Wer trägt die Wettsteuer – und was „steuerfrei" wirklich bedeutet
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Stand: Oktober 16, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Die Sportwettensteuer ist keine Erfindung der Buchmacher. Sie steht im Rennwett- und Lotteriegesetz, gilt seit dem 1. Juli 2012 und wird vom Finanzamt erhoben. Was sich seitdem verändert hat, ist vor allem der Marketington: „0 % Wettsteuer“ steht inzwischen auf fast jeder Startseite, und der Eindruck entsteht, Deutschland sei zum Paradies für steuerfreies Wetten geworden. Tatsächlich schuldet die Steuer weiterhin der Veranstalter, nicht der Spielende, und was am Ende vom Einsatz, von der Quote oder vom Gewinn abgeht, entscheidet jeder Anbieter selbst. Wer das nicht liest, vergleicht Werbeversprechen, keine Anbieter.
Was „steuerfrei“ bei Sportwetten in Deutschland bedeutet
Der Satz, den die Buchmacher „steuerfrei“ nennen, steht in § 17 Rennwett- und Lotteriegesetz: 5,3 % des um die Steuer selbst verminderten Einsatzes. Mathematisch landet die Steuer damit bei rund 5,03 % des Betrags, den der Spielende einzahlt. Schuldet sie, dem Wortlaut nach, der Veranstalter. Dass davon auf dem Wettschein nichts zu sehen ist, liegt nicht an einer Steuerbefreiung, sondern daran, dass die Anbieter mit dem Steuersatz unterschiedlich umgehen: Der eine zieht sie vom Einsatz ab, der andere schlägt sie auf die Quote, der dritte behält sie vom Bruttogewinn ein, und manche schlucken sie vollständig, um im Marketing vorne zu liegen.

Die Wettsteuer ist also keine Frage des Ob, sondern des Wie. Der Anbieter entscheidet, wo sie im System auftaucht. Der Spielende entscheidet, ob er das Modell mittragen will, das auf seinem Wettschein landet. Genau das ist der Punkt, an dem die meisten Vergleiche an der Oberfläche bleiben.
Der statistische Hintergrund: 409 Millionen Euro aus Sportwetten 2023
Das Statistische Bundesamt weist für 2023 rund 409 Millionen Euro Steuereinnahmen aus Sportwetten aus – 5,2 % weniger als im Vorjahr, aber 116,8 % über dem Wert von 2013. Wer daraus auf die Belastung des einzelnen Spielers schließen will, muss umrechnen, denn der Bruttoumsatz der Anbieter liegt nicht in der Statistik. Klar ist nur: Die Steuer ist eine reale Einnahmequelle des Staates, sie wurde noch nie ausgesetzt, und ein „steuerfrei“ auf der Startseite ist keine Reaktion auf den Gesetzgeber, sondern ein Modell, das der Anbieter trägt oder weiterreicht.
Die Mechanik in einem Satz
Wer 100 € auf eine 2,00-Wette setzt und gewinnt, erhält von seinem Buchmacher 200 € zurück, sofern dieser die Steuer selbst trägt. Bei Sportingbet, das die Steuer nach eigenen Regeln vom Bruttogewinn abzieht, sind es 195 € (5 % von 100 € × 2,00 = 10 € einbehalten, Auszahlung 200 € − 10 € = 190 € – abweichend von der RennwLottG-Berechnung, denn Sportingbet rundet die Bemessungsgrundlage anders). Bei Interwetten, das einen Quotenabschlag von 5,3 % vornimmt, sinkt die angezeigte 2,00 auf ungefähr 1,894, und 100 € Einsatz bringen im Gewinnfall rund 189,40 €. Die Mechanik ist einfach, aber sie entscheidet, was „steuerfrei“ für wen bedeutet.
Wie die Anbieter die Wettsteuer weitergeben
Vier Modelle teilen den Markt. Welches ein Anbieter wählt, hängt von seinem Produkt, seiner Margenkalkulation und seinem Marketingbudget ab. Keines davon ist per se besser oder schlechter; jedes hat eine andere Konsequenz für den Spielenden.
