Wettquoten DFB-Pokal 2026: Quoten, Anbieter und was Spieler wissen müssen
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Wer auf den DFB-Pokal wettet, tippt nicht auf eine Liga mit 34 Spieltagen, sondern auf einen Wettbewerb, der an einem einzigen Abend kippen kann. Ein Zweitligist, der beim Favoriten antritt, ein Elfmeterschießen nach 120 Minuten und ein Pokalheld, der den Ball ins Eckige schiebt – das ist das Spielfeld, auf dem die Wettquoten für den DFB-Pokal entstehen. Wer die Quoten lesen will, muss verstehen, warum sie im K.-o.-System anders zustande kommen als in der Bundesliga, was nach Verlängerung und Elfmeterschießen noch zählt und welche Anbieter in Deutschland überhaupt eine Erlaubnis haben, solche Wetten anzunehmen.

Stand: Oktober 16, 2026 · Verglichen gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026.
Das Turnier als Spielfeld: Wie der DFB-Pokal aufgebaut ist
Der DFB-Pokal wird im K.-o.-System mit 64 Mannschaften ausgetragen. Die erste Auflage fand 1935 unter dem Namen Tschammerpokal statt. Zum Teilnehmerkreis gehören die 18 Bundesligisten und 18 Zweitligisten, die ersten vier der 3. Liga sowie 24 Mannschaften aus den unteren Ligen, in der Regel die Verbandspokalsieger. Das Finale wird seit 1985 im Berliner Olympiastadion ausgetragen. Rekordsieger ist der FC Bayern München mit 21 Titeln. Der Pokalsieger qualifiziert sich seit der Saison 1998/99 grundsätzlich für die UEFA Europa League.

Das letzte Finale vor dem laufenden Wettbewerb gewann der FC Bayern München 2026 mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart. Ein Jahr zuvor hatte Stuttgart mit 4:2 gegen Arminia Bielefeld triumphiert – ein Drittligist im Endspiel, das zeigt, warum Pokalquoten keine Ligaquoten sind: Bielefeld ging als Außenseiter in die Partie, und Wettende, die auf den Drittligisten gesetzt hatten, kassierten das Vielfache ihres Einsatzes.
Diese Struktur prägt jede Wette auf den DFB-Pokal. Wer auf einen Pokalsieger tippt, wettet auf einen Wettbewerb mit sieben Runden, in dem jede einzelne Partie endet, sobald ein Tor mehr fällt oder ein Elfmeter sitzt. Wer auf einzelne Spiele setzt, muss damit rechnen, dass die reguläre Spielzeit nicht entscheidet – und genau hier trennt sich die Pokalwette von der Ligawette.
Warum Pokalquoten eigens zu lesen sind
In der Bundesliga kennt ein Buchmacher die Heimstärke über Jahre, die Torverteilung pro Spieltag, die Auswärtsbilanz. Aus diesen Daten entsteht eine Quote, die in etwa widerspiegelt, was die Mannschaften über die Saison hinweg leisten. Im DFB-Pokal fehlt diese Datenbasis. Eine Mannschaft spielt im Schnitt zwei bis drei Pokalspiele pro Saison gegen einen Gegner aus einer anderen Liga, oft auf fremdem Platz, oft mit Personal, das in der Liga nicht beginnt.
Hinzu kommt: Pokalspiele sind seltener, das Datenvolumen pro Mannschaft ist kleiner, und unerwartete Resultate – Außenseiter werfen Favoriten raus – sind häufiger als im Ligaalltag. Ein Buchmacher, der eine 2,10 auf einen Zweitligisten gegen einen Champions-League-Teilnehmer anbietet, bewertet nicht nur die aktuelle Form, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Außenseiter den großen Verein in einem einzigen Spiel schlägt. Genau diese K.o.-Logik macht die Quoten unberechenbarer.
Wer die Quoten vergleicht, vergleicht nicht nur Zahlen, sondern auch deren Entstehung. Eine Quote von 3,60 auf einen Sieg des Außenseiters bewertet im Pokal andere Faktoren als im Ligabetrieb. Das Spielfeld im Pokal ist breiter, Überraschungen sind häufiger, und der Buchmacher baut in seine Quote einen größeren Spielraum für Unerwartetes ein – das schlägt sich im Margenprofil nieder.
Was Wettquoten im K.-o.-System bedeuten
Eine Wettquote ist das Verhältnis zwischen Einsatz und möglichem Gewinn – in Deutschland üblicherweise als Dezimalquote mit Komma geschrieben: 2,10 bedeutet, dass ein Euro Einsatz 2,10 € zurückbringt, der Nettogewinn also 1,10 € beträgt. Die Quote spiegelt die Wahrscheinlichkeit wider, die der Buchmacher dem Ergebnis beimisst – und gleichzeitig den Anteil, den der Anbieter vom Markt behält. Das ist die Marge, oft auch als „Quotenschlüssel“ oder „Auszahlungsquote“ bezeichnet.
