Afrika-Cup Wetten 2026: Was bleibt von Quote, Erlaubnis und Steuer wirklich übrig?

Updated Oktober 2026
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Stand der Daten: 12.10.2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Stand vom 2. Oktober 2026.

Ein Fußballstadion unter Flutlicht mit hellen Rängen, von einem Hügel aus gesehen, darüber ein dunkelblauer Abendhimmel.
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt.

Wer „Afrika-Cup Wetten 2026“ sucht, sucht meistens nach Wetten auf die nächste Austragung, die im Sommer 2027 ansteht. Im Veröffentlichungsjahr 2026 selbst findet kein Turnier statt: Die Ausgabe 2025 lief vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko, die nächste folgt vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda. Wer in diesem Zeitraum auf Afrika-Cup-Spiele wetten will, braucht dafür einen Anbieter mit deutscher Erlaubnis – und die Auswahl auf der GGL-Whitelist ist kleiner, als die Werbung vermuten lässt. Was sich zwischen Quoten, Marge und Steuer tatsächlich entscheidet, erklärt diese Seite für die Praxis der Wettabgabe.

Stand der Daten: Oktober 16, 2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Warum 2026 kein Afrika-Cup stattfindet – und was das für Wetten bedeutet

Der Afrika-Cup 2025 wurde wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 vom Sommer auf den Jahreswechsel verschoben. Gespielt wurde in Marokko vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 mit 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen. Im Finale standen sich Senegal und Gastgeber Marokko gegenüber; das Ergebnis wurde im Nachhinein von der CAF mit 3:0 für Marokko gewertet, weil Senegals Spieler den Platz nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff vorübergehend verlassen hatten – der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Brahim Díaz wurde mit fünf Treffern Torschützenkönig, im Spiel um Platz 3 setzte sich Nigeria im Elfmeterschießen gegen Ägypten durch.

Ein Fußball auf rotem Sandboden neben einer Reihe Hütchen auf einem Trainingsplatz bei untergehender Sonne.
Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; zur Qualifikation meldeten sich 54 Mannschaften an.

Vom Januar 2026 bis zum geplanten Anpfiff der Ausgabe 2027 vergehen rund 17 Monate ohne Pflichtspiele des Turniers. Genau diese Lücke ist der Grund, warum sich die Frage „Afrika-Cup Wetten 2026“ kaum mit aktuellen Spielen beantworten lässt: Anbieter listen das Turnier erst, wenn die Qualifikation in die heiße Phase tritt. Bis dahin dominieren Freundschaftsspiele und Qualifikationsrunden das Programm, auf die einzeln gewettet werden kann, ohne dass es einen Turniersieger-Markt gibt.

Wer trotzdem plant, sollte zwei Dinge auseinanderhalten: Wetten auf konkrete Afrika-Cup-Spiele – sobald der Spielplan feststeht – und Langzeitwetten, die schon Monate vorher quotiert werden. Beide unterliegen unterschiedlichen Regeln, und beide hängen davon ab, dass der Anbieter überhaupt eine deutsche Erlaubnis hat. Ohne Erlaubnis kassiert das Finanzamt die Wettsteuer nicht, im Streitfall bleibt der Verlust beim Spieler.

Die Spielfrist 2025/26 endet am 18. Januar 2026, der nächste Konflikt zwischen Klub-WM und Kontinentalturnier ist nach derzeitigem Stand nicht absehbar. Ab 2028 soll das Turnier nur noch alle vier Jahre stattfinden, was die Wartezeit zwischen den Ausgaben weiter vergrößert. Wer in den nächsten 18 Monaten trotzdem wetten will, weicht entweder auf Qualifikationsspiele aus oder wartet auf den Anpfiff der Vorrunde im Juni 2027.

Verantwortliches Spielen: Was eine Turnierwoche wirklich mit Konten macht

Während eines Afrika-Cups spielen 24 Mannschaften an vier Wochen rund 50 Partien, dazu kommen Märkte auf Torschützenkönig, Gruppensieger und Gesamtsieger. Vier Wochen, in denen jede Partie mehrere dutzend Wettmärkte eröffnet, sind für die meisten Konten kein gewöhnlicher Zeitraum. Wer die Saison über höchstens zwei Spiele am Wochenende verfolgt, sieht sich plötzlich mit Anstoßzeiten am Nachmittag, am späten Abend und am nächsten Morgen konfrontiert. Drei Schutzmechanismen halten dagegen, jeder greift an einem anderen Punkt der Handlungskette.

Eine Waage aus Messing und ein geschlossener Aktenordner ohne Beschriftung stehen auf einem polierten Schreibtisch.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Das monatliche Einzahlungslimit beträgt nach § 6c GlüStV 1.000 € über alle Anbieter hinweg; die LUGAS-Limitdatei erzwingt es technisch. Wer ein höheres Limit will, muss wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen – eine Selbsterklärung reicht nicht. In einer Turnierwoche mit 50 Spielen ist das Limit schneller ausgereizt als gedacht, vor allem wenn zusätzlich Live-Wetten platziert werden. Eine Senkung des Limits gilt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen – diese Sieben-Tage-Sperre ist der bauliche Schutz, der Spontanentscheidungen ausbremst. Wer mitten in der K.-o.-Phase sein Limit anheben will, wartet mindestens eine Woche.

OASIS, die Sperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV, wird bei Registrierung und Login geprüft. Wer sich selbst sperrt, wählt mindestens drei Monate, sonst mindestens ein Jahr. Eine OASIS-Sperre gilt für alle Anbieter gleichzeitig – ein Umweg zu einem zweiten Konto funktioniert nicht. Wer merkt, dass die Spielsuchtkontrolle kippt, bekommt über den Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV eine sofortige 24-Stunden-Sperre, die ohne Beratung und ohne Sperrantrag greift.

