Online auf MMA wetten 2026: was Anbieter mit deutscher Erlaubnis leisten und was sie kosten
Ladevorgang...
Wer in Deutschland auf Kämpfe im Oktagon wetten will, muss die Frage nach der Sportart von der nach dem Anbieter trennen. Mixed Martial Arts ist nicht das Problem. Was über Legalität, Spielerschutz und Zahlungswege entscheidet, ist allein, ob der Veranstalter eine deutsche Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder besitzt. Diese Erlaubnis steht auf der Whitelist, sie gilt pro Domain, und sie bestimmt, welche Bonusregeln, welche Livewetten und welche Zahlungsmittel überhaupt auf den Wettschein dürfen. Was das in 2026 konkret bedeutet, welche zehn GGL-lizenzierten Anbieter das MMA-Programm führen und was ein Willkommensbonus in den Bedingungen tatsächlich kostet, steht in den folgenden Abschnitten.

Datenstand: Oktober 16, 2026 – geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.
Was MMA-Wetten in Deutschland sind und woran sie gemessen werden
Mixed Martial Arts verbindet Schlag-, Tritt-, Clinch- und Bodenkampf aus verschiedenen Disziplinen unter einem Regelwerk. Die heute maßgeblichen Unified Rules of Mixed Martial Arts stammen vom New Jersey Athletic Control Board und werden von vielen US-Staaten und Veranstaltern übernommen. Der populärste Verband ist die Ultimate Fighting Championship, gegründet 1993, mit Sitz in Las Vegas. Ein UFC-Kampf endet durch Aufgabe, Knockout, technischen Knockout, Kampfrichterentscheidung, Disqualifikation des Gegners oder Forfeit; auch ein Unentschieden ist möglich. Punkte werden nach den Unified Rules von drei Kampfrichtern pro Runde verteilt – der Rundengewinner bekommt 10 Punkte, der Verlierer 9 oder weniger, bei ausgeglichenen Runden dürfen an beide 10 Punkte gehen.

Die Wiege des modernen MMA-Sports ist Denver, wo am 12. November 1993 die erste UFC-Veranstaltung stattfand. Heute kämpft die UFC in einem Oktagon von 9,75 m Durchmesser, das statt Ringseilen von einem Maschendrahtzaun begrenzt wird. Eine Runde dauert fünf Minuten, die Pause eine Minute. Ein regulärer Kampf geht über drei Runden, ein Titelkampf über fünf. Gewichtsklassen reichen derzeit von Strohgewicht bis Schwergewicht, die Klasse über 120 kg ist nicht besetzt.
Wer in Deutschland auf diese Kämpfe wettet, betritt damit nicht eine Sonderrechtswelt. Die gleichen Regeln, die für Fußball, Tennis oder Basketball gelten, gelten auch für MMA: Es braucht eine deutsche Erlaubnis des Veranstalters, und es gelten dieselben Schutzmechanismen. Was MMA von anderen Sportarten abhebt, ist nicht die Lizenzfrage, sondern die Wettstruktur. Die meisten Märkte sind Zwei-Wege-Märkte (Sieger ja/nein, Über/Unter Runden), die Quoten schwanken stärker als im Fußball, weil ein einzelner Schlag das Duell entscheiden kann, und die Unterbrechungen für ärztliche Checks oder Kampfrichter-Stopps verzerren Livewetten mehr, als es Tennis oder Fußball tun.
Die folgenden Abschnitte ordnen das ein: Welche Märkte MMA-Wetten haben, wie die Quoten rechnen, was die deutsche Erlaubnis tatsächlich prüft und was sie ausschließt, welche Bonusregeln gelten und welche zehn Anbieter auf der Whitelist derzeit für MMA in Frage kommen.
Was eine MMA-Wette kostet: Marge, Auszahlung, Kombiwette
Jede Wettquote enthält eine Marge des Buchmachers. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1,90 auf beiden Seiten ergibt sich die Auszahlungsquote als Kehrwert der Summe der Einzelkehrwerte: 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ 1,0526 = 0,95, also 95 %. Der Buchmacher behält 5 % als Marge. Bei einer Quote 1,80 / 2,00 sinkt die Auszahlungsquote: 1 ÷ (1/1,80 + 1/2,00) = 1 ÷ (0,5556 + 0,5000) = 1 ÷ 1,0556 = 0,9474, also 94,74 %, die Marge steigt auf 5,26 %.
Für den Einsatz heißt das: 100 € auf 1,90 bringen 190 € zurück (90 € Nettogewinn), wenn die Wette gewinnt. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine. Wer zwei Siege à 1,90 kombiniert, sieht 3,61 als Gesamtquote; 100 € Einsatz zahlen bei einem Treffer 361 € aus. Das Risiko vervielfacht sich im selben Verhältnis, denn beide Beine müssen sitzen. Auf der Marge sitzt der Vorteil des Anbieters, und der schrumpft nicht dadurch, dass ein Leser die Quote „sicher“ einschätzt.
Welche Wetttypen MMA-Anbieter führen
Bei GGL-lizenzierten Buchmachern umfasst das MMA-Programm üblicherweise:
- Sieger-Wette (Moneyline). Wer gewinnt den Kampf? Bei Unentschieden als möglichem Ausgang sind Drei-Wege-Märkte seltener; viele Anbieter listen nur die zwei Kämpfer.
- Methode des Sieges. Sieg durch KO/TKO, durch Aufgabe oder durch Entscheidung. Teilweise als Kombimärkte (Sieg in Runde 1 via KO).