In einem klassischen 1X2-Markt für ein Fußballspiel gibt es drei Ergebnisse: Heimsieg (1), Unentschieden (X), Auswärtssieg (2). Die Quoten lauten beispielsweise 2,10 / 3,40 / 3,60. Wer errechnet, was der Anbieter von jedem eingesetzten Euro behält, geht so vor: Zuerst bildet er für jedes Ergebnis den Kehrwert der Quote und addiert diese Kehrwerte. Dann teilt er 1 durch die Summe und erhält den Anteil, den der Markt insgesamt ausschüttet. Der Rest auf 1 ist die Marge.
Mit den angenommenen Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 ergibt sich:
- 1 / 2,10 ≈ 0,4762
- 1 / 3,40 ≈ 0,2941
- 1 / 3,60 ≈ 0,2778
Die Summe dieser drei Kehrwerte beträgt rund 1,0481. Der Anteil, den der Markt an die Wettenden ausschüttet, liegt bei 1 ÷ 1,0481 ≈ 95,4 %. Die Marge – der Anteil, den der Buchmacher von jedem Euro Einsatz behält – liegt entsprechend bei rund 4,6 %.
Dieses Ergebnis gilt für jede 1X2-Wette, bei der diese drei Quoten tatsächlich angeboten werden. Es gilt nicht für andere Märkte und nicht für andere Spiele mit anderen Quoten. Die Marge schwankt von Anbieter zu Anbieter und von Spiel zu Spiel; manche Buchmacher liegen bei Bundesliga-Topspielen unter 4 %, andere Märkte wie Handicap oder Über/Unter tragen höhere Margen, weil sie seltener gespielt werden.
Diese Rechnung zeigt, warum der Vergleich von Quoten ohne den Blick auf die Marge in die Irre führt. Eine Quote von 2,10 auf den Heimsieg kann bei einem Anbieter mit 4 % Marge stehen oder bei einem mit 7 %. Wer die Quote nimmt, ohne den Rest zu kennen, vergleicht Äpfel mit Birnen.
Was nach Ablauf der regulären Spielzeit zählt
Im DFB-Pokal endet ein Spiel in den ersten Runden nicht automatisch nach 90 Minuten. Steht es unentschieden, wird verlängert (zwei Mal 15 Minuten), dann folgt das Elfmeterschießen. Für die Wette ist entscheidend, was im Wettprogramm als „Abrechnungsgrundlage“ angegeben ist.
Die meisten Buchmacher auf der GGL-Whitelist bieten die klassische 1X2-Wette auf das Ergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit an – nicht auf das Ergebnis nach Verlängerung. Eine Wette auf Unentschieden gewinnt damit, wenn das Spiel nach 90 Minuten unentschieden steht, auch wenn der Sieger danach im Elfmeterschießen ermittelt wird. Wer auf Heimsieg in der regulären Spielzeit setzt, verliert, wenn das Spiel in die Verlängerung geht und dort fällt, entscheidet.
Anders sieht es bei Siegerwetten aus, etwa auf das Weiterkommen einer Mannschaft: Hier zählt das tatsächliche Ende des Spiels nach Verlängerung und Elfmeterschießen. Wer also auf „VfB Stuttgart kommt weiter“ wettet, gewinnt, wenn Stuttgart nach 120 Minuten oder im Elfmeterschießen siegt – auch wenn es nach 90 Minuten noch unentschieden stand.
Ausnahmen von dieser Praxis gibt es bei einigen Anbietern. Manche bieten explizit „nach Verlängerung“ als Markt an, etwa „Bayern gewinnt nach 90 Minuten“ und „Bayern gewinnt inklusive Verlängerung“ als zwei getrennte Optionen. Wer auf Pokalwetten setzt, sollte vor dem Tipp prüfen, wie der Anbieter diesen Fall abrechnet – das ist im Wettschein und in den AGB in der Regel hinterlegt, und es ist der eine Moment, in dem eine Wette zur falschen Quote „gewinnt“.
Die Rechtslage: Wer in Deutschland Pokalwetten anbieten darf
Seit dem 1. Juli 2021 regelt der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) das Sportwettenangebot in Deutschland. Die Aufsicht liegt bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle (Saale). Sie erteilt die Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten und zu vermitteln, und führt die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV – sie ist die einzige verbindliche Quelle, an der sich zeigt, ob ein Anbieter in Deutschland eine gültige Erlaubnis hat.

