz nicht zählen. Eine Mindestquote von 2,00 ist üblich.
Die Frist gibt an, wie lange der Bonus gültig ist. Sieben Tage sind knapp, 30 Tage normal. Wer innerhalb dieser Frist den Umsatz nicht erreicht, verliert Bonus und Gewinne.
Eine Gratiswette – oft „Freebet“ genannt – funktioniert anders. Wird sie gewonnen, ist in der Regel nur der Reingewinn auszahlbar, der Einsatz der Gratiswette nicht. Das senkt den Wert einer 10-€-Gratiswette auf eine Quote von 2,00 von 10 € auf etwa 5 € – brutto, vor Steuern, vor Marktmarge. „Risikofrei“ wird in der Werbung gern darauf geschrieben, was meist nur bedeutet, dass der Einsatz der Gratiswette nicht verloren geht.
Was ein Bonus wirklich kostet, hängt an der Marge des Marktes, auf dem er umgesetzt wird. Wer die Umsatzbedingung in Wetten mit niedriger Marge erfüllt, schont den Bonus. Wer auf schmale Märkte mit hoher Marge ausweicht, verbrennt einen Teil davon.
Zahlungen und Auszahlungsgeschwindigkeit
Welche Zahlungsmittel ein Anbieter konkret annimmt, ist seine Sache. Die Bedingung der deutschen Erlaubnis lautet nur: Eigenes Konto, nachvollziehbarer Name, kein anonymer Kanal. Welche Marken dann funktionieren – PayPal, Trustly, Klarna, Kreditkarte, Skrill, Banküberweisung –, hängt vom Anbieter ab und steht in dessen AGB.
Auszahlungsgeschwindigkeit ist nicht geregelt; sie ist eine Frage der internen Abwicklung und des gewählten Zahlungswegs. Trustly und einige E-Wallet-Anbieter werben mit „sofort“ – gemeint ist meist binnen weniger Stunden, nicht binnen Sekunden. Banküberweisung dauert in Deutschland regulär ein bis drei Werktage. Das Treuhandkonto, auf dem die Spielguthaben liegen, sorgt dafür, dass das Geld da ist; was die Auszahlung bremst, ist in der Regel die Konto- und Identitätsprüfung.
Der Punkt, an dem die meisten Auszahlungen stocken, ist die Verifizierung. Vor der ersten Auszahlung verlangt jeder deutsche Anbieter eine vollständige Identitätsprüfung – Reisepass, Personalausweis, Adressnachweis, in manchen Fällen Video-Ident. Wer das vor der ersten Einzahlung erledigt, spart sich die Wartezeit.
Live-Wetten und Cash-Out
Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf „seltene Ereignisse“ erlaubt – das nächste Tor im Fußball, der nächste Satz im Tennis, ähnliche Komponenten in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächster Punkt“ im Tennis oder „nächster Korb“ im Basketball zählt nicht. Auch Kombiwetten, die eine Live-Komponente enthalten, sind nicht zulässig.
Was neben dem Live-Spiel betroffen ist: Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind nach § 21 Abs. 1a verboten. In der Praxis der GGL gilt Fußball unterhalb der 3. Liga als nicht zulässig. E-Sport wird von der GGL ausdrücklich nicht als Sport anerkannt – lizenzierte E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht.
Cash-Out ist keine Pflicht, sondern ein freiwilliges Angebot. Es erlaubt, eine laufende Wette vor dem eigentlichen Ende des Ereignisses zurückzukaufen – zu einem Preis, den der Anbieter festlegt. Der Mechanismus ist alt, die Logik ist dieselbe: Wer eine Wette mit nachlassender Siegwahrscheinlichkeit hat, kann sie frühzeitig abschließen; wer umgekehrt sieht, dass die eigene Wette zieht, opfert den vollen Gewinn gegen Sicherheit. Cash-Out kostet immer Marge – das Angebot des Anbieters liegt fast nie zu seinem Nachteil.
Tipps, Favoriten und Strategien
Wer bei einem Buchmacher nach „Tipps“ oder „Favoriten“ sucht, sucht Vorhersagen. Sie gehören zum Geschäft, weil Wettende Anhaltspunkte brauchen. Sie sind keine Gewinngarantie.