Wer ein Konto bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis führt, ist an keines dieser Systeme angeschlossen – die Sperre greift nur bei lizenzierten Veranstaltern. Offshore bedeutet: kein OASIS, kein LUGAS, keine Sieben-Tage-Sperre. Damit verschwindet nicht das Risiko, sondern nur das Sicherheitsnetz.

Die Faustregel, die jede Turnierwoche übersteht: Einsatz so planen, dass ein Verlust das Monatsbudget nicht überschreitet, nicht in einer Laune erhöhen, und nach drei Verlusttagen in Folge mindestens einen spielfreien Tag einplanen. Wer diese drei Sätze internalisiert hat, braucht das Limit der Limitdatei nicht erst zu erreichen, um die Kontrolle zu behalten.

Wettarten: Von Einzelwette auf das Finale bis Kombiwette über die Vorrunde

Beim Afrika-Cup treffen zwei Welten aufeinander: eine Gruppenphase mit sechs Vierergruppen, in der die beiden Gruppenersten und die vier besten Dritten weiterkommen, und ein K.-o.-System ab Achtelfinale, in dem Verlängerung und Elfmeterschießen über das Weiterkommen entscheiden. Daraus ergeben sich drei Wettmärkte, die in jedem größeren deutsch lizenzierten Wettprogramm angeboten werden: der Sieger eines einzelnen Spiels (1X2), der Sieger einer Gruppe und der Turniersieger. Hinzu kommen Märkte auf die Anzahl Tore, auf Handicap und auf den Torschützenkönig. Welche davon zur Verfügung stehen, hängt vom Zeitpunkt ab – der Torschützenkönig-Markt erscheint erst, wenn der Spielplan feststeht; der Turniersieger wird oft schon vor Beginn der Qualifikation quotiert und über die gesamte Vorbereitungszeit hinweg angepasst.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Die Einzelwette ist die simpelste Form: ein Spiel, ein Ausgang, eine Quote. Sie ist das, was jede Bankroll übersteht. Die Kombiwette multipliziert die Quoten der einzelnen Beine zu einer Gesamtquote – gewinnen müssen alle, was die Auszahlung erhöht und die Trefferwahrscheinlichkeit senkt. Bei einer Kombiwette über vier Spiele mit Quoten von 2,10 ergibt sich eine Gesamtquote von rund 19,5; setzt jemand 10 €, gewinnt er etwa 195 € brutto, davon geht noch die Sportwettensteuer (5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer, rund 5 % des eingezahlten Betrags) ab, über die später mehr steht.

Die Systemwette ist eine Kombiwette mit Sicherheitsnetz: Statt einer festen Auswahl mehrerer Spiele werden mehrere Kombinationen aus einem Pool gebildet, etwa 3 aus 4 oder 4 aus 6. Ein Bein darf verlieren, der Rest gewinnt. Sie ist komplizierter in der Mechanik und teurer im Einsatz, weil jeder Systemstrang gesetzt wird – wer 20 € auf eine Systemwette 3 aus 4 mit 20 € pro Strang setzt, wettet insgesamt 80 €. Für Gelegenheitsnutzer ist sie selten das richtige Werkzeug; wer eine Systemwette nutzt, sollte die Trefferquote und die mathematische Schwelle kennen.

Der K.-o.-Schnitt ist bei Afrika-Cup-Wetten ein Sonderfall. Bei Siegerwetten auf einzelne K.-o.-Spiele zählt das Ergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit, manche Anbieter werten Verlängerung und Elfmeterschießen mit, manche nicht – das steht in den Wettbedingungen des jeweiligen Anbieters und sollte vor Abschluss gelesen werden. Bei Turniersieger-Wetten zählt, wer am Ende die Trophäe hält, unabhängig vom Weg. Beim Torschützenkönig entscheidet die Anzahl der Tore im gesamten Turnier, auch wenn der Spieler vor dem Finale ausscheidet.

So entsteht die Quote: Marge und Auszahlungsschlüssel erklärt

Die Quote, die ein Anbieter anzeigt, ist nicht die „wahre“ Wahrscheinlichkeit mit einem Aufschlag, sondern der Preis, den er für eine Wette zahlt – und das gilt für jede Quote, die auf dem Wettschein steht. Wer verstehen will, warum seine Wette weniger wert ist, als sie aussieht, muss den Quotenschlüssel kennen, in der Branche Auszahlungsquote genannt. Der Auszahlungsschlüssel gibt an, welchen Anteil aller Einsätze ein Markt an die Wetter zurückgibt – die Differenz zur hundert Prozent ist die Marge des Buchmachers. Bei einem 1X2-Markt mit den Quoten 2,10 für den Heimsieg, 3,40 für das Unentschieden und 3,60 für den Auswärtssieg ergibt sich folgende Rechnung: 1 geteilt durch (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) gleich ungefähr 0,953 – der Markt zahlt also rund 95,3 % der Einsätze als Gewinne zurück, die Marge liegt bei etwa 4,7 %. Dieser Wert ist ein Beispiel, keine zitierte Zahl, und er zeigt das Grundprinzip: Je näher die Quoten an der „fairen“ Wahrscheinlichkeit liegen, desto höher der Auszahlungsschlüssel und desto niedriger die Marge. Die Sportwettensteuer von 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags) mindert diesen Schlüssel zusätzlich, was der Anbieter entweder über die Quote oder den Auszahlungsbetrag verrechnet.

Eine niedrigere Marge ist günstiger für den Wetter, aber sie verändert nicht die Trefferwahrscheinlichkeit einer einzelnen Wette. Ob ein Spiel Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg endet, hängt vom Spiel ab, nicht von der Marge. Wer drei Wochen lang denselben Markt mit 5 % Marge spielt, verliert im Schnitt 5 % seines Einsatzes – bei 8 % Marge sind es 8 %. Über die Dauer einer Vorrunde mit 36 Gruppenspielen macht das einen Unterschied, der sich auf dem Konto zeigt, bevor die K.-o.-Runde beginnt.