- Rundenwetten. Sieg in Runde 1, 2, 3 (oder in den Runden 4 und 5 bei Titelkämpfen), Über/Unter zur Rundenzahl, „Geht der Kampf über die Hälfte der geplanten Runden?“
- Live-Wetten. Während des Kampfes, allerdings in Deutschland auf das Endergebnis oder seltene Ereignisse begrenzt (dazu im Abschnitt zur Rechtslage mehr).
Die Verfügbarkeit der Märkte schwankt mit dem Kampfabend. Zwischen Events verschwinden viele Spezialmärkte aus dem Wettprogramm, weil kein Ereignis anliegt. Wer auf exotische Rundenwetten oder Methoden-Kombinationen setzen will, ist an den Spielplan großer Veranstalter wie UFC, Bellator oder Oktagon gebunden.
Die Rechtslage: nicht die Sportart, die Erlaubnis entscheidet
In Deutschland ist Sportwetten an eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder gebunden. Das steht in § 4 Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Wer ohne diese Erlaubnis Wetten anbietet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel. Die Sportart – Fußball, Tennis, MMA – spielt für die Erlaubnispflicht keine Rolle; maßgeblich ist allein, ob der Anbieter die Erlaubnis besitzt und auf der Whitelist steht.

Die Whitelist ist seit Juli 2021 das einzige Mittel, eine gültige deutsche Erlaubnis zu prüfen. Sie wird von der GGL in Halle (Saale) geführt und ist auf der Website der Behörde öffentlich einsehbar. Stand 2. Oktober 2026 listet sie 30 Einträge: 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, und drei weitere nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber die Endung .de allein beweist nichts – entscheidend ist, ob die Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis des jeweiligen Inhabers geführt wird.
Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre. Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung und mögliche Folgeerlaubnisse, kein Enddatum. Wer einen Anbieter prüft, schaut also auf die Domain und das Ausstellungsdatum der Erlaubnis. Die Folgeerlaubnis ersetzt die erste; sie ist keine zweite Lizenz neben der ersten, sondern die verlängerte. Für die zehn Anbieter im späteren Vergleich bedeutet das: Alle haben eine Erlaubnis, viele schon seit dem 9. Oktober 2020, dem Tag, an dem die ersten Whitelist-Erlaubnisse in Deutschland erteilt wurden.
Was die Erlaubnis tatsächlich prüft
Die GGL erteilt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV und überwacht den Markt nach § 28a. Eine Erlaubnis deckt nicht automatisch alle Produkte: Ein Veranstalter kann eine Erlaubnis für Sportwetten haben, eine separate für virtuelle Automatenspiele, eine für Online-Casinospiele oder eine für Pferdewetten. Wer auf MMA wetten will, prüft die Sportwetten-Erlaubnis. Slots oder Poker-Lizenzen sagen über das Sportwettenangebot nichts.
Die Erlaubnis ist an die Domain gebunden. Ein internationales Unternehmen, das in mehreren Ländern aktiv ist, braucht für jede Domain eine eigene Erlaubnis. Bet365 etwa tritt in Deutschland unter Bet365.de auf, die Erlaubnis deckt diese Domain. Wer auf einer anderen Domain desselben Konzerns spielt, ist nicht durch die deutsche Erlaubnis geschützt.
Spielerschutz, der nur für lizenzierte Anbieter gilt
Die Erlaubnis bindet den Anbieter an ein ganzes Bündel Schutzpflichten. Wer ohne Erlaubnis spielt, hat keinen dieser Schutzmechanismen.
Verifizierung und Konto: Ein Konto pro Anbieter, vollständige Identitätsprüfung nach § 6a. Vor der Verifizierung darf maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € gespielt werden, Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich.
Einzahlungslimit: Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg (§ 6c Abs. 1). Die Limitdatei LUGAS setzt das durch: Wer bei einem Anbieter einzahlt, sieht das Limit sofort reduziert. Anbieter dürfen für einzelne Spieler höhere Limits festlegen – bis 10.000 € bei nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % ihrer aktiven Spieler. Eine Selbsterklärung reicht nicht; es braucht einen Nachweis. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
Parallelspiel: Nach § 6h GlüStV ist gleichzeitiges Spielen bei mehreren Anbietern verboten. Die Aktivitätsdatei LUGAS registriert laufende Sitzungen; wer parallel spielt, verstößt gegen die Bedingungen.
OASIS: Die Spielersperrdatei (§§ 8, 8a) wird bei Registrierung und Login geprüft. Wer sich selbst sperren lässt, wählt eine Frist von mindestens drei Monaten; ohne Frist gilt mindestens ein Jahr. Eine Sperre in OASIS gilt für alle lizenzierten Anbieter gleichzeitig.
Panikbutton: § 6i Abs. 3 verpflichtet Anbieter zu einer Sofortsperre von 24 Stunden auf Knopfdruck. Nach Ablauf entscheidet der Spieler, ob die Sperre verlängert wird.
Zahlungen: § 6b Abs. 4 erlaubt nur Zahlungen von Konten, die auf den Namen des Spielers lauten, bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz. Anonyme Zahlungsmittel sind verboten. Das schließt Bitcoin, andere Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Produkte von lizenzierten deutschen Buchmachern aus – ein direkter Effekt für jeden, der online mit Bitcoin auf MMA wetten will.
Spielerguthaben: Liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben nach § 6b Abs. 6-7 innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt.