Die Whitelist ist öffentlich. Auf dem Stand vom 2. Oktober 2026 verzeichnet sie 30 Einträge: 27 Veranstalter mit einer Sportwetten-Erlaubnis – zwei davon haben zusätzlich eine Pferdewetten-Erlaubnis – und drei weitere Veranstalter, die ausschließlich Pferdewetten anbieten. Jede aufgeführte Domain ist eine .de-Domain. Eine .de-Domain allein beweist allerdings noch nichts: Eine deutsche Domain führen kann auch, wer keine Erlaubnis hat; der entscheidende Blick geht auf die Whitelist.
Die erstmalige Erlaubnis läuft fünf Jahre. Die Whitelist zeigt das Datum der Erteilung, aber kein Enddatum – wer in der Whitelist steht, dessen Erlaubnis gilt, bis sie zurückgenommen oder widerrufen wird. Die GGL beaufsichtigt die Anbieter, kann Bußgelder verhängen und greift bei Verstößen ein.
Was darf auf einer lizenzierten Plattform gewettet werden? Der GlüStV erlaubt feste Quoten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon, einzeln oder in Kombination. Das Wetten auf soziale oder politische Ereignisse ist nicht zulässig. Auch Wettbewerbe, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, sind ausgeschlossen – die GGL ordnet Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport ein. E-Sports zählt nach GGL-Praxis nicht als Sport: Wetten auf E-Sports sind in Deutschland über lizenzierte Anbieter nicht möglich.
Die Wettsteuer: Sie beträgt nach §§ 16–25 RennwLottG 5,3 % auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ – das entspricht etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spielende. Ob und wie der Anbieter sie an die Spielenden weitergibt, ist seine eigene Entscheidung – manche Anbieter ziehen sie direkt vom Einsatz ab, andere übernehmen sie und rechnen sie intern über die Quote ab, andere bieten ein werbewirksames „0 % Wettsteuer“-Modell an. Wer bei einem Anbieter wettet, sollte in dessen AGB lesen, wie das eigene Modell aussieht, statt aus der Werbung zu schließen.
Für die strafrechtliche Seite gilt: Wer ohne Erlaubnis Sportwetten in Deutschland anbietet, macht sich nach § 284 StGB strafbar – bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Werbung dafür kann mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet werden. Die Teilnahme an nicht erlaubten Wetten ist nach § 285 StGB eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu sechs Monaten Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden kann – wobei Verfolgungen einzelner Spieler in der Praxis nicht etabliert sind.
Im Zivilrecht hat der Bundesgerichtshof dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € verlorener Einsätze aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Die Schlussanträge des EuGH-Generalanwalts Nicholas Emiliou vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 halten es grundsätzlich für möglich, nicht lizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit der Ausnahme, dass Behörden die Durchsetzung der Lizenzpflicht ausgesetzt haben. Diese Frage ist offen, und der Ausgang betrifft Altverträge, keine neuen Wetten. Wer heute wettet, kann aus diesem Verfahren keine Erstattung ableiten.
Spielerschutz: Was rund um das Pokalfinale greift
Mit der GGL-Erlaubnis kommt ein Bündel von Schutzregeln, die der GlüStV für alle lizenzierten Anbieter verbindlich macht. Die wichtigsten Regeln im Überblick:
- Mindestalter 18 Jahre. Die Teilnahme an Sportwetten ist erst ab Vollendung des 18. Lebensjahres zulässig, § 4 Abs. 3 GlüStV.
- Ein Konto pro Anbieter, vollständige Verifizierung. Wer ein Konto bei einem lizenzierten Anbieter eröffnet, muss sich vor der ersten Auszahlung vollständig identifizieren (§ 6a GlüStV). Anbieter dürfen vor der Verifizierung maximal 72 Stunden spielen lassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung.
- Monatliches Einzahlungslimit von 1.000 €. Standard ist 1.000 € pro Kalendermonat über alle lizenzierten Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die Limitdatei LUGAS (§ 6c Abs. 1). Anbieter dürfen für einzelne Personen ein höheres Limit festlegen – bis 10.000 €, in einem eng begrenzten Rahmen bis 30.000 € für maximal 1 % der aktiven Spielenden – aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, eine Selbsterklärung reicht nicht.
- OASIS-Sperrdatei. Die Spielersperrdatei OASIS wird bei Registrierung und Login geprüft. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende eine Frist nennt, ansonsten mindestens ein Jahr.
- Paralleles Spielen ist verboten. Die Aktivitätsdatei LUGAS verhindert, dass ein Spielender gleichzeitig bei mehreren Anbietern spielt.
- Panikfunktion. Der Panikbutton löst eine 24-stündige Sperre aus, sofort und ohne Wartezeit.