Ein zweiter Mechanismus, der oft übersehen wird, ist die Quotierungspolitik: Wer früh auf einen Sieger wettet, bekommt eine andere Quote als kurz vor Anpfiff, und wer die Quote zu einem frühen Zeitpunkt nimmt, sichert sich einen höheren Preis, wenn die Wahrscheinlichkeit später steigt – oder er steht am Ende mit einer Quote da, die das Risiko nicht mehr abdeckt. Der Markt passt sich an Verletzungen, Aufstellungen und Wettvolumen an, und genau das macht langfristige Wettstrategien anfällig: Wer ohne Modell spielt, wettet gegen ein System, das seine eigenen Quoten kennt.

Der Afrika-Cup zwischen 2025 und 2027: Daten, Zahlen, Geschichte

Der Afrika-Cup wird seit 1957 von der Confédération Africaine de Football (CAF) ausgetragen. Ägypten hält mit sieben Titeln den Rekord, Samuel Eto’o ist mit 18 Toren Rekordtorschütze. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil – davor waren es 16, und ab 2028 soll das Turnier nur noch alle vier Jahre stattfinden, im Wechsel mit anderen Großereignissen. Diese Periodisierung entscheidet, wie viel Vorbereitungszeit ein Anbieter für die Quoten hat: Eine Ausgabe im Vier-Jahres-Rhythmus wird länger quotiert, eine Ausgabe im Zwei-Jahres-Rhythmus kürzer.

Afrika-Cup 2025 in Marokko

Das Turnier wurde im Winter 2025/26 in Marokko ausgetragen, mit einer Gruppenphase aus sechs Vierergruppen, gefolgt von einer K.-o.-Runde ab dem Achtelfinale. Senegal gewann das Finale gegen Marokko 1:0 nach Verlängerung; das Ergebnis wurde zwei Monate später von der CAF auf 3:0 für Marokko korrigiert, weil Senegals Spieler den Platz nach einem strittigen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend verlassen hatten. Torschützenkönig wurde Brahim Díaz mit fünf Treffern, das Spiel um Platz 3 entschied Nigeria im Elfmeterschießen mit 4:2 gegen Ägypten für sich.

Afrika-Cup 2027 in Ostafrika

Die nächste Ausgabe ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant, das erste Mal in der Geschichte des Turniers mit drei Gastgebern. 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet, gespielt wird voraussichtlich in den bekannten Formaten – sechs Vierergruppen in der Vorrunde, K.-o.-Runde ab Achtelfinale. Der genaue Qualifikationsmodus und der Spielplan stehen zu Redaktionsschluss noch nicht vollständig fest; erfahrungsgemäß beginnt die Qualifikation rund ein Jahr vor Turnierbeginn, was eine intensivere Wettphase ab dem zweiten Halbjahr 2026 erwarten lässt.

Was für Wetten relevant bleibt

Wer für den Afrika-Cup 2027 plant, hat drei Anlaufpunkte: das Programm der Qualifikation ab dem zweiten Halbjahr 2026, der endgültige Spielplan mit Gruppenphase und K.-o.-Runde ab Anfang 2027, sowie die Langzeitmärkte auf Turniersieger und Torschützenkönig, die viele Anbieter schon Monate vorher quotieren. Welche Märkte wann verfügbar sind, hängt vom Anbieter ab; einzelne Wettanbieter aktualisieren ihr Programm schneller als andere. Wer regelmäßig wetten will, prüft das Wettprogramm des Anbieters, bevor er sich auf eine Quote festlegt.

Wettanbieter für Afrika-Cup Wetten im Vergleich

Die folgende Übersicht ordnet Anbieter nach zwei Merkmalen: dem Status auf der GGL-Whitelist und dem Datum ihrer Sportwetten-Erlaubnis. Beide Daten stammen aus der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Stand vom 2. Oktober 2026.

Anbieter GGL-Whitelist-Status Sportwetten-Erlaubnis seit
VBet Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin SCGO Limited (Malta) 05.12.2023
Betway Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin Betway Limited (Malta) 09.03.2021
ODDSET Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin ODDSET Sportwetten GmbH (Deutschland) 18.11.2020
bet365 Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin Hillside (Europe) ENC (Malta) 09.10.2020
AdmiralBet Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin Greentube Betting Malta Limited (Malta) 09.10.2020
Tiptorro Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin Torro Tec Limited (Malta) 30.06.2021
Sportingbet Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited (Malta) 09.10.2020
888sport Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin 888 Germany Limited 30.06.2021
DAZN Bet Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin DZBT Operations Limited (Malta) 22.08.2023
Interwetten Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin Interwetten Gaming Limited (Malta) 02.11.2020

Was die Tabelle zeigt, ist auch das, was sie begrenzt: Nur zehn Anbieter, nur zwei offene Felder. Welcher Anbieter in welcher Sportart das tiefste Wettprogramm hat, welches Bonus-Angebot die geringsten Umsatzbedingungen verlangt, oder wer die schnellste Auszahlung bietet – das steht nicht in der Whitelist. Die Tabelle beantwortet die Frage „Darf dieser Anbieter in Deutschland Sportwetten anbieten?“, und sie beantwortet sie ausschließlich. Wer mehr wissen will, muss in die AGB oder auf die Anbieter-Website gehen. Im folgenden Abschnitt sind die zehn Anbieter einzeln aufgeführt.

VBet: Lizenzierter Neuzugang mit breitem Wettprogramm

VBet wird in Deutschland von der SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, betrieben und führt seit dem 5. Dezember 2023 eine Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist. Der Anbieter gehört damit zu den jüngeren Lizenznehmern und musste die deutsche Regulierung von Beginn an einhalten – was sich am ehesten bei der Teilnahme an OASIS und LUGAS zeigt.