Die Wettsteuer
Die Sportwettensteuer ist in §§ 16-25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes geregelt. Sie beträgt 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ – rechnerisch etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 / 105,3). Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Kunden weitergibt, entscheidet jeder selbst. Einige Anbieter ziehen sie direkt vom Einsatz ab, andere schlagen sie auf die Quote, manche schlucken sie aus eigener Tasche. Der Wettschein zeigt, was beim konkreten Anbieter passiert; pauschal lässt sich das nicht sagen.
Was die Steuer für den Spieler bedeutet, hängt also vom Anbieter ab, nicht von der Quote. 5,3 % des Einsatzes minus Steuer sind das eine, der auf den Bruttoeinsatz aufgeschlagene Aufschlag das andere – beides wird in der Werbung gern vermischt. Wer wissen will, was eine Wette netto kostet, schaut in die AGB des Anbieters.
Werbung und Bonus
Werbung für Glücksspiel darf nach § 5 Abs. 7 GlüStV nur von Erlaubnisinhabern betrieben werden. Das Werbeverbot zwischen 6 und 21 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) betrifft Online-Casinospiele, Slots und Online-Poker – nicht Sportwetten. Für Sportwetten gelten eigene Regeln: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6).
Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus betragsmäßig begrenzt. Höhe, Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist kommen allein aus den AGB des Anbieters. Was dort steht, gilt; ein pauschaler gesetzlicher Mindestumsatz existiert nicht.
Offshore: warum Bitcoin-Anbieter in Deutschland keine Option sind
MMA-Wettanbieter ohne deutsche Erlaubnis, oft mit Lizenzen aus Curaçao, Anjouan oder Malta, bewerben Bitcoin-Zahlungen, hohe Einzahlungslimits und ein breiteres Livewettenangebot. In Deutschland ist das Angebot unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Die ausländische Lizenz hat hier keine Wirkung; die GGL warnt vor illegalen Angeboten und hat am 17. September 2026 explizit vor Anbietern wie Platincasino gewarnt, die mit deutschem Markt zu tun haben, ohne auf der Whitelist zu stehen.
Wer bei Offshore-Anbietern spielt, nutzt keine OASIS-Sperre, kein LUGAS-Einzahlungslimit und keinen Spielerschutz über ein deutsches Treuhandkonto. Die Rechtsdurchsetzung ist bei diesen Anbietern nicht gewährleistet. Zivilgerichte haben zwar in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt, doch die Rechtslage bleibt in Bewegung: Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer solchen Rückzahlungspflicht entgegensteht. Der Generalanwalt hielt in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) eine Rückzahlungspflicht grundsätzlich für möglich. Kein Urteil bietet jedoch eine Garantie für den Einzelfall, und die Verfahren, wie etwa die Forderung von über 3.700 € gegen Tipico für Verluste der Jahre 2013 bis 2018, sind noch offen.
Ehrliche Einordnung: Offshore bietet mehr Zahlungsfreiheit und weniger Limits, aber keinen Spielerschutz, keine deutsche Aufsicht und keine verlässliche Rechtsdurchsetzung. Die Whitelist schließt Bitcoin aus, sie setzt das 1.000-€-Limit und beschränkt Livewetten – das ist der Preis für die Lizenz.
Spielerschutz, der wirkt: OASIS, LUGAS und der Panikbutton
Wer in Deutschland mit deutscher Erlaubnis spielt, hat Anspruch auf Mechanismen, die bei Offshore-Anbietern fehlen. Drei verdienen besondere Aufmerksamkeit, weil sie die Fristen und Wege bestimmen, an denen Spieler ihre Sitzung unterbrechen oder beenden.
OASIS (Onlineabfrage Spielerstatus): Wird bei jeder Registrierung und bei jedem Login geprüft. Wer sich selbst sperrt, gibt eine Frist an; mindestens drei Monate bei kurzen Sperren, mindestens ein Jahr ohne Frist. Eine Aufhebung vor Fristablauf ist nicht möglich. Die Sperre gilt für alle lizenzierten Anbieter gleichzeitig.
LUGAS (Limitdatei und Aktivitätsdatei): Die Limitdatei führt das monatliche Einzahlungslimit über alle Anbieter. Wer bei Anbieter A 600 € eingezahlt hat, kann bei Anbieter B nur noch 400 € einzahlen, bis das Kalendermonat wechselt. Die Aktivitätsdatei registriert laufende Sitzungen und verhindert Parallelspiel.
Panikbutton: Eine Sofortsperre von 24 Stunden, ohne Begründung, ohne Widerruf. Nach Ablauf entscheidet der Spieler, ob er weiter spielt oder die Sperre verlängert.
Was diese Mechanismen für das MMA-Spiel bedeuten: Wer sich nach einer verlorenen Wette selbst sperren will, kann das sofort tun, und die Sperre hält. Wer ein höheres Limit braucht, muss wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen, und der Anbieter entscheidet, ob er das Limit anhebt. Erhöhungen greifen erst nach sieben Tagen; wer in einer emotionalen Phase gerade das Limit anhebt, hat die Wartezeit als Sicherheitsventil. Senkungen greifen sofort.
Für Spieler, die mit Bitcoin oder anonymen Prepaid-Produkten spielen wollen, ist OASIS nicht erreichbar: Die Mechanismen greifen nur, wenn der Anbieter auf der Whitelist steht und der Spieler sich identifiziert hat. Anonyme Zahlungsmittel und vollständige Spielersperre schließen sich aus.