- Zahlungen nur auf eigene Konten. Einzahlungen müssen von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen stammen, von einem Institut, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Bargeld, anonyme Kryptowährungen und prepaid Karten ohne Identitätsprüfung sind ausgeschlossen – das ist der Mechanismus, mit dem die Lizenz Krypto-Wetten auf Sport aussperrt.
- Spielerguthaben auf geschütztem Treuhandkonto. Bei Insolvenz des Anbieters bleibt das Guthaben geschützt; bei Kontoschließung wird das Restguthaben binnen fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Wer über die GGL-Whitelist spielt, ist an diese Regeln gebunden. Anbieter mit Lizenz in Curaçao, Anjouan oder Malta haben in Deutschland keine Erlaubnis – weder OASIS noch LUGAS sind für sie verpflichtend, kein deutsches Limit greift, kein deutsches Gericht ist selbstverständlich zuständig. Die GGL hat Verbraucherinnen und Verbraucher am 17. September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt.
Pokal live: Was im Stadion und am Bildschirm erlaubt ist
Livewetten auf den DFB-Pokal sind nur eingeschränkt möglich. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV darf während eines laufenden Sportereignisses nur auf das Endergebnis gewettet werden – oder auf Komponenten, die im betreffenden Sport selten sind: das nächste Tor im Fußball, der nächste Satz im Tennis, das nächste Game in einer Sportart, in der solche Mini-Ereignisse nicht im Sekundentakt fallen.
Heißt konkret: „Nächstes Tor“ beim Fußball ja, „nächster Punkt“ beim Tennis nein, „nächster Korb“ beim Basketball nein. Diese Regel schneidet die In-Play-Märkte in den meisten Fällen auf die Wette auf den Sieger nach 90 Minuten oder auf eine sehr begrenzte Auswahl an Tor-Märkten zusammen. Wer live über 1X2 hinaus wetten will, stößt bei deutschen Anbietern an diese Grenze.
Cashout – die Funktion, eine offene Wette vor dem eigentlichen Ende des Ereignisses auszahlen zu lassen – ist keine Pflicht der Anbieter. Es gibt keine gesetzliche oder GGL-Vorgabe, die Cashout vorschreibt oder regelt. Ob und wie ein Anbieter Cashout anbietet, ist seine eigene Entscheidung, festgelegt in den AGB und auf der Wettseite. Wer Cashout nutzt, sollte wissen, dass der Anbieter den Auszahlungsbetrag selbst festlegt – Cashout ist keine faire Wette gegen den Buchmacher, sondern eine Gegenrechnung des Anbieters auf der Grundlage seiner eigenen, aktualisierten Quoten.
Live-Streams gehören bei einigen Anbietern zum Programm. Winamax etwa bewirbt im eigenen Kundenkonto Live-Streams von La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren sowie ATP- und WTA-Turnieren und von der NBA und NFL. Auch über das eigene Streaming-Angebot entscheidet jeder Anbieter selbst – ein vertraglich gesicherter Bestandteil der deutschen Lizenz ist es nicht.
Tipps als Einschätzung, nicht als Vorhersage
Wer nach Tipps für den DFB-Pokal sucht, findet sie in großer Zahl – und sie haben einen gemeinsamen Nenner: Sie sind Einschätzungen, keine Vorhersagen. Was Tipps leisten können, ist eine strukturierte Abwägung: Form der Mannschaft über die letzten Spiele, Verletzungssituation, Heimvorteil (oder das Fehlen davon), Kader-Rotation bei großen Vereinen, die im Pokal auch einmal Spieler aus der zweiten Reihe bringen. Aus diesen Bausteinen ergibt sich eine Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, die in die Richtung der eigenen Wette weist – mehr nicht.
Was Tipps nicht leisten können: vorhersagen, dass ein Elfmeterschießen nach 120 Minuten den Außenseiter krönt. Genau dieses Ereignis ist im Pokal häufiger als in jeder anderen Wettbewerbsform – und genau deshalb, weil es nicht vorherzusagen ist, trägt die Pokalquote eine höhere Marge als die vergleichbare Ligawette. Wer eine Quote auf einen Favoriten bei 1,40 liest, sollte im Kopf behalten, dass diese Quote nur unter der Annahme steht, der Favorit gewinnt nach 90 Minuten – und dass das im Pokal eben keine Selbstverständlichkeit ist.
Wer Tipps nutzt, nutzt sie am sinnvollsten als zweite Meinung zur eigenen Einschätzung der Quote. Nicht als Handlungsanweisung, nicht als System, das „funktioniert“. Pokalquoten sind ein Preisschild für Wahrscheinlichkeiten, kein Hinweis auf ein vorherbestimmtes Ergebnis.