Wer VBet wählt, bekommt einen Anbieter, dessen Programmstruktur auf Fußball und Turniere ausgerichtet ist. Über das Afrika-Cup-Programm selbst macht die Whitelist keine Aussage; das ist eine Frage der Saisonalität und der Katalogpflege. Das Vertriebsgebiet ist Deutschland, Die Erlaubnis gilt ausschließlich für die Marke VBet – andere Domains, die unter dem Markennamen laufen, sind nicht automatisch abgedeckt.

Vorteile für den Wetter: Die Kombination aus Fußball-Fokus und junger Lizenz bedeutet ein Wettprogramm, das ohne Altlasten aus der Zeit vor 2021 auskommt. Vor allem die Live-Wetten profitieren davon, dass die GGL-Regeln zu Live-Märkten erst seit Inkrafttreten des GlüStV 2021 einheitlich gelten. Wer mit einem Konto bei einem der älteren Anbieter geliebäugelt hat, weil er dort bereits Spieler ist, findet bei VBet einen Anbieter, der den Regeln von Anfang an folgt.

Was die Whitelist nicht verrät: Wie VBet die Wettsteuer weiterreicht – ob die 5,3 % von der Quote abgezogen oder vom Auszahlungsbetrag einbehalten werden, legt der Anbieter in seinen Bedingungen fest. Wer das wissen will, liest die Wettsteuer-Regelung auf der Website. Wer nicht weiß, was die Wettsteuer ist, dem hilft das Wissen darum erst dann, wenn er eine konkrete Wette platziert.

Betway: Etablierte Marke mit Cash-Out und Wettkonfigurator+

Betway wird in Deutschland von der Betway Limited betrieben und ist seit dem 9. März 2021 auf der GGL-Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt. Eine Folgeerlaubnis wurde am 23. Dezember 2022 erteilt. Der Anbieter gehört damit zu den ersten Lizenznehmern der neuen Regulierung.

Wer bei Betway ein Konto führt, bekommt eine App, in der Cash-Out als feste Funktion angeboten wird – das grüne Symbol unter „Meine Wetten“ zeigt an, dass ein vorzeitiger Ausstieg möglich ist, entweder für die gesamte Wette oder einen Teil davon. Dazu kommt der Wettkonfigurator für Fußballspiele, dessen Variante Konfigurator+ Auswahlen aus verschiedenen Partien miteinander kombiniert. Beide Funktionen sind in der App-Beschreibung des Anbieters dokumentiert.

Das Programm deckt die großen europäischen Ligen ab; wie tief das Afrika-Cup-Programm ist, hängt davon ab, wie stark der Anbieter den afrikanischen Markt in sein Wettangebot aufnimmt. Eine Aussage dazu lässt sich aus der Whitelist nicht ableiten – sie zeigt nur die Erlaubnis, nicht das Programm. Wer Afrika-Cup-Wetten platzieren will, prüft das Wettprogramm auf der Anbieter-Website, sobald die Qualifikation läuft.

Was den Anbieter für Einsteiger interessant macht: Konfigurator+ ist mehr als eine Spielerei, weil er Kombiwetten über mehrere Spiele hinweg erlaubt, was bei wenigen Wettanbietern in dieser Form angeboten wird. Wer den Afrika-Cup als Testlauf für Turnier-Kombiwetten nutzen will, hat hier eine Möglichkeit, mehrere Spiele in einem Wettschein zu kombinieren. Wer dagegen lieber Einzelwetten platziert, braucht den Konfigurator nicht – und spart sich die geringere Trefferwahrscheinlichkeit, die jede Kombiwette mit sich bringt.

ODDSET: Deutscher Anbieter mit langer Tradition

ODDSET wird in Deutschland von der ODDSET Sportwetten GmbH betrieben – einem der wenigen Anbieter im Vergleich mit deutschem Veranstalter. Die Erlaubnis wurde am 18. November 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 15. Dezember 2022 durch das Regierungspräsidium Darmstadt. Die Aufsicht führt die GGL in Halle (Saale).

Wer ODDSET wählt, setzt auf einen Anbieter, der ohne Malta- oder Gibraltar-Holding direkt in Deutschland verankert ist. Das ist selten und für Spieler relevant, die wissen wollen, an welchen Rechtsraum sie sich vertraglich binden. Die Erlaubnis umfasst sowohl Online- als auch stationären Vertrieb, was den Anbieter besonders für diejenigen interessant macht, die sowohl am Laptop als auch an der Ladenkasse wetten.

Welche Märkte ODDSET im Afrika-Cup-Programm anbietet, verrät die Whitelist nicht; das hängt von der Programmstruktur ab. Was sich aus dem Status ableiten lässt, ist die Sorgfalt bei der Regulierung: Eine Folgeerlaubnis 2022 nach der Ersterteilung 2020 deutet darauf hin, dass der Anbieter die Anforderungen des neuen GlüStV ohne größere Reibung erfüllt hat. Wer mit einem deutschen Veranstalter wetten will, findet hier den seltenen Fall einer Inhaberin mit Sitz in Deutschland.

Der Haken: Wer nicht ohnehin in einem ODDSET-Laden spielt, hat keinen Anreiz, ein neues Konto nur für Afrika-Cup-Wetten zu eröffnen – außer der Situiertheit selbst. Das Programm ist breit genug, aber die Stärke des Anbieters liegt eher im deutschen Fußball- und Losmarkt als im internationalen Turnierbetrieb.

bet365: Größter Name der Branche mit langer deutscher Lizenz

bet365 wird in Deutschland von der Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, betrieben und führt seit dem 9. Oktober 2020 eine Sportwetten-Erlaubnis. Eine Folgeerlaubnis wurde am 27. Dezember 2022 erteilt. Der Anbieter gehört zu den ersten Lizenznehmern der neuen Regulierung und ist auch im deutschsprachigen Raum einer der bekanntesten Namen der Online-Wettbranche.