Prognosen und Strategie: warum kein Tipp sicher ist
MMA-Ausgänge sind schwer vorherzusagen. Ein einzelner Schlag, ein Takedown oder ein Fehlgriff beim Versuch eines Würgegriffs kann den Kampf in Sekunden entscheiden. Statistiken helfen, aber die Stichprobe ist klein: Ein UFC-Kämpfer bestreitet zwei bis vier Kämpfe pro Jahr, oft gegen wechselnde Gegner. Wer aus fünf Kämpfen eines Kämpfers eine „Trefferquote“ ableitet, hat eine Datenbasis, die kleiner ist als die einer einzigen Bundesliga-Saison.
Was eine seriöse Prognose trägt: Kampfstil (Striker gegen Grappler), Reichweite, aktuelle Form, Verletzungen, Gewichtsschnitt, Trainingslager und Gewichtsklassen-Wechsel. Was sie nicht trägt: Bauchgefühl, Wettpsychologie und der Glaube an Muster, die statistisch nicht haltbar sind. Es gibt keine Strategie, die MMA-Ausgänge zuverlässig vorhersagt. Wer das Gegenteil behauptet, verkauft entweder Tipps oder Glück. Beides wird auf dieser Seite nicht empfohlen.
Was bleibt: Bankroll-Disziplin. Wer auf MMA wettet, setzt einen festen Anteil seines Wettbudgets pro Kampf, niemals mehr, und akzeptiert, dass auch eine Quote 1,30 in einem Fünf-Runden-Kampf verlieren kann. Das ist keine Strategie, die Gewinne verspricht, sondern eine, die Verluste begrenzt.
Wettquoten verstehen: vom Preis zur Auszahlung
Eine Wettquote ist keine Wahrscheinlichkeit, auch wenn sie oft so gelesen wird. Quote 2,00 bedeutet nicht „50 % Chance“, sondern „der Anbieter zahlt das Doppelte des Einsatzes zurück, wenn die Wette eingeht“. Dass die Quote implizit eine Wahrscheinlichkeit enthält, ist ein Nebeneffekt der Margenrechnung.
Die Marge, oft auch als „Buchmachermarge“ oder „Overround“ bezeichnet, ist der Anteil, den der Anbieter pro Markt einbehält. Bei einem ausgeglichenen Markt (zwei Kämpfer mit gleicher Siegchance) liegen beide Quoten knapp unter 2,00. Bei 1,90 / 1,90 ergibt sich, wie oben gerechnet, eine Auszahlungsquote von 95 % und eine Marge von 5 %. Bei 1,85 / 1,85 sinkt die Auszahlungsquote auf 92,6 %, die Marge steigt auf 7,4 %.
Für die Auszahlung: 100 € Einsatz auf Quote 1,90 bringen 190 € zurück, der Nettogewinn beträgt 90 €. Bei einer Kombiwette aus zwei Quoten à 1,90 ergibt sich eine Gesamtquote von 3,61, 100 € Einsatz zahlen 361 € bei einem Treffer. Im selben Verhältnis wächst das Risiko, denn beide Beine müssen sitzen. Bei einer Quote 5,00 auf einen Außenseitersieg bringen 20 € Einsatz 100 € zurück; der Nettogewinn von 80 € ist real, der Einsatz von 20 € verloren, wenn der Außenseiter verliert.
Wettrechner – im Artikel-Sprachgebrauch „Wettrechner MMA“ – setzen genau diese Multiplikationen und Kehrwertrechnungen um. Sie sind ein Werkzeug, um Einsatz und Auszahlung vor der Wette zu prüfen; sie verändern die Gewinnchance nicht.
Turniere, Spielplan und Livewetten
Wer auf MMA wetten will, ist an den Spielplan der großen Veranstalter gebunden. Die UFC ist der bekannteste Verband; daneben gibt es Bellator, Oktagon (europäisch ausgerichtet), PFL, ONE Championship und regionale Ligen. Die Häufigkeit der Events schwankt: Die UFC veranstaltet in 2026 wöchentlich Events, kleinere Verbände seltener. Wer regelmäßig auf Rundenwetten oder Methodenkombinationen setzen will, findet diese Märkte nur, wenn ein Event kurz bevorsteht. Zwischen den Events ist das Wettprogramm ausgedünnt.
Livewetten auf MMA sind in Deutschland nur eingeschränkt möglich. Die GGL erlaubt Livewetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste „seltene“ Ereignis. Im MMA entspricht das dem Kampfende; alles, was während des Kampfes passiert – der nächste Takedown, der nächste Clinch, der Wechsel in die Bodenlage – ist kein zugelassener Markt. Wer auf „nächster KO-Versuch“ oder „Wer gewinnt die nächste Runde?“ setzen will, findet das bei lizenzierten deutschen Anbietern nicht.
Was die Livewette bei lizenzierten Anbietern trotzdem leistet: Die Quote auf den Sieger kann sich während des Kampfes verändern, und wer kurz vor dem Ende auf den führenden Kämpfer setzt, sieht eine niedrigere Quote als vor dem Kampf. Das ist der verfügbare Live-Markt.