Quoten auf den Pokalsieger und auf einzelne Spiele
Zwei Wettformen prägen den Pokal: die Wette auf den Pokalsieger und die Wette auf einzelne Spiele. Sie unterscheiden sich in ihrer Mechanik ebenso wie in ihrer Aussagekraft.
Die Wette auf den Pokalsieger steht in der Regel bereits vor der ersten Runde – und oft noch Monate vorher. Wer im Sommer 2025 auf einen Sieger des DFB-Pokals 2025/26 wettet, setzt darauf, dass diese Mannschaft alle sieben Runden übersteht. Die Quote spiegelt die Wahrscheinlichkeit des Gesamtsiegs: Ein Spitzenverein wie Bayern München steht bei niedriger Quote, ein Außenseiter bei hoher. Diese Quote zahlt am Ende der Saison einmal aus oder verfällt; sie ist über Monate im Markt, und ihr Preis verändert sich mit dem Ausscheiden anderer Mannschaften.
Die Wette auf ein einzelnes Spiel ist kurzfristiger. Wer auf ein Achtelfinalspiel tippt, wettet auf 90 Minuten plus Nachspielzeit – sofern die Wette so angeboten wird. Die Quoten sind enger, die Marge niedriger, und die Datenbasis pro Spiel ist kleiner. Dafür ist die Auszahlung häufiger: Jede Runde bringt eine neue Chance.
Der große Unterschied liegt in der Reaktionsfähigkeit. Wer auf den Pokalsieger gesetzt hat, kann nach einem Ausscheiden nichts mehr tun – die Wette ist verloren. Wer auf einzelne Spiele setzt, kann jeder Runde neu entscheiden, ob er die nächste Partie spielt oder nicht. In einem Wettbewerb, in dem Überraschungen häufig sind, ist das ein struktureller Vorteil der Einzelwette gegenüber der Siegerwette.
Anbieter im Vergleich: Lizenzen und Whitelist
Die folgende Übersicht führt zehn Anbieter auf, die über eine gültige Sportwetten-Erlaubnis verfügen und in der GGL-Whitelist verzeichnet sind. Die Angaben umfassen den Lizenzinhaber sowie das Datum der ersten Erlaubniserteilung. Alle aufgeführten Daten sind über die öffentliche Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder einsehbar.
| Marke | Whitelist-Status | Halter der Erlaubnis | Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| DAZN Bet | GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis | DZBT Operations Limited, Malta | 22.08.2023 |
| Betano | GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| AdmiralBet | GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| Wettarena | GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis | I.B.C. Sportsbetting Limited | 09.10.2020 |
| sportwetten | GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis | NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| ODDSET | GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Bet-at-home | GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis | Bet-at-home Internet Limited | 02.11.2020 |
| Sportingbet | GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Interwetten | GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
| Bet3000 | GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis | I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
Vier dieser Anbieter haben ihre Erlaubnis am 09.10.2020 oder kurz danach erhalten – das ist der Eröffnungstermin, zu dem die GGL nach Inkrafttreten des GlüStV 2021 die ersten Lizenzen ausstellte. ODDSET erhielt seine Erlaubnis am 18.11.2020 vom Regierungspräsidium Darmstadt, das zu diesem Zeitpunkt noch zuständig war; seither liegt die Aufsicht über ODDSET bei der GGL.
DAZN Bet – das Sportwetten-Angebot der Streaming-Plattform
DAZN Bet wird in Deutschland unter DAZN Bet angeboten. Veranstalter ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta; auf der Whitelist der GGL ist die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 22.08.2023 verzeichnet. Der Markenname verrät das Profil: DAZN ist in Deutschland vor allem als Sport-Streaming-Anbieter bekannt – die Sportwette sitzt unter demselben Dach und profitiert vom Live-Programm, ohne dass die Wette selbst Teil des Streamings wäre.
Die Kombination macht DAZN Bet für Spielende interessant, die Streaming und Wette zusammenlegen wollen – ein Bundesliga-Topspiel live sehen, parallel die 1X2-Wette laufen lassen. Was die Marke nicht verspricht, ist ein besonders knappes Margenprofil oder ein eigenes Bonusprogramm mit niedrigen Umsatzbedingungen. Wer eine Wette platziert, sollte die Bedingungen des Anbieters selbst lesen.
DAZN Bet ist eine sinnvolle Wahl für Wettende, die ohnehin DAZN-Kunde sind und eine Sportwette mit der gleichen Marke abwickeln möchten. Für Wettende, die nur auf das beste Quotenniveau schauen, sagt der Markenname nichts.
Betano – breites Fußball-Angebot mit Builder und Cash Out
Betano wird unter Betano angeboten, hinter der Marke steht die Betkick Sportsbetting Limited. Die Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 19.02.2021. In der App-Beschreibung hebt der Anbieter drei Funktionen hervor: den Bet Builder, mit dem sich mehrere Märkte eines Spiels in einer Wette kombinieren lassen, Cash Out als Funktion vor dem eigentlichen Spielende und Live-Streams ausgewählter Wettbewerbe.