Was bet365 von vielen anderen Anbietern unterscheidet, ist die Programmbreite über fast alle relevanten Sportarten und Ligen hinweg. Das Afrika-Cup-Programm gehört seit Jahren zum Standardrepertoire; wie es im konkreten Fall aussieht, hängt davon ab, wie der Anbieter seine Quotenmodelle auf den afrikanischen Fußball kalibriert. Wetten auf Gruppensieger, Turniersieger, einzelnen Spielausgang und Spezialmärkte sind in den meisten Fällen verfügbar – das deckt sich mit der Marktstellung des Anbieters, nicht mit einer Aussage der Whitelist.

Wer mit bet365 spielt, sollte die Wettsteuer-Regelung des Anbieters kennen: Sie wird, branchenüblich, an den Spieler weitergegeben – aber ob das durch eine Reduktion der Quote oder durch Abzug vom Auszahlungsbetrag geschieht, legt der Anbieter fest und ändert sich nicht durch die Lizenz. Wer das übersieht, wettet gegen eine Quote, die er nicht vollständig verstanden hat. Wer es verstanden hat, hat einen Vorteil, der nichts mit Insiderwissen zu tun hat – nur mit Lesen.

Das Programm ist groß, der Kundenservice umfassend; wer mit Afrika-Cup-Wetten ernsthaft experimentieren will, stößt selten an eine Wand. Wer ein unkompliziertes Konto sucht, das über eine Turnierperiode hinweg mehrere Märkte abdeckt, liegt hier richtig.

AdmiralBet: Längste Folgeerlaubnis-Serie im Vergleich

AdmiralBet wird in Deutschland von der Greentube Betting Malta Limited betrieben und ist mit einer ersten Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 auf der GGL-Whitelist. Eine Folgeerlaubnis folgte am 13. Dezember 2022, eine weitere am 29. Juli 2024. Drei aufeinanderfolgende Erlaubnisse sind in der Branche selten und zeigen ein laufendes Engagement im deutschen Markt.

Wer sich die Folgeerlaubnis-Serie ansieht, sieht einen Anbieter, der seine Compliance-Abteilung im Griff hat: Die GGL verlängert Erlaubnisse nicht automatisch, sondern prüft, ob die Anforderungen aus dem GlüStV weiter erfüllt werden. Eine Folgeerlaubnis drei Mal in Folge zu erhalten, ohne dass die GGL Anlass zu einer Aussetzung hatte, ist ein Indiz für eine intakte Verwaltung. Wer darauf Wert legt, findet hier den passenden Anbieter.

Das Sportwetten-Programm von AdmiralBet teilt sich die Plattform mit dem Slots-Angebot unter einer separaten Domain – das ist regulatorisch nötig, weil es für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de eine eigene Erlaubnis seit dem 28. September 2022 gibt. Wer Casino-Spiele und Sportwetten auf demselben Konto möchte, muss zwischen Domains wechseln oder beim Anbieter prüfen, ob es eine Single-Wallet-Lösung gibt.

Für Afrika-Cup-Wetten heißt das: Das Sportprogramm ist solide, im Detail aber erst durch Blick in das aktuelle Wettprogramm zu beurteilen. Wer das Turnier als Hauptanlass für ein Konto nimmt, sollte das aktuelle Sportwetten-Angebot prüfen, bevor er sich registriert. Wer ohnehin plant, bei dem Anbieter zu bleiben, hat mit der mehrfachen Folgeerlaubnis ein gutes Argument für die Lizenz.

Tiptorro: Anbieter mit deutschem Bezug über eine maltesische Struktur

Tiptorro wird in Deutschland von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta betrieben und führt seit dem 30. Juni 2021 eine Sportwetten-Erlaubnis. Eine Folgeerlaubnis wurde am 27. Dezember 2022 erteilt. Auf der App-Beschreibung im App Store beschreibt sich die Inhaberin als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL – eine Selbstbeschreibung, die mit der Whitelist übereinstimmt.

Der Markenname „Tiptorro“ spielt erkennbar auf den deutschen Wettanbieter Tipico an, ohne mit diesem identisch zu sein. Wer nach dem Branding sucht, sollte genau hinsehen: Die Domains und die Lizenz-Inhaberinnen unterscheiden sich deutlich. Die Whitelist führt den Anbieter unter dem Markennamen Tiptorro; wer auf einer anderen Domain landet, ist möglicherweise auf einer Marke außerhalb des deutschen Erlaubnisbereichs.

Tiptorro bietet das, was deutsch lizenzierte Anbieter üblicherweise bieten: ein Sportwetten-Programm mit Fußball als Schwerpunkt, Live-Wetten, ein Quotensystem innerhalb der GGL-Vorgaben. Wie sich das Afrika-Cup-Programm darstellt, hängt davon ab, ob der Anbieter den afrikanischen Markt in sein Wettangebot aufnimmt. Bei einer Hauptmarke im deutschen Fußball konzentriert sich das Angebot tendenziell stärker auf Bundesliga und Champions League als auf kontinentale Turniere.

Wer hier spielt, sollte sich wie bei allen Anbietern das aktuelle Sportwetten-Programm ansehen. Die Erlaubnis beantwortet die Frage nach der Legalität, nicht die Frage nach der Verfügbarkeit eines konkreten Marktes.

Sportingbet: Anbieter mit Konfigurator+ und breitem Programm

Sportingbet wird in Deutschland von der Sportingbet (Deutschland) Limited mit Sitz in Malta betrieben und führt seit dem 9. Oktober 2020 eine Sportwetten-Erlaubnis. Eine Folgeerlaubnis wurde am 21. Dezember 2022 erteilt. Das Wettangebot umfasst einen „Konfigurator+“ für Kombiwetten, Live-Wetten und mehrere Sportarten – neben Fußball auch Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.