Die zehn GGL-lizenzierten Anbieter für MMA-Wetten in Deutschland
Die folgenden zehn Anbieter führen zum Stand 2. Oktober 2026 eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL und sind auf der Whitelist gelistet. Die Reihenfolge ist die Reihenfolge des Vergleichs, keine Rangordnung. Jeder Anbieter wird nach den Kriterien „Erlaubnis“, „Spielangebot“, „Quoten und Märkte“, „Besonderheiten“ und einem abschließenden Urteil beurteilt. Was die Tabelle zeigt: Wer die Erlaubnis hält und seit wann sie gilt.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Winamax | Whitelist – Sportwetten, Inhaber: WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 (Folgeerlaubnis 08.12.2022) |
| MERKUR BETS | Whitelist – Sportwetten, Inhaber: Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| bwin | Whitelist – Sportwetten, Inhaber: bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 23.12.2022) |
| NEO.bet | Whitelist – Sportwetten, Inhaber: Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022) |
| Wettarena | Whitelist – Sportwetten, Inhaber: I.B.C. Sportsbetting Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| Betano | Whitelist – Sportwetten, Inhaber: Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 (Folgeerlaubnis 16.12.2022) |
| AdmiralBet | Whitelist – Sportwetten, Inhaber: Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 13.12.2022, 29.07.2024) |
| bet365 | Whitelist – Sportwetten, Inhaber: Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
| Interwetten | Whitelist – Sportwetten, Inhaber: Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
| Tiptorro | Whitelist – Sportwetten, Inhaber: Torro Tec Limited | 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
Die Erlaubnis ist bei allen zehn Anbietern die gleiche – Sportwetten nach § 9 Abs. 8 GlüStV, ohne Enddatum auf der Whitelist. Was sie unterscheidet, ist das, was die Erlaubnis nicht regelt: das MMA-Programm, die Quotenstruktur, die Bonusregeln und die App.
Winamax
Winamax wirbt im Footer mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Ob die Studie MMA einschließt, ist aus der Werbung nicht ersichtlich; sie ist deshalb als Quotenindikator für andere Sportarten zu lesen, nicht für MMA. Das Livewetten-Angebot ist über Winamax TV sichtbar – Streams aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie, MLS, den Grand-Slam-Turnieren, allen ATP- und WTA-Turnieren sowie NBA und NFL; MMA-Streams sind dort nicht angekündigt. Die Erlaubnis gilt seit 29. Juni 2021, die Folgeerlaubnis seit 8. Dezember 2022.
Urteil: Wer einen Anbieter mit eigener Stream-Plattform und nachgewiesener Quotenstärke in den großen Ballsportarten sucht, findet hier ein ernsthaftes Angebot – mit dem Vorbehalt, dass die Quotenstudie nicht MMA abdeckt. Für reine MMA-Spieler, die nur auf Kämpfe wetten, ist die Stream-Plattform zweitrangig.
MERKUR BETS
Merkur Bets ist die Sportwetten-Marke der Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Die deutsche Sportwetten-Erlaubnis besteht seit 6. November 2023, ohne Folgeerlaubnis auf der Whitelist. Die Marke gehört zur Gauselmann-Gruppe, die in Deutschland vor allem für Spielhallen bekannt ist; der Sportwetten-Auftritt ist jünger als bei den Wettbewerbern mit Erlaubnis seit 2020. MMA-Märkte sind im Programm gelistet, das Ausmaß der Quoten und Sondermärkte schwankt mit dem Kampfabend.
Urteil: Ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis und einem Markenprofil, das Spielhallen-Kunden mit Sportwetten vertraut machen soll. Für Leser, die ein deutsches Markenvertrauen über alles andere setzen, eine ernsthafte Option. Wer die längste Whitelist-Historie sucht, wird anderswo fündig.
bwin
bwin gehört seit Langem zu den sichtbarsten Marken im europäischen Sportwettenmarkt. Die deutsche Erlaubnis läuft seit 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis seit 23. Dezember 2022. Die Marke bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, bietet ein Sportwettenprogramm, das Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey und weitere Disziplinen umfasst – MMA inklusive. Das Angebot an Runden- und Methodenmärkten im MMA-Bereich variiert je nach Event-Bedeutung. Cash Out und ein Konfigurator für Kombiwetten sind verfügbar.
Urteil: Eine etablierte Marke mit langer Whitelist-Historie und einem breiten Sportangebot, in dem MMA eine von vielen Disziplinen ist. Wer eine Allround-Plattform mit allen Sportarten sucht, liegt hier richtig; wer MMA-spezifische Spezialmärkte sucht, sollte vor dem Wettschein das Programm prüfen.
NEO.bet
NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben und gehört zu den frühen Whitelist-Inhabern – Erlaubnis seit 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis seit 22. Dezember 2022. Die Marke wirbt mit einer breiten Quotenauswahl und einer übersichtlichen App. MMA ist Teil des Wettprogramms, die Tiefe der Märkte ist konzeptbedingt kleiner als bei reinen Großanbietern. NEO.bet hat sich in der deutschen Szene als Anbieter positioniert, der auch kleinere Ligen und Nischensportarten listen will; inwieweit das MMA einschließt, zeigt das jeweilige Event-Programm.
Urteil: Ein Anbieter mit lizenzrechtlicher Kontinuität seit 2020 und einem Anspruch, der über die Top-Ligen hinausgeht. Für Leser, die auf Nischenmärkte oder kleinere MMA-Veranstaltungen setzen wollen, ein Kandidat; für die breite UFC-Massenware sind die großen Marken nicht zwingend unterlegen.
Wettarena
Wettarena wird laut AGB von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, betrieben. Die deutsche Erlaubnis besteht seit 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis seit 15. Dezember 2022. Die Marke richtet sich an Wettende, die ein deutschsprachiges Angebot mit Fokus auf Fußball, Tennis und Eishockey suchen. MMA ist im Programm; wie tief das Angebot in Runden- und Methodenmärkten geht, hängt vom Event ab.