Eine Favoritenrolle im Turnier – etwa „Wer wird Weltmeister?“ – ergibt sich aus Quote und Form. Eine niedrige Quote auf einen Verein bedeutet, dass der Markt ihn für wahrscheinlich hält. Sie bedeutet nicht, dass er gewinnt. Das ist der Punkt, an dem jede Wette an die Quote gebunden bleibt: Wer auf einen klaren Favoriten setzt, gewinnt oft und wenig; wer auf einen Außenseiter setzt, gewinnt selten und viel. Was sich daraus ergibt, ist eine Frage des eigenen Spielstils.
Kombiwetten sind ein anderes Thema. Sie multiplizieren die Quoten der einzelnen Tipps, was die Auszahlung erhöht – aber auch die Marge, die jeder einzelne Tipp trägt, multipliziert sich mit. Eine Kombiwette aus vier Tipps zu 2,00 sieht mit 16,00 verlockend aus, ist aber bei einer Marge von 5 % pro Tipp schon 18,5 % schlechter, als die Quote vermuten lässt. Systemwetten wie Heinz oder Goliath kombinieren mehrere Kombinationen aus den Tipps – sie verteilen das Risiko, aber sie verteilen auch die Marge auf mehr Scheine.
Wettarten, Quoten und Marge
Die Quote ist der Preis, den der Anbieter für einen Euro Einsatz zahlt, wenn der Tipp stimmt. Eine Quote von 2,10 heißt: 1 € Einsatz wird zu 2,10 € zurück, wenn er gewinnt – 1,10 € Reingewinn. Eine Quote von 1,50 heißt 1,50 € zurück, 0,50 € Gewinn. So weit die einfache Lesart.
Was die Quote nicht zeigt, ist die Marge – der Anteil, den der Anbieter im Preis eingepreist hat. Eine faire Wette auf einen Münzwurf hätte für beide Seiten 2,00. Ein Anbieter, der für beide Seiten 1,90 quotiert, hat eine Quote genommen, die zu seinen Gunsten liegt. Die Berechnung geht so: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quote_n) über alle Ausgänge eines Marktes. Bei zwei Ausgängen zu je 1,90 ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,95. Die Marge ist 1 minus 0,95, also 0,05 oder fünf Prozent. Von jedem Euro Einsatz auf diesem Markt bleiben dem Anbieter rund fünf Cent; 95 Cent werden als Gewinn ausgezahlt, wenn die Ergebnisse in dem Verhältnis eintreffen, das die Quoten widerspiegeln.
Bei einem Markt mit drei Ausgängen – etwa 1, X, 2 im Fußball – und Quoten von 2,10, 3,40 und 3,60 sieht die Rechnung so aus: 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) = 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) = 1 ÷ 1,0481 = 0,9541. Die Marge liegt bei rund 4,6 %. Das ist ein ordentlicher Markt; viele Buchmacher liegen bei klassischen 1X2-Märkten zwischen vier und sechs Prozent.
Die Marge ist von Markt zu Markt verschieden. Eine asiatische Handicap-Linie kann bei einem guten Anbieter unter drei Prozent liegen; ein exotischer Markt auf einen exakten Spielstand liegt schnell über zehn Prozent. Wer Quoten vergleicht, vergleicht nicht die Spitzenquote, sondern die Marge – und die Marge variiert selbst innerhalb eines Anbieters von Markt zu Markt und von Ereignis zu Ereignis.
Die Faustregel: Eine Marge von rund fünf Prozent ist im Mainstream normal, alles unter vier Prozent ist gut, alles über sieben Prozent zehrt am Einsatz. Die Auszahlungsquote, oft „Quotenschlüssel“ genannt, ist die Kehrseite: 95 % Auszahlungsquote entsprechen 5 % Marge.