Das Fußball-Angebot bei Betano ist breit: La Liga, FA Cup und ähnliche Wettbewerbe gehören zum Live-Programm, dazu kommen Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Für DFB-Pokal-Wetten bedeutet das, dass in den Pokalrunden zumindest das Mainstream-Angebot an 1X2- und Over/Under-Märkten vorhanden ist, in den späteren Runden auch Spezialmärkte.
Betano eignet sich für Spielende, die Livewetten mit Cashout-Funktion suchen und Märkte aus mehreren Sportarten kombinieren möchten. Wer den Bet Builder nutzt, sollte die Mindestquoten im Auge behalten, die der Anbieter für die Kombination verlangt.
AdmiralBet – die österreichische Marke mit österreichischer Lizenz
AdmiralBet wird in Deutschland unter AdmiralBet angeboten; auf der GGL-Whitelist ist die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin eingetragen, die Erlaubnis datiert auf den 09.10.2020, mit Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf einer separaten Domain besteht eine zusätzliche Erlaubnis seit dem 28.09.2022.
Admiral ist in Österreich eine bekannte Wett- und Glücksspielmarke; die deutsche Sportwetten-Lizenz trägt denselben Markennamen. Das Wettenangebot umfasst die üblichen Fußballmärkte; zur sportlichen Breite trägt die österreichische Herkunft wenig bei – auf Bundesliga-Begegnungen oder DFB-Pokal-Spiele sind die Märkte vergleichbar mit anderen lizenzierten Anbietern, Spezialitäten eher nicht.
AdmiralBet passt zu Spielenden, die einen Anbieter mit klassischem stationären Hintergrund suchen. Wer ein besonders knappes Margenprofil oder innovative Livewetten-Funktionen sucht, sollte die Angebote vergleichen.
Wettarena – solide Wettplattform unter I.B.C.
Wettarena wird unter Wettarena angeboten, Betreiberin ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Die GGL-Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 15.12.2022. Im AGB-Bereich der Webseite ist die I.B.C. Sportsbetting Limited als Vertragspartnerin angegeben.
Das Sportangebot deckt Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey und weitere Sportarten ab – das ist Standard im lizenzierten Markt und keine Besonderheit von Wettarena. Pokalquoten sind im Hauptprogramm enthalten; Spezialmärkte oder besondere Livewetten-Funktionen sind aus dem öffentlich sichtbaren Marktauftritt nicht erkennbar.
Wettarena eignet sich für Spielende, die einen unauffälligen lizenzierten Anbieter mit vollständiger Whitelist-Whitelist suchen. Wer einen Anbieter mit besonders innovativen Features sucht, wird mit Wettarena eher nicht bedient.
Sportwetten – die Marke, die Programm ist
Unter Sportwetten ist die NetX Betting Limited aus Birkirkara, Malta auf der Whitelist verzeichnet, mit einer ersten Erlaubnis vom 19.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Der Markenname verspricht genau das, was die Plattform ist: eine Anlaufstelle für Sportwetten in Deutschland, ohne den Zusatz eines internationalen Markenlabels.
Im Sportangebot deckt die Marke Fußball, Tennis und die typischen deutschen Sportarten ab; das Wettprogramm ist konventionell aufgebaut. Besondere Funktionen wie Builder, Cashout oder Live-Streams gehören zum Standardrepertoire lizenzierter Anbieter, doch die genaue Ausprägung ist anbieterindividuell.
Sportwetten ist eine Wahl für Spielende, die einen deutschsprachigen Anbieter mit klarer Whitelist-Zuordnung suchen und keine besonderen Extras benötigen. Der Name hilft, die Marke im Gedächtnis zu behalten – das ist mehr, als manche Anbieter bieten.
ODDSET – von Lotto Rheinland-Pfalz zum Bundesanbieter
ODDSET ist in Deutschland eine etablierte Marke: Die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb wurde der ODDSET Sportwetten GmbH am 15.12.2022 vom Regierungspräsidium Darmstadt erteilt; Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle (Saale). ODDSET gehört zur Gruppe Lotto Rheinland-Pfalz und damit zur deutschen Lottowelt – ein Hintergrund, der im Wettbewerb mit reinen Online-Sportwetten-Anbietern selten ist.
Das Angebot an klassischen Sportwetten ist breit, verpackt in einer Marke, die auch über die Lotto-Annahmestellen verkauft wird. Für Pokalwetten bedeutet das: ODDSET ist auch dort verfügbar, wo kein Internetanschluss zur Hand ist. Das alleine ist noch kein Wettbewerbsvorteil, aber für Spielende, die ihre Wetten am Schalter abgeben, ein realer Mehrwert.