Abzug vom Einsatz
Der Buchmacher zieht die Steuer direkt vom eingezahlten Betrag ab. 100 € werden zu 94,97 €, der Rest wandert ans Finanzamt. Wer mit kleineren Einsätzen arbeitet, sieht hier den größten Effekt, weil die Fixkosten des Wettens gleich bleiben. ODDSET gehört zu den Anbietern, die ausdrücklich erklären, weder Einsatz noch Gewinn zu kürzen – also trägt ODDSET die Steuer vollständig. Wettarena wiederum weist die Steuer als „5,3 % des Spieleinsatzes abzüglich der Steuer“ gesondert aus, was faktisch auf den gleichen Abzug vom Einsatz hinausläuft, nur transparenter dargestellt.
Quotenabschlag
Die Steuer wird in die Quote eingerechnet. Aus einer 2,00 wird eine 1,894, der Einsatz bleibt unangetastet, der Gewinn fällt entsprechend kleiner aus. Interwetten praktiziert dieses Modell und beschreibt es in den AGB so: Die Sportwettensteuer wird von Interwetten getragen, zum Ausgleich wird bei Wetten ein Quotenabschlag in Höhe von 5,3 % vorgenommen. Im Gewinnfall wird die Auszahlungsquote um 5,3 % reduziert, ausgenommen Cash-Out-Gewinne. Für den Spielenden heißt das: Der Wettschein sieht aus wie immer, die angezeigte Quote ist bereits die Netto-Quote, und ein Vergleich mit anderen Anbietern verlangt einen Blick auf die echte Auszahlung, nicht auf die Brutto-Quote.
Abzug vom Gewinn
Der Einsatz bleibt voll, die Auszahlung wird im Gewinnfall gekürzt. Sportingbet behält 5 % des Bruttogewinns (Einsatz × Quote) ein, was bei einer 2,00-Wette auf 100 € einen Einbehalt von 10 € bedeutet. Das Modell belastet vor allem die Gewinner; Verlierer merken nichts davon, weil die Steuer erst bei Auszahlung greift. Für Wenig-Wetter ist das günstig, für Viel-Wetter mit hoher Trefferquote summiert es sich.
Vollständige Übernahme
Der Anbieter trägt die Steuer aus eigener Tasche und gibt sie nicht weiter. ODDSET und Tipwin gehören in diese Kategorie. ODDSET spricht von fairen Wetten mit echten Quoten, weil weder Einsatz noch Gewinn gekürzt werden. Tipwin übernimmt die Steuerkosten bei Ein- und Auszahlungen und schreibt den Betrag dem Kundenkonto vollständig gut. In beiden Fällen bleibt die angezeigte 2,00 eine 2,00, und die Auszahlung im Gewinnfall entspricht dem, was die Quote verspricht.
Was „0 % Wettsteuer“ im Marketing verdeckt
Winamax bewirbt im Footer den Slogan „0% Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen in Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Ob das Modell vollständige Übernahme, Quotenabschlag oder ein anderes ist, sagt der Slogan nicht. Wer die Startseite liest, sieht ein Versprechen; wer die AGB liest, sieht die Mechanik. „0 % Wettsteuer“ bedeutet bei Winamax nicht automatisch „höchste Auszahlung auf jeder Wette“, sondern „wir tragen die Steuer in unserem Modell und gleichen sie an anderer Stelle aus“. Der Spielende muss die Stelle finden.
Die Rechtslage: GGL-Erlaubnis, GlüStV 2021 und die Whitelist
Seit dem 1. Juli 2021 gilt der neue Glücksspielstaatsvertrag. Die bundesweite Erlaubnis für Sportwetten im Internet vergibt seitdem die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale), und zwar nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV. Die GGL beaufsichtigt die Inhaber dieser Erlaubnis und kann Bußgelder verhängen, die Wettsteuer selbst ist dagegen Sache des Finanzamts und nicht der GGL.
Die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist das einzige verlässliche Mittel, um zu prüfen, ob ein Anbieter in Deutschland erlaubt ist. Der Stand vom 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist gar nichts. Was zählt, ist die Nennung im Register, mit Inhaber und Datum der Ersterlaubnis.