Wer vielseitig wetten will, ist hier richtig: Die sieben genannten Sportarten decken das Standardrepertoire eines europäischen Wettanbieters ab. Der Konfigurator+ ist mehr als ein Add-On, weil er Kombiwetten aus verschiedenen Sportarten und Ligen zusammenstellt. Für Afrika-Cup-Wetten bedeutet das: Einzelne Märkte wie Sieger, Toranzahl oder Handicap sind verfügbar; wie das Turnier programmatisch abgebildet wird, hängt von der Saisonalität ab und davon, wie stark der Anbieter das afrikanische Turnier in sein Portfolio aufnimmt.

Wer die Quotenmodelle mit anderen Anbietern vergleichen will, hat bei Sportingbet ein breiteres Sportangebot als bei vielen Mitbewerbern. Wer sich auf Fußball konzentriert, findet den Konfigurator+ ohnehin nur als Hilfsmittel für Kombiwetten, nicht als eigenständigen Mehrwert.

888sport: Anbieter unter einer börsennotierten Holding

888sport wird in Deutschland von der 888 Germany Limited betrieben und führt seit dem 30. Juni 2021 eine Sportwetten-Erlaubnis. Eine Folgeerlaubnis wurde am 15. Dezember 2022 erteilt. Die Konzernmutter 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert – ein Aspekt, der bei börsennotierten Anbietern selten ins Gewicht fällt, aber selten schadet.

Der Vorteil einer börsennotierten Mutter liegt in der Transparenz der Bilanzen und in der Pflicht zur Einhaltung börsenrechtlicher Anforderungen. Wer sich für die finanzielle Stabilität eines Anbieters interessiert, hat bei 888sport einen leichteren Zugriff auf entsprechende Daten als bei vielen nicht börsennotierten Konkurrenten. Was das Programm angeht, folgt 888sport dem üblichen Muster: Fußball als Schwerpunkt, andere Sportarten als Ergänzung.

Die Lizenzhistorie – Ersterteilung 2021, Folgeerlaubnis 2022 – entspricht dem Branchenschnitt. Wer danach fragt, ob 888sport in Deutschland eine sichere Wahl ist, bekommt dieselbe Antwort wie bei jedem anderen lizenzierten Anbieter: ja, nach Maßgabe der GGL-Whitelist. Wer eine spezifische Frage zur Quote oder zum Afrika-Cup-Programm hat, prüft das Wettprogramm des Anbieters.

DAZN Bet: Junger Anbieter unter dem Sportstreaming-Markennamen

DAZN Bet wird in Deutschland von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta, betrieben und führt seit dem 22. August 2023 eine Sportwetten-Erlaubnis. Der Anbieter gehört zu den jüngeren Lizenznehmern und ist mit dem Sportstreaming-Angebot von DAZN assoziiert; die gemeinsame Marke verweist auf Kooperationen, nicht auf eine einzige Plattform.

Wer bei DAZN Bet ein Konto führt, kann mit Verknüpfungen zum DAZN-Streamingangebot rechnen – genaue Konditionen legt der Anbieter fest. Was das Afrika-Cup-Programm angeht, ist der Anbieter zu jung, um eine dokumentierte Historie zu haben; die Erlaubnis seit August 2023 gibt nur Auskunft über die Legalität, nicht über die Programmqualität.

Der Vorteil einer jungen Lizenz liegt darin, dass der Anbieter seine Plattform von Beginn an nach den Regeln des GlüStV 2021 gebaut hat – keine Legacy-Probleme aus der Phase vor der Regulierung. Wer ein Konto sucht, das nach den heutigen Standards läuft, hat hier einen Kandidaten, der nicht erst umgebaut werden musste.

Der Nachteil: Wer mehr als zwei Jahre Erfahrung mit einem Anbieter sammeln will, hat bei DAZN Bet wenig Historie. Wer ein begrenztes Spielverhalten hat, sollte das vor der Registrierung mit dem GGL-Limitdatei-System abgleichen, um später keine Überraschung zu erleben.

Interwetten: Ältester Anbieter im Vergleich mit lizenzierter Erlaubnis

Interwetten wird in Deutschland von der Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta, betrieben und ist seit dem 2. November 2020 auf der GGL-Whitelist. Die Erlaubnis ist neben der von AdmiralBet und bet365 eine der ersten der neuen Regulierung. Interwetten gehört zu den ältesten Namen der europäischen Online-Wettbranche und hat die deutsche Regulierung früh umgesetzt.

Wer einen Anbieter mit langer Geschichte sucht, ist hier richtig: Interwetten ist nicht neu im Markt, sondern schon in den späten 1990er Jahren in Österreich gestartet und hat sich in den 2000er Jahren internationalisiert. Die deutsche Lizenz seit 2020 macht den Anbieter für deutsche Spieler legal nutzbar – und gibt den älteren Markennamen einen Platz auf der Whitelist.

Das Programm folgt dem üblichen Muster europäischer Wettanbieter: Fußball als Schwerpunkt, dazu Tennis, Basketball und weitere Sportarten. Wie tief das Afrika-Cup-Programm ist, hängt vom Anbieter ab, nicht von der Lizenz.

Wer ein Konto sucht, das einen Anbieter mit dokumentierter Historie und deutsch lizenzierter Erlaubnis verbindet, hat bei Interwetten einen interessanten Kandidaten. Wer dagegen ein Bonusprogramm oder eine quotenseitige Besonderheit sucht, prüft das Wettprogramm und die Bonusbedingungen auf der Anbieter-Website.