ODDSET ist die Wahl für Spielende, die einen Anbieter mit deutscher Verwurzelung suchen und mit dem stationären Vertrieb vertraut sind. Wer ein Online-only-Erlebnis mit Live-Streams und Builder sucht, wird anderswo eher fündig.
bet-at-home – langjähriger Online-Anbieter aus Österreich
Bet-at-home wird unter Bet-at-home angeboten, Veranstalterin ist die Bet-at-home Internet Limited. Auf der GGL-Whitelist ist die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020 verzeichnet, mit einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022. Die Marke ist in Österreich beheimatet und seit den frühen 2000er Jahren im europäischen Online-Wetten aktiv.
Das Fußball-Angebot ist konventionell: Bundesliga, 2. Bundesliga, DFB-Pokal und internationale Wettbewerbe gehören zum Standardprogramm, dazu kommen Tennis, Basketball und Eishockey. Cashout und Livewetten sind verfügbar, ohne dass bet-at-home damit aus der Reihe der lizenzierten Anbieter hervorsticht.
bet-at-home ist eine Wahl für Spielende, die einen Anbieter mit langer Online-Historie suchen und wissen wollen, dass die Whitelist-Position stabil ist. Für ein knappes Margenprofil oder besonders innovative Features steht die Marke weniger als für Verlässlichkeit.
Sportingbet – „Konfigurator+“ und breites Livewettenangebot
Sportingbet wird in Deutschland unter Sportingbet angeboten, Betreiberin ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Die Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Das Wettangebot hebt im eigenen Auftritt einen „Konfigurator+“ hervor – eine Spielvariante, bei der mehrere Märkte eines Spiels kombiniert werden – sowie Live-Wetten.
Zum Sportangebot zählen Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. DFB-Pokal-Spiele sind im Programm enthalten; über die Standardmärkte hinaus sind Spezialmärkte möglich, deren genaue Auswahl vom Spiel abhängt. Der Konfigurator+ ist eine Spielart des Bet Builders, mit dem Unterschied, dass Sportingbet die Funktion unter eigener Marke anbietet.
Sportingbet ist eine Wahl für Spielende, die Livewetten mit Konfigurator-Funktion suchen. Für reine Vorab-Wetten oder besonders knappe Margen gibt es im Lizenzmarkt Alternativen, die im Einzelfall zu prüfen sind.
Interwetten – österreichische Marke mit erst 2020er Lizenz
Interwetten wird unter Interwetten angeboten, hinter der Marke steht die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Die GGL-Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 02.11.2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Interwetten ist eine österreichische Marke mit langer Tradition im europäischen Wettgeschäft – die deutsche Lizenz kam mit dem GlüStV 2021.
Das Sportangebot deckt die üblichen Fußball- und Tennismärkte ab, dazu kommen Handball, Basketball und Eishockey. Pokalquoten auf den DFB-Pokal gehören zum Standardprogramm. Besondere Alleinstellungsmerkmale im Wettangebot sind aus dem Marktauftritt nicht abzulesen.
Interwetten ist eine Wahl für Spielende, die einen etablierten europäischen Anbieter mit vollständiger Whitelist suchen. Wer ein besonders knappes Margenprofil sucht, sollte die Quoten im Einzelfall vergleichen.
Bet3000 – neuer Name mit sehr junger Lizenz
Bet3000 wird unter Bet3000 angeboten, Betreiberin ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis ist auf der GGL-Whitelist mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet – die jüngste Erstlizenz der hier gelisteten Anbieter. Folgeerlaubnisse sind, soweit ersichtlich, noch nicht erforderlich gewesen, da die erste Erlaubnis erst kürzlich erteilt wurde.
Bet3000 ist im deutschen Markt kein unbekannter Name – die Marke existiert seit Jahren im Offline-Wettgeschäft und betreibt eigene Wettshops. Die Online-Sportwetten-Lizenz ist neu, das Wettprogramm ist im Aufbau, aber bereits mit DFB-Pokal-Spielen im Hauptprogramm. Cashout und Livewetten gehören zur Funktionspalette.
Bet3000 ist eine Wahl für Spielende, die einen Anbieter mit offline-Historie suchen, der gerade eine deutsche Online-Lizenz erhalten hat. Für ein umfassendes Funktionsprogramm mit Live-Streams und Builder ist es noch zu früh, das mit Sicherheit zu sagen.
Tipp: Wer passt zu wem
Wer auf den DFB-Pokal wettet, hat im lizenzierten Markt zehn Anbieter zur Auswahl. Die Unterschiede zwischen ihnen liegen weniger in der Lizenz – alle stehen auf der Whitelist, alle haben dieselben Schutzregeln zu erfüllen – als in der Marke, der Funktionstiefe und der Quotenpflege.