Was die Whitelist nicht zeigt
Die Whitelist nennt das Datum der Ersterlaubnis, nicht das Enddatum. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, danach kann sie verlängert werden, und derzeit sind auf der Liste etliche Folgeerlaubnisse aus dem Dezember 2022 verzeichnet. Wer ein Enddatum behauptet, erfindet es. Auch gilt die Erlaubnis nur für die Domain, die unter dem Sportwetten-Posten steht. Eine Casino- oder Pokererlaubnis desselben Inhabers erlaubt keine Sportwetten, und eine Sportwetten-Erlaubnis deckt nicht das Casino-Produkt ab. Wer bei einem Anbieter sowohl Sportwetten als auch Slots spielen will, muss prüfen, ob beide Erlaubnisse vorliegen.
Was die GGL verbietet
Die GGL regelt auch, was überhaupt gewettet werden darf. Erlaubt sind feste Quoten auf das Ergebnis eines Ereignisses, auf einen Abschnitt davon oder auf Vorfälle während des Ereignisses, als Einzel- oder Kombiwette. Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder auf die nächste Tor-, nächsten Satz- oder vergleichbare Aktionen erlaubt – „nächster Punkt“ im Tennis oder „nächster Korb“ im Basketball ist tabu, „nächstes Tor“ im Fußball und „nächster Satz“ im Tennis sind zulässig. Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ausgeschlossen. Auf sozialen oder politischen Ereignissen darf nicht gewettet werden. E-Sports ist nach GGL-Praxis kein Sport; lizenzierte E-Sports-Wetten gibt es in Deutschland nicht.
Der BGH und der EuGH: Was die Offshore-Frage gerade offenlegt
Am 25. Juli 2024 hat der Bundesgerichtshof dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23). Ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme: Wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, soll es bei dieser Zusage bleiben. Bis zur Entscheidung des EuGH ist die Frage juristisch offen, und kein Anbieter, kein Kläger und kein Anwalt kann heute eine Rückzahlung versprechen.
Spielerschutz: Einzahlungslimit, OASIS, LUGAS
Die Wettsteuer ist nicht das einzige, was Spielende in Deutschland von einem Wettanbieter trennt. Der GlüStV 2021 hat parallel zu ihr den Spielerschutz neu geordnet, und die Schutzmechanismen greifen unabhängig davon, ob ein Anbieter die Steuer trägt, weiterreicht oder auf den Gewinn schlägt. Wer „steuerfrei“ mit „risikofrei“ verwechselt, übersieht diese Ebene.

Das Einzahlungslimit: 1.000 € pro Monat, mehr nur mit Nachweis
Seit dem Inkrafttreten des GlüStV 2021 gilt ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat (§ 6c Abs. 1). Die Obergrenze wird technisch über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt: Kein Anbieter darf mehr einzahlen lassen, und die Summe zählt über alle lizenzierten Wettanbieter hinweg, die ein Konto bei derselben Person führen. Eine Erhöhung auf bis zu 10.000 € ist möglich, wenn der Anbieter die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit prüfbar nachweist – eine Selbsterklärung reicht nicht. In einem eng begrenzten Rahmen (1 % der aktiven Spielenden) darf ein Anbieter sogar bis zu 30.000 € freigeben, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen – die Karenzzeit schützt vor impulsiven Entscheidungen.
Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter nach § 6a höchstens 72 Stunden lang Spiel ermöglichen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer in dieser Frist nicht verifiziert, wird gesperrt. Das ist der Grund, warum die Auszahlung bei neuen Konten oft erst nach Vorlage des Ausweises funktioniert.
OASIS und der Panikbutton
OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV. Anbieter müssen bei Registrierung und Login abfragen, ob ein Sperreintrag vorliegt. Eine Selbstausschluss-Sperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer über OASIS gesperrt ist, kann bei keinem lizenzierten Anbieter in Deutschland ein Konto eröffnen oder eine Wette platzieren. Offshore-Anbieter sind an OASIS nicht angeschlossen – dort greift der Schutzmechanismus nicht.
Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine 24-Stunden-Sperre aus, sofort und ohne Rückfrage. Er ist auf jeder lizenzierten Plattform erreichbar und richtet sich an Spielende, die in einer konkreten Situation eine Pause brauchen, ohne gleich den Weg einer OASIS-Selbstausschluss-Sperre gehen zu wollen.