Sportarten und Turniere
Was ein lizenzierter deutscher Anbieter anbieten kann, ist nach § 21 Abs. 5 das, was die GGL in seinem Wettprogramm genehmigt hat. Fußball gehört dazu – Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, Champions League, Europa League, Premier League, La Liga, Serie A, Ligue 1, dazu Länderspiele und die großen internationalen Turniere. Tennis, mit allen vier Grand Slams und den ATP- und WTA-Turnieren. Basketball, mit der NBA, der EuroLeague und der Bundesliga. Eishockey, mit der DEL und der NHL. American Football, mit der NFL und dem College-Sport. Darts, mit PDC und WDC. Boxen, MMA, Handball, Volleyball, Snooker, Formel 1 und Motorrad-WM.
Was nicht dazu gehört, ist E-Sport. Die GGL erkennt E-Sport nicht als Sport an; lizenzierte E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Wer auf League of Legends, Dota 2 oder Counter-Strike wetten will, landet bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis.
Innerhalb eines zugelassenen Marktes sind nicht alle Ligen und Ligen-Stufen wettbar. Die GGL-Praxis behandelt Fußball unterhalb der 3. Liga als nicht zulässig – dort wird auf Amateure gewettet, und der Schutzgedanke wiegt schwerer als das Angebot.
Was die Verfügbarkeit angeht, gilt: Anbieter mit deutscher Erlaubnis bieten ein solides Mainstream-Programm; was sie nicht bieten, sind Spezialmärkte und exotische Ligen, die ein Offshore-Buchmacher im Programm hat. Das ist eine bewusste Begrenzung – und ein Grund, warum manche Spielende überhaupt zu Offshore gehen.
Neue Buchmacher
„Neu“ ist im deutschen Markt kein Synonym für „unbekannt“. Die GGL prüft jeden Antragsteller auf sportliche Eignung, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Erfüllung der Spielerschutz-Anforderungen. Das Verfahren dauert Monate, in manchen Fällen über ein Jahr. Wer neu auf der Whitelist erscheint, hat diese Prüfung bestanden – der Status „neu“ bezieht sich auf das Erlaubnisdatum, nicht auf die Qualität.
Eine Folgeerlaubnis, die ein Anbieter bekommt, ist das Ergebnis einer erneuten Prüfung fünf Jahre nach der ersten Erlaubnis. Wer dort steht, bleibt erlaubt. Was ein „neuer“ Anbieter oft mitbringt, ist ein modernes App-Konzept, ein Bonusprogramm, das auf Aufmerksamkeit zielt, und ein Quotenmodell, das noch kalibriert wird.
Was bei neuen Anbietern genauer hinzuschauen lohnt, ist die Whitelist: Steht die Domain dort mit Erstdatum? Wer eine Folgeerlaubnis hat, steht dort mit beiden Daten. Wer dort gar nicht steht, ist nicht zugelassen – auch dann nicht, wenn die Seite anders aussieht.
Was ein Buchmacher ist und wie er arbeitet
Ein Buchmacher – genauer: ein Veranstalter von Sportwetten – nimmt Wetten zu festen Quoten an. Er schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses, zieht eine Marge ab, und schreibt die daraus folgende Quote in seinen Wettschein. Wer dort setzt, wettet gegen den Anbieter, nicht gegen andere Spielende. Bei einem klassischen Bookmaker-Modell ist das die Grundlage: Die andere Seite ist immer der Anbieter.
Im Hintergrund laufen drei Dinge. Erstens die Quotenfestsetzung: Der Anbieter beobachtet das Ereignis, das Wettverhalten und passt die Quote an. Eine Wette auf einen Außenseiter treibt dessen Quote nach unten, weil der Anbieter sein Risiko steuert. Zweitens die Gewinnauszahlung: Nach dem offiziellen Ende des Ereignisses wird abgerechnet – und nur dann. Drittens die Marge: Sie ist in jeder Quote eingerechnet und sichert dem Anbieter seinen Anteil, unabhängig vom Ausgang des Ereignisses.
Wer selbst Buchmacher werden will, braucht eine Erlaubnis – die deutsche nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV, oder eine ausländische, wenn er nicht in Deutschland anbieten will. Eine Erlaubnis ist kein Gewerbeschein; sie ist eine regulatorische Genehmigung, an Auflagen gebunden.