Urteil: Ein lizenzierter Anbieter mit langer Historie auf der Whitelist und einer Markenpositionierung, die klassische deutsche Sportwettenkunden anspricht. Wer ein deutsches Interface und Standardmärkte sucht, ist hier richtig; für MMA-Spezialisten, die exotische Kombinationen suchen, ist die Programmtiefe vor dem Wettschein zu prüfen.
Betano
Betano wird in Deutschland von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben, Erlaubnis seit 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis seit 16. Dezember 2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der Kaizen Gaming International Limited angeboten und beschreibt in der Entwicklerbeschreibung den Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. MMA-Live-Streams sind in der Beschreibung nicht ausdrücklich erwähnt. Die Whitelist-Erlaubnis gilt für die .de-Domain.
Urteil: Ein Anbieter mit breitem Sportangebot, eigener App und Funktionen wie Bet Builder und Cash Out, deren Mehrwert bei MMA von der Verfügbarkeit der Vorkämpfe abhängt. Wer eine moderne App mit Streaming und Kombinationsmärkten schätzt, ist hier richtig; ob die Streaming-Inhalte MMA einschließen, sollte der Leser vor dem ersten Event prüfen.
AdmiralBet
AdmiralBet wird von der Greentube Betting Malta Limited betrieben, Erlaubnis seit 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnisse vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Die Marke gehört zur Novomatic-Gruppe, die auch Slots und Casinospiele betreibt; eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht seit 28. September 2022. Für MMA-Spieler ist die Sportwetten-Erlaubnis die maßgebliche, die Slots-Erlaubnis gehört in ein anderes Thema. Das Sportwettenprogramm umfasst die üblichen Disziplinen, MMA inklusive.
Urteil: Eine Marke mit zwei Folgeerlaubnissen, die aktuell über die Erlaubnis von 2020 hinausgehen, und einem Mutterkonzern, der auch Slots betreibt. Für Leser, die Sportwetten und Casino aus einer Hand suchen, ist die Kombination beider Erlaubnisse interessant; für reine MMA-Spieler ist die Sportwetten-Erlaubnis entscheidend, nicht das Casino-Angebot.
bet365
Bet365.de ist die deutsche Domain des internationalen Anbieters, betrieben von der Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Erlaubnis besteht seit 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis seit 27. Dezember 2022. Die Marke ist für ihr breites Sportangebot und eine der umfangreichsten Wettprogramme am Markt bekannt, mit einer App, die Livewetten, Cash Out und einen Bet Builder in einer Oberfläche vereint. MMA-Märkte sind im Programm; die Tiefe hängt vom Event ab, und Hauptkämpfe der UFC werden in der Regel mit Sieger, Methode, Runden und Spezialwetten abgedeckt.
Urteil: Wer den Mainstream-Anbieter mit dem breitesten Wettprogramm sucht, landet bei bet365 – mit der Einschränkung, dass auch hier die Live-Märkte während eines MMA-Kampfes durch die deutsche Regulierung auf das Endergebnis begrenzt sind. Die App-Stärke nützt im MMA-Kontext weniger als im Fußball.
Interwetten
Interwetten wird von der Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta, betrieben, Erlaubnis seit 2. November 2020, Folgeerlaubnis seit 27. Dezember 2022. Die Marke gehört zu den Pionieren des Online-Sportwettenmarkts und ist in Österreich und der Schweiz ebenso präsent wie in Deutschland. MMA ist Teil des Wettprogramms. Die App deckt das Standardprogramm ab; Spezialfunktionen wie ein Konfigurator oder Live-Streams sind im Sportangebot integriert, soweit das die deutsche Regulierung erlaubt.
Urteil: Ein traditionsreicher Anbieter mit deutscher Erlaubnis seit 2020 und einem seriösen Markenauftritt. Für Leser, die einen europaweit etablierten Anbieter mit deutscher Lizenz suchen, ist Interwetten eine ruhige Wahl; für Leser, die auf neue App-Funktionen oder besonders tiefe MMA-Märkte setzen, gibt es spezialisiertere Kandidaten.
Tiptorro
Tiptorro, der deutsche Markenauftritt des Anbieters, der in Malta als Torro Tec Limited registriert ist, beschreibt sich im App Store als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Die Whitelist-Erlaubnis besteht seit 30. Juni 2021, die Folgeerlaubnis seit 27. Dezember 2022. Die Marke positioniert sich deutsch; der Werbeauftritt und die AGB sind auf den deutschen Markt zugeschnitten. MMA ist im Programm enthalten, die Marktbreite hängt vom Event ab.
Urteil: Ein Anbieter mit deutscher Markensprache und einer App, die sich an deutschsprachige Wettkunden richtet. Für Leser, die einen deutsch positionierten Anbieter mit GGL-Erlaubnis suchen, ist Tiptorro ein Kandidat; Spezialfunktionen oder einzigartige MMA-Märkte sind aus der Außendarstellung nicht erkennbar.
Was ein Willkommensbonus bei MMA-Wetten tatsächlich kostet
Ein Willkommensbonus sieht auf den ersten Blick nach geschenktem Geld aus. Er ist es nicht. Was ein Bonus bei GGL-lizenzierten Anbietern kostet, steht in den AGB: Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist und welche Märkte zählen. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 enthält keine Klausel, die diese Werte deckelt; sie kommen allein vom Anbieter. Wer einen Bonus annimmt, akzeptiert diese Bedingungen, bevor er die Wette platziert.