Parallel- und Mehrfachspielverbot
Nach § 6h GlüStV ist paralleles Spielen über mehr als einen Anbieter hinweg verboten. Die technische Durchsetzung läuft über die LUGAS-Aktivitätsdatei. Wer bei Anbieter A eingeloggt ist, kann nicht gleichzeitig bei Anbieter B spielen. Das gilt nicht als Beleg gegen das Einzahlungslimit, sondern als ergänzende Sperre, die impulsive Wechsel zwischen Plattformen unterbinden soll. Sie verteidigt das 1.000-€-Limit, weil sie verhindert, dass innerhalb desselben Monats bei verschiedenen Anbietern kleine Beträge zusammenkommen, die in der Summe das Limit überschreiten.
Zahlungen: nur auf eigenen Namen, nur über regulierte Institute
§ 6b Abs. 4 GlüStV erlaubt ausschließlich Zahlungen von einem Konto, das auf den Namen des Spielenden läuft und bei einem Institut besteht, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Karten – sind tabu. Das ist der Mechanismus, der Bitcoin und Co. aus den lizenzierten Wettangeboten in Deutschland heraushält. Welche konkreten Marken ein Anbieter akzeptiert, steht in dessen AGB; das ist Geschäftspolitik, nicht Aufsicht.
Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7). Wer nach einer Schließung länger als eine Woche wartet, hat einen Anspruch, den er beim Anbieter anmelden kann.
Die Top-10-Anbieter im Vergleich
Die folgende Übersicht listet zehn Anbieter, die zum Stand des 2. Oktober 2026 eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL besitzen. Sortiert ist die Liste alphabetisch; sie ist keine Empfehlung und keine Rangfolge. Die Spalte „Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber“ nennt, was die GGL selbst führt, die Spalte „Sportwetten-Erlaubnis seit“ das Datum der ersten Erteilung. Folgeerlaubnisse aus dem Dezember 2022 sind im Text erwähnt, wenn sie für den Anbieter relevant sind. Enddaten trägt die Whitelist nicht.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited (San Giljan, Malta) | 19.02.2021 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 |
| LeoVegas | LVSports Limited | 21.10.2024 |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Sportwetten.de | NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tipwin | Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| VBet | SCGO Limited (St. Julian’s, Malta) | 05.12.2023 |
| Winamax | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
Wie die Tabelle zu lesen ist
Die erste Spalte zeigt den Markennamen, wie ihn die GGL führt – die Domain-Endung ist im Artikeltext erwähnt, soweit sie für die Einordnung nötig ist. Die zweite Spalte nennt die juristische Einheit, die auf der Whitelist steht. Bei Offshore-Marken fehlt diese Zeile, denn ohne Erlaubnis existiert kein Inhaber im deutschen Register. Die dritte Spalte zeigt das Datum der Ersterlaubnis – ältere Daten bedeuten nicht automatisch mehr Erfahrung, aber sie zeigen, dass der Anbieter den Übergang vom alten GlüStV (vor 2021) in den neuen vollzogen hat. Anbieter mit Erlaubnis ab 2023 wie LeoVegas und VBet sind unter dem neuen Regime gestartet; Anbieter ab 2020 haben eine Folgegenehmigung erhalten, die auf der Whitelist nicht eigens datiert ist.
Was die Tabelle nicht zeigt
Die Tabelle sagt nichts über das Steuermodell. ODDSET, Interwetten, Sportingbet, Tipwin, Winamax und Wettarena handhaben die Wettsteuer unterschiedlich; das ist im vorhergehenden Abschnitt erklärt und wird bei den einzelnen Anbietern vertieft. Die Tabelle sagt auch nichts über Wettprogramm, Quotenniveau, Live-Angebot oder Bonusmechanik. Wer nach dem Steuermodell sortieren will, liest die Detailabschnitte.
Bet-at-home
Bet-at-home ist seit dem 2. November 2020 mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist, Inhaber ist die Bet-at-home.com Internet Limited. Die Folgeerlaubnis stammt vom 22. Dezember 2022, eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022 ist ebenfalls eingetragen. Bet-at-home gehört damit zu den Anbietern, die den Übergang in den neuen GlüStV 2021 mitgemacht haben und deren Erlaubnis nach der ersten Fünf-Jahres-Frist verlängert wurde. Konkrete Angaben zur Wettsteuer-Mechanik enthält die Whitelist nicht; sie ist eine Aufsichtsliste, kein Marketingprofil.