Das Ranking: Wer darf, wer bietet was
Die folgende Tabelle führt zehn Anbieter auf, die am 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist standen. Sortiert nach Whitelist-Status und Erlaubnisalter; das ist keine Rangfolge nach Qualität, sondern nach Erlaubnis. Welche Wahl für welchen Spielstil die richtige ist, steht in den Abschnitten darunter.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status & Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| MERKUR BETS | Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s, Malta | 06.11.2023 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022) |
| Tipwin | Tipwin Limited, Familienunternehmen, Geschäftsführer Dr. Damir Böhm | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022, 09.01.2024) |
| 888sport | 888 Germany Limited, Teil der 888 Holdings PLC, Gibraltar (London Stock Exchange seit September 2005) | 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited, San Ġiljan, Malta (österreichisches Unternehmen im Besitz von Stoiximan) | 19.02.2021 (Folgeerlaubnis 16.12.2022) |
| LeoVegas | LVSports Limited | 21.10.2024 |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022) |
| VBet | SCGO Limited, St. Julian’s, Malta | 05.12.2023 |
| Winamax | WINAMAX SA, Erlaubnis durch Regierungspräsidium Darmstadt | 29.06.2021 (Folgeerlaubnis 08.12.2022) |
| Tipico | Tipico Co. Limited, San Ġiljan, Malta; gegründet 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik, Mladen Pavlovic und Wolfgang Kuentzle | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022) |
Was die Tabelle nicht zeigt: Die Whitelist führt pro Anbieter nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis steht. Wer nebenbei Automatenspiele oder Poker anbietet, hat dafür eine eigene Erlaubnis mit eigenen Regeln. Wer auf einer anderen Domain desselben Anbieters unterwegs ist, prüft im Zweifel nach.
MERKUR BETS
Die Whitelist führt MERKUR BETS mit der Merkur Bets Malta Limited, Sitz in Level 3, St. Julian’s Business Centre, Triq Elija Zammit, St. Julian’s, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis für MERKUR BETS ist seit dem 6. November 2023 eingetragen. Die Merkur Bets Malta Limited ist auf der Whitelist auch für die Marken Merkur Sports und XTiP geführt – beide mit Erstdatum 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Wer bei MERKUR BETS unterwegs ist, ist bei einem Anbieter, der mehrere Domains unter einem Dach bündelt und in der stationären Spielhalle verwurzelt ist; der Markenwechsel zur reinen Online-Marke ist im Gange.
Was bei MERKUR BETS auffällt, ist die Übersichtlichkeit des Wettprogramms und die Beschränkung auf den deutschen Markt – keine Übersetzungen, keine ausländischen Domains, kein Casino-Imperium, das im Hintergrund lockt. Wer einen deutschen Anbieter ohne internationales Drumherum sucht, ist hier richtig. Wer ein quotenstarkes Live-Angebot mit Asien-Handicap und exotischen Märkten sucht, wird es woanders leichter finden.
Betway
Betway ist seit dem 9. März 2021 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist; die Folgeerlaubnis datiert auf den 23. Dezember 2022. Inhaber ist die Betway Limited. Betway hat inzwischen auch eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, eingetragen seit dem 2. Oktober 2026 – die Erweiterung des Angebots auf der Casino-Seite ist neu.
Was Betway auszeichnet, ist das tiefe Wettprogramm in den europäischen Top-Ligen, eine App, die in den Bewertungen gut abschneidet, und ein quotenseitig solider Standard. Wer auf Bundesliga, Premier League oder Champions League setzt und einen Anbieter mit langer Markttradition sucht, ist hier richtig. Wer die Erweiterung um Slots nutzen will, sollte die unterschiedlichen Erlaubnisse im Blick behalten – Casino und Sportwetten sind zwei verschiedene Erlaubnisse mit zwei verschiedenen Regelsätzen.
Tipwin
Die Whitelist führt Tipwin mit der Tipwin Limited, einem Familienunternehmen mit Geschäftsführer Dr. Damir Böhm. Die Sportwetten-Erlaubnis für Tipwin läuft seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen vom 27. Dezember 2022 und 9. Januar 2024 – drei Erlaubnis-Daten, eine der wenigen Einträge mit so langer Folge.