Was die Bedingungen konkret leisten: Ein Bonus von 100 % bis 100 € mit 5-fachem Umsatz bedeutet, dass 100 € Bonus fünfmal umgesetzt werden müssen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei einer Mindestquote von 1,80 und einem angenommenen Einsatz von 10 € pro Wette sind das 50 Wetten. Was das durchschnittlich kostet, hängt von der Marge des Marktes ab. Bei einer Marge von 5 % auf Fußballwetten liegt der erwartete Verlust aus 500 € Umsatz bei 25 €; bei einer Marge von 7 % auf MMA-Spezialmärkten wären es 35 €.
Die Rechnung im Detail: Erforderlicher Umsatz = Bonus × Umsatzfaktor = 100 € × 5 = 500 €. Anzahl der Wetten = Umsatz ÷ Einsatz pro Wette = 500 € ÷ 10 € = 50 Wetten. Erwarteter Verlust = Umsatz × Marge = 500 € × 0,05 = 25 € bei 5 % Marge. Wer den Bonus nicht freispielen kann, weil die Frist abläuft oder eine Wette unter der Mindestquote liegt, verliert den Bonus und den damit verbundenen Umsatz.
Was ein Bonus damit real wert ist: Der Bonusbetrag minus der erwarteten Verlust aus dem Umsatz, geteilt durch die Auszahlungsquote. Bei 100 € Bonus, 5 % Marge und einer 95 % Auszahlungsquote wäre der reale Wert 100 € – 25 € = 75 €, vorausgesetzt, der Spieler setzt den Bonus vollständig um und gewinnt dabei durchschnittlich. Wer den Bonus nicht durchspielt, hat 0 €.
Was Anbieter mit dem Bonus auch steuern: Welche Märkte zählen. Wer einen Bonus für Fußballwetten annimmt und dann auf MMA wettet, sieht möglicherweise einen Hinweis, dass die Wette nicht zum Umsatz beiträgt. Welche Märkte der jeweilige Anbieter zulässt, steht in den AGB. Wer auf MMA spielt, liest vor der Annahme, ob MMA-Wetten für den Bonusumsatz zählen.
Was die Werbung verschweigt: Eine 100 %-Aussage suggeriert Verdopplung des Einsatzes, sagt aber nichts über den Umsatz. Die AGB zeigen, dass der „Bonus“ oft nur ein durchspielbarer Betrag ist, dessen realer Wert vom Verhalten des Spielers abhängt. Wer einen Bonus als „geschenktes Geld“ versteht, hat die Bedingungen nicht gelesen.
Wann sich ein Anbieter für MMA eignet und wann nicht
Wer auf MMA wettet, hat drei voneinander unabhängige Anforderungen an den Anbieter: die Lizenz, das MMA-Programm und die Konditionen. Welche Anbieter eine Erlaubnis besitzen, zeigen die Details im Abschnitt zu den GGL-lizenzierten Anbietern; das MMA-Programm und die Konditionen sind eine Frage des Wettkonzerns.
Wenn der Leser ein breites MMA-Programm mit Haupt- und Vorkämpfen sucht: bwin und bet365 listen in der Regel das umfangreichste Programm, weil ihr allgemeines Sportangebot zu den größten am Markt gehört. Die App-Stärke beider Anbieter ist bei Livewetten sichtbar – wobei die Livewetten selbst durch die deutsche Regulierung eingeschränkt sind.
Wenn der Leser einen Anbieter mit transparenter deutscher Markensprache sucht: Tiptorro und Wettarena positionieren sich deutsch, mit deutscher Werbung und deutschem Kundenservice. Die MMA-Programmtiefe ist konzeptbedingt kleiner als bei den internationalen Marken, aber für Standardwetten auf UFC-Hauptkämpfe ausreichend.
Wenn der Leser eine moderne App mit Bet Builder und Cash Out schätzt: Betano und bet365 sind in der App-Ausstattung führend; die Frage ist, ob die Funktionen für MMA denselben Mehrwert bieten wie für Fußball. Der Bet Builder kombiniert mehrere Märkte desselben Events; bei UFC-Hauptkämpfen mit Sieger-, Methode- und Rundenmärkten funktioniert das.
Wenn der Leser einen Anbieter mit Zusatzangebot aus einer Hand sucht: AdmiralBet und MERKUR BETS gehören zu Konzernen, die auch Slots oder Spielhallen betreiben. Für Leser, die Sportwetten und Casino-Angebote beim gleichen Anbieter nutzen wollen, ist diese Kombination relevant; die Sportwetten-Erlaubnis bleibt davon getrennt.
Wenn der Leser Quotenstärke in den Hauptmärkten sucht: Winamax verweist auf eine unabhängige Studie, die den Anbieter in 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins sieht – allerdings für Fußball, Tennis und Handball, nicht für MMA. Wer Quotenstärke für MMA prüft, vergleicht selbst am Wettschein; verallgemeinerbare Aussagen für MMA sind aus der Werbung nicht ableitbar.
Wenn der Leser mit Bitcoin zahlen will: Keiner der zehn GGL-lizenzierten Anbieter akzeptiert Bitcoin oder andere Kryptowährungen. Die deutsche Erlaubnis verlangt Zahlung von einem Konto auf den Namen des Spielers bei einem Geldwäsche-pflichtigen Institut; anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Wer auf Bitcoin nicht verzichten will, verlässt den lizenzierten Markt.
Häufige Fragen zu MMA-Wetten in Deutschland
Sind Wetten auf MMA in Deutschland verboten oder kommt es auf die Erlaubnis des Anbieters an?