Betano
Betano wird in Deutschland über die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta betrieben, Erlaubnis seit dem 19. Februar 2021 (Whitelist-Stand 2. Oktober 2026), Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Malta als Sitz des Veranstalters bedeutet nicht, dass Betano ein Offshore-Anbieter wäre: Die GGL-Erlaubnis ist die maßgebliche, der Whitelist-Eintrag führt die Domain Betano.de explizit. Die Erlaubnis deckt Sportwetten; andere Produkte sind separat zu prüfen.
Betway
Betway Limited steht seit dem 9. März 2021 auf der Whitelist, Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Die Wettsteuer erscheint bei Betway als eigener Posten im abschließenden Prüfschritt des Wettscheins, neben den ausgewählten Spielen und dem Wettsystem – eine für deutsche Spielende ungewohnte, aber transparente Darstellung. Bei Skrill als Zahlungsmethode liegt die Mindesteinzahlung bei 5 €, die Mindestauszahlung bei 10 €; Auszahlungen über Skrill sind gebührenfrei und werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden freigegeben. Einzahlungen per Skrill qualifizieren nur für die Willkommens-Freiwette, nicht für den Einzahlungsbonus – wer den Bonus mitnehmen will, muss eine andere Zahlungsmethode wählen.
LeoVegas
LeoVegas wird in Deutschland über die LVSports Limited betrieben, Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21. Oktober 2024, Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele bereits seit dem 27. Februar 2023. LeoVegas ist damit einer der jüngeren Einträge auf der Sportwetten-Whitelist, gestartet unter dem Regime des GlüStV 2021. Die Erlaubnis deckt die Domain Leovegas.de; die Spielautomaten-Erlaubnis ist eine andere Genehmigung mit anderen Regeln.
NEO.bet
Greenvest Betting Limited ist der Inhaber der NEO.bet-Erlaubnis, erstmalig ausgestellt am 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. NEO.bet gehört damit in die erste Welle der Anbieter, die unter dem Übergangsrecht des alten GlüStV starteten und unter dem neuen GlüStV 2021 weitergeführt wurden.
Sportwetten.de
Die NetX Betting Limited steht hinter Sportwetten.de, Erlaubnis seit dem 19. November 2020, Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Bei den Zahlungsmethoden führt der Anbieter Kundenkarte, PayPal, Sofortüberweisung (Trustly), Kreditkarte (Visa/Mastercard), Banküberweisung, Skrill und Aircash, jeweils ohne Gebühr und mit sofortiger Bearbeitung, Mindestbetrag 10 € bei Trustly, Skrill und Aircash. Einzahlungen über Dritte sind nicht gestattet – eine Folge der eigenen-Namen-Regel aus § 6b Abs. 4 GlüStV.
Sportingbet
Sportingbet (Deutschland) Limited, Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. In den Wettregeln nennt Sportingbet eine Steuer von „5 % des Wetteinsatzes“ nach § 17 Rennwett- und Lotteriegesetz; bei gewonnenen Wetten behält das Unternehmen 5 % des Bruttogewinns (Einsatz × Quote) vom Gewinn ein. Das ist der Abzug-vom-Gewinn-Pfad in Reinform: Der Einsatz bleibt voll, im Gewinnfall werden 5 % des Bruttogewinns einbehalten. Für die Frage, was bei einer 2,00-Wette auf 100 € ankommt, heißt das: Auszahlung 200 € minus 10 € einbehaltene Steuer = 190 €.
Tipwin
Tipwin Limited, Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnisse vom 27. Dezember 2022 und vom 9. Januar 2024. Tipwin übernimmt die Steuerkosten bei Ein- und Auszahlungen, sodass der Betrag dem Kundenkonto vollständig gutgeschrieben wird; Gebühren für Ein- und Auszahlungen nennt Tipwin im FAQ-Bereich nicht. Das ist die vollständige Übernahme als Geschäftsmodell: Die angezeigte Quote ist die Auszahlungsquote, es gibt keinen versteckten Abzug, und die 1.000-€-Grenze im LUGAS-Limitdatei gilt unabhängig davon.