Tipwin ist über den deutschen Markt hinaus als Premium-Partner des Deutschen Basketball-Bunds aktiv. Wer Basketball setzt – Bundesliga, EuroLeague, WM-Qualifikation –, hat hier einen Anbieter, der die Sportart ins Programm hebt und quotenseitig mithält. Für Mainstream-Sportarten ist Tipwin as solid wie andere Mainstream-Anbieter; was Tipwin besonders macht, ist die Basketball-Tiefe.
888sport
Inhaber von 888sport ist die 888 Germany Limited, Teil der 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar; die Holding ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die Sportwetten-Erlaubnis für 888sport ist seit dem 30. Juni 2021 eingetragen, mit Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.
888sport gehört zu den Anbietern, die sich aus einem Casino-Hintergrund in den Sportwetten-Markt bewegt haben – und die Erlaubnis ist dementsprechend auf der Sportwetten-Domain klar abgegrenzt. Wer einen Anbieter mit Casino-Hintergrund und klar getrennter Sportwetten-Erlaubnis sucht, ist hier richtig. Quotenseitig liegt 888sport im Mainstream; Stärken hat die Marke vor allem in der Marktbreite und in Spezialwetten auf britische und spanische Ligen.
Betano
Betano führt auf der Whitelist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Ġiljan, Malta. Die Betkick Sportwettenservice ist ein österreichisches Unternehmen im Besitz von Stoiximan; die deutsche Sportwetten-Erlaubnis wurde im Februar 2021 vom Regierungspräsidium Darmstadt erteilt. Die Whitelist führt die Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022.
Betano ist im Mainstream quotenstark, mit einem Wettprogramm, das Fußball, Tennis und Basketball in der Tiefe abdeckt, dazu NHL und NFL. Wer einen Anbieter mit österreichischer Konzernstruktur und deutscher Erlaubnis sucht, ist hier richtig. Was bei Betano auffällt, ist die Klarheit der Bonusstruktur und die Marktbreite in den europäischen Top-Ligen.
LeoVegas
Inhaber ist die LVSports Limited. Die Sportwetten-Erlaubnis für LeoVegas ist seit dem 21. Oktober 2024 eingetragen – einer der jüngeren Einträge auf der Whitelist. Die Casino-Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele läuft schon seit dem 27. Februar 2023; LeoVegas kommt aus dem Casino-Markt und hat die Sportwetten-Erlaubnis später dazugewonnen.
Was LeoVegas auszeichnet, ist ein mobiles Konzept, das aus dem Casino-Bereich kommt, und eine App, die in der Bedienung Bestnoten bekommt. Quotenseitig ist LeoVegas im Mainstream ordentlich aufgestellt; was fehlt im Vergleich zu den etablierten Marken, ist die Tiefe in Spezialmärkten. Wer einen jungen Eintrag auf der Whitelist mit starkem Mobile-Fokus sucht, ist hier richtig.
NEO.bet
NEO.bet führt auf der Whitelist die Greenvest Betting Limited als Inhaberin; die Sportwetten-Erlaubnis für NEO.bet ist seit dem 9. Oktober 2020 eingetragen, mit Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. NEO.bet gehört damit zu den frühen Erlaubnis-Empfängern der neuen Wettlizenz-Welle nach 2020.
Was NEO.bet von vielen anderen abhebt, ist der Fokus auf dem deutschen Markt und ein Bonus- und Quotenangebot, das auf die deutschen Vorlieben zugeschnitten ist. Wer einen deutschen Anbieter mit solider Marktbreite und frühem Erlaubnis-Start sucht, ist hier richtig. Die App-Bewertungen fallen solide aus; was fehlt im Vergleich zu den ganz Großen, ist die Tiefe in exotischen Märkten.
VBet
Inhaber ist die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, St. Julian’s, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis für VBet ist seit dem 5. Dezember 2023 eingetragen. Die SCGO Limited ist auf der Whitelist auch mit der Marke Maxi333 für virtuelle Automatenspiele geführt – Erstdatum 21. Juni 2024.