Auf MMA selbst gibt es kein Verbot; die Sportart unterliegt denselben Regeln wie Fußball oder Tennis. Entscheidend ist, ob der Anbieter eine deutsche Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder besitzt und auf der Whitelist steht. Ohne diese Erlaubnis ist das Angebot in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV, unabhängig von der Sportart. Lizenzierte Anbieter dürfen MMA-Wetten anbieten; unlizenzierte Anbieter dürfen es nicht, auch wenn sie es technisch tun.
Wo lässt sich bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis auf MMA-Kämpfe wetten, und was zeigt die GGL-Whitelist?
Die GGL-Whitelist ist die einzige amtliche Quelle, um eine gültige deutsche Sportwetten-Erlaubnis zu prüfen. Sie listet pro Domain den Erlaubnisinhaber, das Datum der ersten Erlaubnis und mögliche Folgeerlaubnisse. Stand 2. Oktober 2026 führen rund 27 Veranstalter eine Sportwetten-Erlaubnis, darunter die zehn in diesem Vergleich. Die Whitelist zeigt keine Endtermine; eine Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, wird aber bei Folgeerlaubnissen verlängert.
Warum akzeptiert kein lizenzierter Wettanbieter in Deutschland Bitcoin für MMA-Wetten?
§ 6b Abs. 4 GlüStV erlaubt nur Zahlungen von Konten, die auf den Namen des Spielers lauten und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt werden. Anonyme Zahlungsmittel wie Bitcoin, andere Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Produkte sind damit ausgeschlossen. Die Beschränkung gilt für alle GGL-lizenzierten Anbieter gleichermaßen; wer mit Bitcoin wetten will, verlässt den lizenzierten Markt und verliert damit OASIS, LUGAS und die Aufsicht durch die GGL.
Wie funktionieren Wettquoten bei MMA, und wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote?
Eine Wettquote ist der Multiplikator, mit dem der Einsatz bei einem Gewinn zurückgezahlt wird. 100 € Einsatz auf Quote 1,90 bringen 190 € zurück, 90 € Nettogewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Beine: Zwei Siege à 1,90 ergeben 3,61 als Gesamtquote, 100 € Einsatz werden bei einem Treffer zu 361 €. Die Marge des Anbieters steckt in der Quote; bei 1,90 / 1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 95 % und eine Marge von 5 %. Ein Wettrechner setzt diese Rechnungen vor der Wette um.
Was bedeutet es, dass Livewetten bei MMA-Kämpfen nur auf das Endergebnis oder seltene Ereignisse begrenzt sind?
§ 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt Livewetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste „seltene“ Ereignis. Für MMA bedeutet das: Während eines Kampfes darf nur auf den Sieger gewettet werden, nicht auf den nächsten Takedown, den nächsten Clinch oder den nächsten Versuch eines Würgegriffs. Diese Märkte sind in Deutschland nicht zulässig. Wer auf action-reiche Live-Märkte aus ist, findet sie nur bei unlizenzierten Anbietern – und damit ohne GGL-Aufsicht.
Welche Bedingungen hängen an einem Willkommensbonus für MMA-Wetten?
Ein Willkommensbonus ist kein geschenktes Geld, sondern ein Betrag, der unter Bedingungen ausgezahlt werden kann. Die Bedingungen stehen in den AGB: Umsatzfaktor (wie oft der Bonus umgesetzt werden muss), Mindestquote (welche Quoten zählen), Frist (wie lange der Umsatz dauern darf) und zugelassene Märkte (ob MMA für den Umsatz zählt). Wer den Bonus nicht innerhalb der Frist durchspielt, verliert ihn. Der reale Wert eines Bonus ist der Bonusbetrag minus der erwartete Verlust aus dem erforderlichen Umsatz; bei 5 % Marge und 5-fachem Umsatz auf 100 € Bonus sind das rund 25 € erwarteter Verlust für 50 Wetten à 10 €.
Was darf gewettet werden?
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 erlaubt festquotierte Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses, auf ein Teilstück davon oder auf Vorkommnisse darin, einzeln oder in Kombination (§ 21 Abs. 1). Erlaubt sind nur Wetttypen, die die GGL im Sportwettprogramm freigegeben hat (§ 21 Abs. 5). Was im MMA-Programm steht, ist damit nicht Sache des Anbieters, sondern Sache der Aufsicht.
Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 eingeschränkt: Während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ein vergleichbares Ereignis gewettet werden – in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Beim Fußball geht „nächstes Tor“, beim Tennis „nächster Satz“. Was selten ist, entscheidet die GGL; „nächster Punkt“ im Tennis oder „nächster Korb“ im Basketball zählt nicht. Für MMA bedeutet das: Livewetten während eines Kampfes sind in Deutschland nur sehr eingeschränkt möglich. Wer auf den nächsten Schlag, den nächsten Clinch oder den nächsten Versuch eines Kills setzen will, findet das bei lizenzierten Anbietern nicht.
Verboten sind Wetten auf Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren. In der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurniveau, da die Spieler dort nicht hauptberuflich tätig sind. Für MMA gilt die Einschränkung entsprechend: Kämpfe, in denen überwiegend Amateure antreten, dürfen nicht bewettet werden. Auch manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ausgeschlossen. E-Sport ist nach GGL-Aussage kein anerkannter Sport, Wetten darauf sind in Deutschland lizenzrechtlich nicht möglich. Virtuelle Sportwetten sind im Glücksspielstaatsvertrag nicht ausdrücklich geregelt, weshalb das Angebot hier nicht thematisiert wird.
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Inhalt erstellt vom Team «wettauszahlung»