VBet
SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, STJ 4010, St. Julian’s, Malta, Erlaubnis für Vbet.de seit dem 5. Dezember 2023. VBet ist einer der wenigen Anbieter mit Erlaubnis aus dem Jahr 2023; ein Vorgänger-Whitelist-Eintrag aus der Phase vor dem GlüStV 2021 ist nicht verzeichnet. Der Hauptsitz in Malta ändert nichts am GGL-Status; die deutsche Erlaubnis ist die einzige, die für deutsche Spielende zählt.
Winamax
WINAMAX, eine Société anonyme, Erlaubnis seit dem 29. Juni 2021, Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022. Winamax bewirbt sich im Footer seiner Website mit dem Slogan „0% Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Was das Steuermodell im Detail ist, beschreibt die Werbung nicht; Winamax trägt die Steuer im eigenen Modell, gleicht sie aber an anderer Stelle aus. Wer nachliest, was die AGB sagen, findet den Mechanismus, den Winamax wählt – die Werbung sagt es nicht.
Rechenbeispiel: 100 € Einsatz, Quote 2,00, Gewinnfall
Die folgende Rechnung illustriert die vier Modelle an einem einzigen, vergleichbaren Fall. Einsatz 100 €, Brutto-Quote 2,00, Wette gewinnt. Die Brutto-Auszahlung wäre 200 € – die Differenz zwischen den Modellen entscheidet, was tatsächlich ankommt.
Modell 1: Vollständige Übernahme
Bei ODDSET und Tipwin landen 200 € auf dem Konto. Kein Abzug vom Einsatz, keine Reduktion der Quote, keine Kürzung im Gewinnfall. Das ist der Wert, den eine 2,00-Quote verspricht, und genau das bekommen Spielende hier.
Modell 2: Abzug vom Einsatz
Bei einer strengen 5,03 %-Variante wird der Einsatz auf 94,97 € reduziert, der Rest wandert ans Finanzamt. Im Gewinnfall werden 94,97 € × 2,00 = 189,94 € ausgezahlt – etwa zehn Euro weniger als bei vollständiger Übernahme. Wettarena weist die 5,3 % als „5,3 % des Spieleinsatzes abzüglich der Steuer“ aus, was rechnerisch auf das gleiche Ergebnis hinausläuft, nur transparenter dargestellt.
Modell 3: Quotenabschlag
Bei Interwetten wird die angezeigte Quote um 5,3 % reduziert. Aus 2,00 wird ungefähr 1,894. 100 € Einsatz × 1,894 = 189,40 € Auszahlung. Cash-Out-Gewinne sind bei Interwetten ausdrücklich ausgenommen – wer vor dem Spielende aussteigt, bekommt den vollen, nicht den gekürzten Betrag.
Modell 4: Abzug vom Gewinn
Bei Sportingbet bleibt der Einsatz voll, und 5 % des Bruttogewinns (100 € × 2,00 = 200 €) werden einbehalten. 5 % von 200 € sind 10 €. Auszahlung 200 € minus 10 € = 190 €. Die Differenz zur vollständigen Übernahme beträgt ebenfalls rund 10 € – auf einer einzelnen Wette. Wer regelmäßig wettet, sieht den Effekt im Monatssaldo.
Bandbreite und Bedingung
Die Bandbreite liegt zwischen rund 189,40 € (Quotenabschlag) und 200 € (vollständige Übernahme), also etwa 10,60 € auf 100 € Einsatz. Die Bedingung: Es handelt sich um eine Einzelwette, die Brutto-Quote vor Steuermodell liegt bei 2,00, und die Wette gewinnt. Bei Kombiwetten addieren sich die Effekte; bei verlorenen Wetten verschwindet die Differenz, weil weder Einsatz noch Gewinn ausgezahlt werden. Wer ein 2,00-Beispiel mit einer 3,50-Quote vergleicht, sieht prozentual dieselbe Steuerwirkung, aber einen höheren Absolutbetrag – die Mechanik bleibt, der Euro-Wert skaliert.
Werbe- und Bonusregeln: Was der GlüStV erlaubt und was nicht
Seit dem GlüStV 2021 dürfen nur Inhaber einer Erlaubnis für Sportwetten in Deutschland werben (§ 5 Abs. 7). Die Werbezeit-Beschränkung zwischen 6:00 und 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht für Sportwetten – Sportwettenwerbung ist rund um die Uhr erlaubt, mit Ausnahmen: Keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6).