- Wer eine breite Livewetten- und Builder-Funktion sucht, ist bei Betano oder Sportingbet gut aufgehoben.
- Wer ohnehin DAZN-Kunde ist, bündelt Streaming und Wette bei DAZN Bet.
- Wer die Wette am Schalter abgeben möchte, hat mit ODDSET einen etablierten Partner mit stationärem Vertrieb.
- Wer einen unauffälligen, vollständig lizenzierten Anbieter sucht, liegt bei Wettarena, Sportwetten.de, bet-at-home oder Interwetten richtig.
- Wer eine neue Online-Lizenz mit klassischer Marke kombiniert haben möchte, schaut zu Bet3000.
Wer ein knappes Margenprofil sucht, sollte die Quoten auf das konkrete Spiel vergleichen – die Differenzen sind im Lizenzmarkt oft gering, aber sie sind da. Wer den genauen Unterschied wissen will, prüft vor dem Tipp die Quote und rechnet die Marge nach, wie im vorherigen Abschnitt beschrieben. Wer auf den Werbeversprechen „beste Quote“ oder „0 % Wettsteuer“ eine Garantie vermutet, sollte in den AGB des jeweiligen Anbieters nachlesen, was genau das Modell ist und welche Bedingungen daran hängen.
Häufige Fragen
Wie zählt bei Pokalwetten das Ergebnis nach Verlängerung und Elfmeterschießen?
Die meisten Buchmacher rechnen die 1X2-Wette nach Ablauf der regulären Spielzeit plus Nachspielzeit ab – ein Unentschieden nach 90 Minuten bleibt dann auch bei Verlängerung und Elfmeterschießen ein Gewinn. Wetten auf das Weiterkommen zählen dagegen nach dem tatsächlichen Spielende nach 120 Minuten und Elfmeterschießen. Welche Regel gilt, steht im Wettschein und in den AGB.
Wo kann in Deutschland live auf das Pokalfinale gewettet werden und was ist dabei erlaubt?
Livewetten sind bei lizenzierten Anbietern nur auf das Endergebnis und auf seltene Komponenten wie das nächste Tor im Fußball erlaubt (§ 21 Abs. 4 GlüStV). Märkte wie „nächster Punkt“ im Tennis oder „nächster Korb“ im Basketball sind ausgeschlossen. Welcher Anbieter welche Märkte live anbietet, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden und am Wettschein abzulesen.
Wie unterscheiden sich Quoten auf den Pokalsieger von Quoten auf ein einzelnes Spiel?
Die Siegerwette steht über den ganzen Wettbewerb und zahlt am Ende einmal aus oder verfällt mit dem Ausscheiden. Die Einzelwette zählt nur das eine Spiel und läuft häufiger. Wer auf den Sieger tippt, wettet auf sieben Runden am Stück – wer auf Einzelspiele setzt, entscheidet jede Runde neu. Bei unerwarteten Ergebnissen ist das ein struktureller Vorteil der Einzelwette.
Was sagt das Finale 2026 über die Aussagekraft von Favoritenquoten?
Das Finale 2026 gewann Bayern München gegen Stuttgart mit 3:0 – ein klares Ergebnis, das die Favoritenrolle im Nachhinein bestätigt. Wer vor dem Finale auf Bayern gesetzt hatte, hatte eine niedrige Quote akzeptiert und trotzdem gewonnen. Was die Partie nicht zeigt: die Pokalrunde, in der ein Drittligist wie Bielefeld 2025 Stuttgart im Finale traf. Favoritenquoten messen Wahrscheinlichkeiten, keine Vorherbestimmung.
Woran lässt sich erkennen, welcher Wettanbieter für den DFB-Pokal in Deutschland eine Erlaubnis hat?
Die GGL-Whitelist ist die einzige verbindliche Quelle. Sie führt 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis auf dem Stand vom 02.10.2026. Wer dort mit Domain und Halter eingetragen ist, hat eine gültige Erlaubnis; wer nicht eingetragen ist, hat keine. Eine .de-Domain allein beweist keine Lizenz.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer auf die Quote bei Pokalwetten aus?
Die Wettsteuer beträgt 5,3 % auf der Bemessungsgrundlage Einsatz minus Steuer selbst – rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie schuldet der Veranstalter, nicht der Spielende. Ob sie vom Einsatz abgezogen, in der Quote eingepreist oder vom Anbieter übernommen wird, ist die Entscheidung des Anbieters. Welches Modell gilt, steht in dessen AGB – nicht in der Werbung.
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Inhalt erstellt vom Team «wettauszahlung»