VBet bringt eine internationale Markttradition mit, die sich in der Marktbreite niederschlägt. Wer auf osteuropäische Ligen, asiatische Handicap-Linien und ein tieferes Programm in weniger Mainstream-Sportarten setzt, ist hier richtig. Quotenseitig liegt VBet im Mainstream bis gut; die App ist solide.
Winamax
Inhaber ist die WINAMAX SA. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat die Erlaubnis am 29. Juni 2021 erteilt, mit Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022. Beaufsichtigt wird Winamax von der GGL. Die Marke kommt aus dem französischen Poker-Markt und hat in Deutschland die Sportwetten-Erlaubnis dazugewonnen.
Winamax ist im deutschen Sportwetten-Markt kein Mainstream-Anbieter – aber genau das macht den Reiz aus: Wer einen Anbieter sucht, der nicht überall mit Werbung präsent ist und ein klar geschnittenes Programm anbietet, ist hier richtig. Quotenseitig liegt Winamax im soliden Mainstream; was fehlt, ist die Tiefe in Nischenmärkten, die einige der größeren Anbieter vorhalten.
Tipico
Inhaber ist die Tipico Co. Limited mit Sitz im Portamasco Business Tower in San Ġiljan, Malta. Die Tipico Co. Ltd. wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik, Mladen Pavlovic und Wolfgang Kuentzle gegründet. Die Sportwetten-Erlaubnis für Tipico ist seit dem 9. Oktober 2020 eingetragen, mit Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022.
Tipico gehört zu den bekanntesten Marken in Deutschland, mit einer Marktpräsenz, die über die Online-Erlaubnis hinausgeht – stationäre Wettshops, Werbung, Sponsoring. Quotenseitig ist Tipico im Mainstream aufgestellt, mit einem Wettprogramm, das Bundesliga und Champions League in den Vordergrund rückt. Eine Besonderheit: Tipico ist in einer anhängigen Rechtsfrage am Bundesgerichtshof und am EuGH beteiligt – es geht um die Rückforderung von Wetteinsätzen aus den Jahren 2013 bis 2018. Der Generalanwalt am EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) eine Rückzahlungspflicht grundsätzlich für möglich gehalten, mit Ausnahme für Fälle, in denen Behörden die Lizenzpflicht vorerst nicht durchgesetzt haben. Was das Urteil am Ende bringt, ist offen – es ist eine Rechtsfrage, kein Wett-Tipp.
Übersicht: Wofür die zehn Anbieter stehen
Wer die Tabelle überflogen hat und nun eine Wahl treffen muss, kann sich an drei Achsen orientieren: Erlaubnisalter, Marktbewegung, Spezialgebiet.
Die Erlaubnisachse trennt diejenigen, die schon vor 2021 eine Erlaubnis hatten – Tipico, Tipwin, NEO.bet –, von denen, die im Lauf der Welle ab 2021 dazu kamen – Betway, 888sport, Betano, Winamax, MERKUR BETS, VBet – und von denen, die erst seit 2023 oder 2024 im deutschen Markt stehen – LeoVegas. Ein langer Erlaubniszeitraum heißt nicht automatisch besser, aber er heißt, dass der Anbieter zwei vollständige Erlaubnisrunden durchlaufen hat.
Die Bewegungsachse trennt die Mainstream-Anbieter – Betway, Tipico, Betano, NEO.bet, 888sport – von denen mit klarer Spezialisierung – Tipwin auf Basketball, MERKUR BETS auf das stationäre Erbe, VBet auf internationale Marktbreite, Winamax auf das Poker-Erbe. LeoVegas bringt die Mobile-Stärke aus dem Casino-Bereich mit.
Die Spezialachse trennt quotenstarke Mainstream-Märkte – Tipico, Betway, Betano – von Anbietern mit stärkerer Tiefe in Spezialmärkten – VBet, 888sport, Tipwin. Wer auf Bundesliga und Champions League setzt, liegt bei allen zehn richtig; wer auf asiatische Handicap-Linien, exotische Ligen oder Spezialmärkte setzt, sollte vergleichen.