Eine konkrete Obergrenze für Sportwetten-Boni enthält der GlüStV nicht. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten kommen ausschließlich aus den AGB jedes Anbieters. Wer einen Bonus bewirbt sieht, muss in die AGB schauen, um zu erfahren, was er kostet. Die Werbung nennt den Bonus, die AGB nennen den Preis.
Werbung mit „0 % Wettsteuer“ – eine Leseanleitung
Ein Satz wie „0 % Wettsteuer“ auf der Startseite ist eine Aussage über das Steuermodell des Anbieters, nicht über die Auszahlung auf jeder Wette. Wer das Versprechen prüfen will, öffnet die AGB und sucht nach „Wettsteuer“, „Rennwett- und Lotteriegesetz“ oder „Quotenabschlag“. Findet sich dort ein Abzug vom Gewinn oder ein Quotenabschlag, ist „0 % Wettsteuer“ im strengen Wortsinn falsch und im Marketing-Wortsinn richtig – weil der Anbieter die Steuer nicht zusätzlich zum Modell verlangt. Das ist der Punkt, an dem „steuerfrei“ in Werbung und „steuerfrei“ in AGB auseinanderfallen.
Offshore-Angebote und das, was sie nicht leisten
Wer einen Anbieter ohne GGL-Erlaubnis nutzt, spielt nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubt. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Geltung. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Strafrechtlich steht auf das Veranstalten bis zu zwei Jahre oder eine Geldstrafe (§ 284 StGB), auf das Bewerben bis zu ein Jahr; die Teilnahme (§ 285 StGB) ist mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bedroht, wobei Verfolgungen einzelner Spielender in der Praxis nicht etabliert sind – weder eine Entwarnung noch eine Dramatisierung ist angebracht.
Was Offshore-Anbieter nicht leisten, ist Aufsicht: kein OASIS, kein LUGAS, keine 1.000-€-Grenze, keine insolvenzgeschützten Spielergelder, keine Auszahlungspflicht innerhalb von fünf Werktagen. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt, und die Frage liegt seit Juli 2024 beim BGH und seit März 2026 beim EuGH. Kein Anbieter, kein Kläger und kein Anwalt kann heute eine Rückzahlung versprechen; wer auf eine solche Entscheidung spekuliert, spekuliert auf eine einzelne Wette mit unbekanntem Ausgang.
Was Spielende vor der ersten Wette prüfen sollten
Vier Punkte, bevor Geld auf einem neuen Konto liegt:
- Whitelist-Eintrag. Die Domain des Anbieters steht unter dem Sportwetten-Posten der GGL-Whitelist, mit Inhaber und Datum der Ersterlaubnis. Steht sie dort nicht, fehlt die Erlaubnis.
- Steuermodell in den AGB. Der Anbieter beschreibt, ob er die Steuer trägt, vom Einsatz, von der Quote oder vom Gewinn abzieht. Wer das nicht liest, vergleicht Werbeversprechen.
- Zahlungsmethoden. Alle akzeptierten Marken erlauben Ein- und Auszahlungen auf ein Konto im eigenen Namen, bei einem GwG-pflichtigen Institut. Krypto, anonyme Prepaid und Drittkonten sind ausgeschlossen.
- Limit und Sperre. Das 1.000-€-Standardlimit pro Monat gilt anbieterübergreifend. OASIS-Sperreinträge werden bei Registrierung und Login geprüft. Wer sich hat sperren lassen, kann bei keinem lizenzierten Anbieter spielen.
Was die Prüfung nicht ersetzt: das eigene Wettverhalten. Die Wettsteuer ist eine Größe im Wettschein, nicht im Portemonnaie. Wer regelmäßig spielt, sollte setzen, was er entbehren kann, und das LUGAS-Limit als Schutzmechanismus verstehen, nicht als Zielmarke.
Häufige Fragen zur Wettsteuer in Deutschland
Fällt die Sportwettensteuer auch bei „0 % Wettsteuer“-Werbung an?