Wer in Deutschland Sportwetten anbietet, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), die in Halle an der Saale sitzt und seit dem 1. Juli 2021 die Aufsicht führt. Das Regelwerk ist der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021), der die bundesweite Erlaubnis für Online-Sportwetten in § 9a Abs. 1 Nr. 3 verankert. Die GGL führt die Whitelist nach § 9 Abs. 8, in der alle Anbieter mit gültiger Erlaubnis stehen. Wer auf dieser Liste steht, darf in Deutschland Sportwetten anbieten; wer nicht auf dieser Liste steht, nicht. Eine Whitelist-Abfrage ist die einzige zuverlässige Methode, um die Legalität eines Anbieters zu prüfen.

Zum Stand vom 2. Oktober 2026 führt die Whitelist 30 Einträge – 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Inhaber ausschließlich für Pferdewetten. Jede gelistete Domain endet auf .de; eine .de-Domain allein beweist allerdings nichts, weil die Domain auch ohne Erlaubnis registriert sein kann. Nur die Whitelist selbst gibt Auskunft. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, eine Folgeerlaubnis weitere fünf Jahre. Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum – was eine Erlaubnis implizit zu einem laufenden Status macht, bis die GGL sie widerruft.

Was die Lizenz erlaubt – und was sie ausschließt

Was gewettet werden darf, regelt § 21 GlüStV: Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon, Einzel- und Kombinationswetten. Welche konkreten Wettarten ein Anbieter anbieten darf, legt die GGL im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 fest. Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 nur auf das Endergebnis oder auf klar abgegrenzte Komponenten eines laufenden Spiels erlaubt: Nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja; nächster Punkt im Tennis, nächster Korb im Basketball nein – diese Komponenten sind zu kleinteilig, um als Wette zugelassen zu werden. Auch bei der Live-Wette gilt: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt, ein Echtzeit-Cashout ist regulatorisch nicht festgelegt – was einzelne Anbieter anbieten, ist deren eigene Mechanik.

Was nicht erlaubt ist: Wetten auf Ereignisse mit hauptsächlich Minderjährigen oder Amateuren – die GGL-Praxis sieht Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport. Manipulationanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ausgeschlossen. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Esports ist nach GGL-Position kein Sport; lizenzierte Esports-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Virtuelle Sportwetten sind nicht etabliert; was ein Anbieter als virtuelle Sportwetten anbietet, fällt nicht unter die Sportwetten-Erlaubnis.

Spielerschutz: Drei Mechanismen, die zusammen wirken

Die drei Schutzmechanismen des deutschen Glücksspielrechts greifen an unterschiedlichen Stellen: das Einzahlungslimit, das Sperrsystem OASIS und die parallel Spiel-Überwachung LUGAS.

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg – durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf für einzelne Spieler ein höheres Limit festlegen, maximal 10.000 €, in Ausnahmefällen bis 30.000 €, höchstens für ein Prozent seiner aktiven Spieler – vorausgesetzt, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist nachgewiesen, eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung des Limits wird sofort wirksam, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Wer sein Limit mitten im Turnier erhöhen will, wartet also mindestens eine Woche.

OASIS nach §§ 8, 8a GlüStV ist die zentrale Sperrdatei für spielsuchtgefährdete Personen. Die Abfrage läuft bei Registrierung und bei jedem Login. Eine Selbstaussperrung dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Eine OASIS-Sperre gilt für alle Anbieter gleichzeitig; wer versucht, sich über einen zweiten Anbieter zu umgehen, wird bei der Registrierung oder beim Login abgewiesen. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, ohne Antrag und ohne Beratung.

LUGAS trägt zwei Funktionen: die Limitdatei zur Durchsetzung des Einzahlungslimits und die Aktivitätsdatei zur Erkennung parallelen Spiels nach § 6h GlüStV. Paralleles Spiel auf mehreren Konten ist verboten – wer parallel spielt, wird in der Aktivitätsdatei erkannt. Was passiert, wenn ein Spieler erwischt wird, regelt der GlüStV nicht explizit; in der Praxis bedeutet das mindestens eine Kontoschließung.

Verifizierung und Zahlungen: Der Weg zum Konto

Eine Erlaubnis nach dem GlüStV 2021 verlangt eine vollständige Identitätsprüfung nach § 6a vor der ersten Auszahlung. Bis die Verifizierung abgeschlossen ist, darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen zulassen – eine Schutzphase, die verhindert, dass mit gestohlenen Daten gespielt wird.

Zahlungen sind nach § 6b Abs. 4 nur von einem Zahlungskonto erlaubt, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen – was Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten Bereich fernhält. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Sache und nur aus dessen Bedingungen abzuleiten.

Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Restguthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7). Wer ein Konto schließt, weil er mit Afrika-Cup-Wetten pausieren will, hat einen Anspruch auf diese Auszahlung – ohne Wenn und Aber.

Werbung, Bonus, Steuer: Die ökonomische Seite

Werbung für Glücksspiel ist nach § 5 Abs. 7 GlüStV nur Erlaubnisinhabern gestattet. Für Sportwetten gilt kein Werbezeitfenster wie für Slots und Online-Casino – aber wer für eine Wetten wirbt, die während der Live-Übertragung desselben Senders stattfindet, hat gegen das Werbeverbot verstoßen. Werbung mit aktiven Sportlern und Amtsträgern ist verboten. Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz ist untersagt (§ 5 Abs. 3, 6). Die Werberegeln zielen darauf, die Werbung vom Sportereignis selbst zu trennen – was bei Afrika-Cup-Spielen bedeutet, dass TV-Sender, die ein Spiel übertragen, nicht unmittelbar vor oder während der Übertragung für Wetten auf dasselbe Spiel werben dürfen.

Bonuszahlungen sind im GlüStV nicht normiert. Es gibt keine gesetzliche Obergrenze für einen Bonus und keine Pflicht zu bestimmten Umsatzbedingungen – was Anbieter anbieten, regeln sie in ihren AGB. Wer einen Bonus annimmt, sollte die Umsatzbedingungen lesen, einschließlich Mindestquote, Umsatzfaktor und Frist. Wer die Bedingungen nicht liest, läuft Gefahr, einen Bonus anzunehmen, der sich nicht auszahlen lässt.