Was die Wahl nicht entscheidet: ein einzelner Bonus, eine einzelne Quote. Was sie entscheidet, ist die Kombination aus Erlaubnisstatus, Marktbreite, App und dem, was der Anbieter von seiner Bonusstruktur verlangt. Wer sich die Mühe macht, vor der Registrierung die Bonusbedingungen zu lesen, erspart sich die Überraschung im Wettschein.
Häufige Fragen
Was ist ein Buchmacher, und wie unterscheidet sich ein lizenzierter von einem ohne deutsche Erlaubnis?
Ein Buchmacher – im Gesetz „Veranstalter von Sportwetten“ – nimmt Wetten zu festen Quoten an und schreibt die Gewinne nach dem offiziellen Ende des Ereignisses aus. In Deutschland ist das nach § 9 Abs. 8 GlüStV nur den Inhabern einer Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder erlaubt; die Whitelist ist die einzige verlässliche Antwort. Anbieter ohne diese Erlaubnis sind in Deutschland nicht zugelassen – auch wenn sie eine maltesische oder curaçaoische Lizenz vorweisen – und sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen.
Wie legen Buchmacher ihre Quoten fest, und was bedeutet die eingerechnete Marge?
Ein Buchmacher schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses, zieht eine Marge ab und schreibt die daraus folgende Quote in den Wettschein. Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter im Preis eingepreist hat; sie liegt im Mainstream zwischen vier und sechs Prozent. Bei zwei Ausgängen zu je 1,90 beträgt die Auszahlungsquote 95 %, die Marge entsprechend fünf Prozent. Eine Marge von zehn Prozent zehrt sichtbar am Einsatz, eine Marge unter drei Prozent ist gut.
Woran erkennt man anhand der GGL-Whitelist, welche Buchmacher in Deutschland erlaubt sind?
Die GGL veröffentlicht auf ihrer Seite eine Whitelist mit Datum, Domain und Erlaubnisinhaber; ein Eintrag enthält Inhaber, Sitz und Erstdniveau, gegebenenfalls eine oder mehrere Folgeerlaubnisse. Wer dort steht, hat eine gültige Sportwetten-Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist nichts; eine Casino- oder Slot-Erlaubnis desselben Inhabers gilt nicht für Sportwetten. Der Snapshot vom 2. Oktober 2026 führt 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis.
Was bedeuten OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat für Kundinnen und Kunden?
OASIS ist die bundesweite Sperrdatei; wer dort eingetragen ist, wird bei der Registrierung und beim Login abgewiesen. LUGAS führt das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat über alle angeschlossenen Anbieter hinweg, durchgesetzt über die Limitdatei; eine Erhöhung ist nur mit wirtschaftlichem Nachweis möglich. Das Limit ist ein Schutzmechanismus – es gilt unabhängig davon, wie viele Anbieter ein- und dieselbe Person nutzt.
Wer trägt die Sportwettensteuer von 5,3 %, und wie wirkt sie sich auf Quote und Auszahlung aus?
Die Sportwettensteuer wird nach §§ 16–25 RennwLottG vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spielenden; die Bemessungsgrundlage ist der Einsatz minus die Steuer selbst, rund fünf Prozent des eingezahlten Betrags. Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung – manche ziehen sie vom Einsatz ab, andere schlagen sie auf die Quote drauf. Die Bedingungen stehen in den AGB des jeweiligen Anbieters.
Welche Rolle spielen Umsatzbedingungen und Mindestquote bei einem Buchmacher-Bonus?
Die Umsatzbedingung gibt an, wie oft der Bonus durchgespielt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist; die Mindestquote legt fest, welche Wetten zählen. Üblich sind Faktoren zwischen drei und zehn Mal, Mindestquoten zwischen 1,50 und 2,00. Eine Gratiswette wird im Gewinnfall meist ohne Einsatz ausgezahlt; ihr Wert ist die Quote minus eins, geteilt durch die Quote, mal den Auszahlungsanteil.
Vergleich – wettauszahlung
Inhalt erstellt vom Team «wettauszahlung»