Ja. Die Wettsteuer nach §§ 16-25 Rennwett- und Lotteriegesetz beträgt 5,3 % und wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spielenden. „0 % Wettsteuer“ auf der Startseite bedeutet, dass der Anbieter die Steuer in seinem eigenen Modell trägt – sei es durch Quotenabschlag, Abzug vom Gewinn oder andere Mechanismen. Sie verschwindet damit nicht aus der Rechnung, sondern taucht an anderer Stelle wieder auf, etwa in der angezeigten Quote oder im Bruttogewinn vor Auszahlung. Welcher Mechanismus greift, steht in den AGB des Anbieters.
Wer schuldet die Sportwettensteuer – der Wettanbieter oder der Spielende?
Die Steuer schuldet der Veranstalter der Wette, also der Buchmacher, nach § 19 Rennwett- und Lotteriegesetz. Der Spielende haftet nicht persönlich für die Steuer, kann aber indirekt betroffen sein, wenn der Anbieter sie über das Wettmodell weitergibt. Ob und wie er das tut, ist Geschäftsentscheidung des Anbieters und variiert von Haus zu Haus.
Wie unterscheiden sich Abzug vom Einsatz, Quotenabschlag und Abzug vom Gewinn?
Beim Abzug vom Einsatz werden rund 5 % des eingezahlten Betrags einbehalten, der restliche Einsatz wird gewettet. Beim Quotenabschlag wird die angezeigte Quote reduziert, der Einsatz bleibt voll. Beim Abzug vom Gewinn wird im Gewinnfall ein Prozentsatz des Bruttogewinns einbehalten, der Einsatz bleibt unangetastet. Welches Modell ein Anbieter wählt, hängt von seinem Produkt ab – ODDSET und Tipwin tragen die Steuer vollständig, Interwetten praktiziert den Quotenabschlag, Sportingbet den Gewinnabzug, Wettarena weist den Einsatzabzug separat aus. Die Wirkung auf eine einzelne Wette liegt je nach Modell zwischen rund 5 und 10 € auf 100 € Einsatz.
Was bedeutet die Werbung mit „0 % Wettsteuer“ für die Auszahlung?
Die Werbung beschreibt das Steuermodell, nicht die Auszahlung. Eine 2,00-Wette auf 100 € Einsatz zahlt im Gewinnfall bei vollständiger Übernahme 200 € aus, beim Quotenabschlag etwa 189 €, beim Gewinnabzug rund 190 €. Welcher Betrag tatsächlich ankommt, hängt vom Modell des Anbieters ab; die Werbung verrät es nicht, die AGB tun es. Wer nachrechnen will, vergleicht die angezeigte Quote mit dem Auszahlungsbetrag auf dem Wettschein.
Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, wenn der Anbieter die Steuer weitergibt?
Die Auszahlung im Gewinnfall ist Einsatz × Quote, gegebenenfalls vermindert um den Steuereffekt. Bei vollständiger Übernahme: Einsatz × Quote. Beim Quotenabschlag: Einsatz × (Quote × 0,947). Beim Gewinnabzug: Einsatz × Quote − (Einsatz × Quote × Steuersatz). Beim Einsatzabzug: (Einsatz × 0,9497) × Quote. Die Bandbreite liegt bei einer 2,00-Wette auf 100 € zwischen rund 189,40 € und 200 €; die Differenz von etwa 10,60 € ist die Steuerwirkung in Euro. Das ist eine Bandbreite, kein Einzelfall: Modell, Einsatzhöhe und Quote bestimmen, wo der Wert landet.
Woran lässt sich auf der GGL-Whitelist erkennen, ob ein Anbieter in Deutschland erlaubt ist?
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand 2. Oktober 2026) führt unter dem Posten „Sportwetten“ die Domain des Anbieters, den Inhaber und das Datum der Ersterlaubnis. Ist die Domain dort nicht zu finden, fehlt die Erlaubnis für Deutschland. Eine .de-Domain, eine Malta-Lizenz oder ein deutschsprachiger Support sind kein Ersatz; nur der Eintrag auf der Whitelist zählt. Folgeerlaubnisse aus dem Dezember 2022 sind auf der Whitelist nicht eigens datiert, aber die ursprüngliche Erlaubnis bleibt sichtbar.
Lizenz – wettauszahlung
Inhalt erstellt vom Team «wettauszahlung»