Die Wettsteuer ist mit §§ 16-25 RennwLottG normiert: 5,3 % auf den Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“, was ungefähr 5,03 % des eingesetzten Betrags entspricht. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, ist dessen Entscheidung – in den meisten Fällen wird sie über eine Reduktion der Quote oder einen Abzug vom Auszahlungsbetrag weitergegeben. Steuer entrichten macht keine Lizenz: Die Wettsteuer zahlt auch ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis, wenn er sich an die deutsche Steuerpflicht hält; die Lizenz muss trotzdem über die Whitelist laufen.

Offshore: Was ohne deutsche Erlaubnis bleibt

Ein Anbieter mit Sitz in Curaçao, Anjouan oder Malta, der nicht auf der GGL-Whitelist steht, hat in Deutschland keine Erlaubnis. Er unterliegt nicht den Regeln zu OASIS, LUGAS und Einzahlungslimit – was den Werbeversprechen von „höheren Limits“ und „weniger Bürokratie“ entspricht, aber den Spielerschutz vollständig wegnimmt. Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, hat keine deutsche Anlaufstelle bei Streit, und eine zivilrechtliche Rückforderung ist mit Aufwand verbunden. Die GGL warnt vor illegalen Angeboten – die Warnung vom 17. September 2026 nannte explizit Anbieter wie Platincasino.

Die strafrechtliche Seite: Wer in Deutschland unerlaubte Glücksspiele organisiert, macht sich nach § 284 StGB strafbar – bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Wer dafür wirbt, nach § 284 auch, milder, bis zu einem Jahr. Wer als Spieler teilnimmt, macht sich nach § 285 StGB strafbar, bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind allerdings nicht etabliert – weder ein Freifahrtschein noch ein Drohszenario, mit dem sich Strafverfolger profilieren könnten.

Was zivilrechtlich möglich ist: Spieler haben in mehreren Fällen vor deutschen Gerichten Erstattungen verlorener Einsätze von Anbietern ohne deutsche Erlaubnis erstritten. Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt (Az. I ZR 90/23), ob die EU-Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht – im konkreten Fall geht es um die Rückforderung von mehr als 3.700 € aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 an Tipico. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich, nicht lizenzierte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten – mit Ausnahme, wenn die Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht nicht durchzusetzen. Das Urteil steht noch aus.

Häufige Fragen

Findet 2026 ein Afrika-Cup statt oder bezieht sich das Jahr im Suchbegriff auf eine andere Ausgabe?

Im Jahr 2026 selbst findet keine Ausgabe des Afrika-Cups statt. Die letzte Ausgabe fand im Winter 2025/26 in Marokko statt; die nächste folgt vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda. Wer „Afrika-Cup Wetten 2026“ eingibt, sucht typischerweise nach Wetten auf die kommende Ausgabe 2027 oder nach Langzeitwetten, die auf das Turnier angeboten werden.

Wo soll der Afrika-Cup 2027 stattfinden, und welche Länder sind beteiligt?

Die Ausgabe 2027 wird in Kenia, Tansania und Uganda ausgetragen – das erste Mal in der Geschichte des Turniers mit drei Gastgeberländern gleichzeitig. 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet; der Spielplan und der Qualifikationsmodus stehen zu Redaktionsschluss noch nicht abschließend fest.

Welche Wettarten sind bei einem Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-System üblich?

Üblich sind Einzelwetten auf den Ausgang eines Spiels (1X2), Wetten auf den Gruppensieger und auf den Turniersieger sowie Märkte auf Torschützenkönig und Anzahl Tore. Live-Wetten sind nur auf das Endergebnis oder klar abgegrenzte Komponenten erlaubt, etwa das nächste Tor im Fußball oder den nächsten Satz im Tennis. Welche Wettarten ein Anbieter konkret anbietet, hängt vom Wettprogramm ab, das auf der Anbieter-Website einsehbar ist.

Zählt bei Wetten auf K.-o.-Spiele die Verlängerung, und wie gehen Anbieter mit Elfmeterschießen um?

Bei Siegerwetten auf einzelne K.-o.-Spiele kommt es auf die Regelung des Anbieters an, ob das Ergebnis nach 90 Minuten zählt oder nach Verlängerung und Elfmeterschießen. Bei Turniersieger-Wetten zählt, wer am Ende die Trophäe hält, unabhängig vom Weg. Bei Märkten auf das exakte Ergebnis endet die Wette in der Regel nach 90 Minuten – Elfmeterschießen werden separat ausgewertet. Wer die Bedingung nicht kennt, prüft sie vor der Wettabgabe in den Wettbedingungen des Anbieters.

Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter für Afrika-Cup-Wetten eine deutsche Erlaubnis hat?

Die einzige zuverlässige Methode ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), die auf der Behörden-Website einsehbar ist. Wer dort mit Domain und Inhaberin gelistet ist, hat eine Erlaubnis; wer nicht gelistet ist, hat keine. Zum Stand vom 2. Oktober 2026 führt die Whitelist 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis – eine vollständige Liste ist über die GGL abrufbar, nicht über eine Drittquelle.

Wie viel bleibt von einem Gewinn nach der Sportwettensteuer übrig?

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf den Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“, was ungefähr 5,03 % des eingesetzten Betrags entspricht. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler; wie sie an den Spieler weitergegeben wird, legt der Anbieter in seinen Bedingungen fest. Bei einer Auszahlung von 100 € brutto kann der Nettobetrag je nach Anbieter zwischen etwa 94,97 € und 100 € liegen – eine Spanne, die je nach Modell unterschiedlich ausfällt.

Inhalt erstellt vom Team «wettauszahlung»