Regionalliga Wetten in Deutschland: Anbieter, Quoten und Regeln für 2026

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Wer nach Wettanbietern für die Regionalliga sucht, stößt auf eine sperrige Wahrheit: In Deutschland ist genau diese Liga auf den Wettprogrammen der erlaubten Anbieter praktisch nicht zu finden. Fußball unterhalb der 3. Liga zählt nach der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder als Amateurbereich, und Wetten auf Veranstaltungen überwiegend von Amateuren sind vom Glücksspielstaatsvertrag ausgeschlossen. Was im Internet als „Regionalliga Wetten“ beworben wird, ist fast ausnahmslos ein Angebot ohne deutsche Erlaubnis – mit allen Konsequenzen für Spielerschutz, Limits und Rückzahlung im Streitfall.

Ein einfacher Rasenplatz mit kleiner Stehtribüne und Flutlichtmasten in der Dämmerung, auf der Tribüne sitzen nur wenige Zuschauer.
Aus der Fußball-Regionalliga steigen seit 2019 die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf; die restlichen zwei Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus.

*Datenstand: Oktober 16, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Abruf 2. Oktober 2026.*

Was die Regionalliga als Wettliga verbaut

Die Regionalliga ist seit der Saison 2008/09 die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball. Sie gliedert sich in fünf eingleisige Staffeln: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. Jede Staffel spielt mit 18 bis 20 Mannschaften. Die Hauptverantwortlichkeit liegt seit der Saison 2012/13 nicht mehr beim DFB, sondern bei fünf Ligaverbänden. Aufsteigen können seit 2019 drei Staffelmeister direkt in die 3. Liga; die verbleibenden zwei Staffelmeister ermitteln den vierten Aufsteiger in einem Playoff.

Diese Struktur gehört zum Hintergrund jeder Wettseite zur Regionalliga. Wichtig wird sie, weil die Frage, ob ein Spiel auf einem Wettschein erscheinen darf, nichts mit dem sportlichen Kalender zu tun hat, sondern mit der Spielklasse.

Ein abgewetzter Fußball liegt auf dem Anstoßkreis eines Naturrasens im Morgennebel.
Die erste Saison der Fußball-Regionalliga war 1963; ihre heutige Form als vierthöchste Spielklasse besteht seit der Saison 2008/09.

Warum die vierte Liga als Amateurliga zählt

Das Wettprogramm erlaubter Anbieter darf nur Sportwetten enthalten, die die GGL genehmigt hat. Ausdrücklich ausgeschlossen sind nach der GGL-Praxis Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen. Fußball unterhalb der 3. Liga fällt darunter. Die Regionalliga ist die erste Liga unterhalb dieser Grenze – und damit Teil dessen, was die Behörde als Amateurbereich behandelt.

Diese Einordnung ist keine Formsache. Sie entscheidet, ob ein Anbieter überhaupt eine Regionalliga-Partie listen darf. Erlaubte Anbieter tun es nicht, weil das Wettprogramm sonst gegen § 21 Abs. 1a des Glücksspielstaatsvertrags verstoßen würde. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis listen sie – und überschreiten damit denselben Paragrafen, nur ohne dass es jemand in Deutschland prüft.

Was das für den Wettzettel bedeutet

Der normale Wettschein aus Bundesliga, 2. Bundesliga oder 3. Liga funktioniert dort wie erwartet: Einzelwette, Kombiwette, Livewette. Für die Regionalliga bleibt davon bei erlaubten Anbietern nichts übrig. Wer dort trotzdem eine Quote sieht, hat es mit einem Angebot zu tun, das außerhalb der deutschen Erlaubnis läuft. Diese Angebote sind nicht per se kriminell, aber sie fallen aus dem Rahmen von OASIS, LUGAS und dem Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat, das für alle erlaubten Anbieter gilt.

Für die Suche heißt das: Wer eine Wettmöglichkeit auf den Regionalliga-Spielplan findet, sollte zuerst prüfen, ob der Anbieter überhaupt auf der Whitelist steht. Steht er dort nicht, gilt das gesamte Schutzsystem nicht – auch wenn der Anbieter mit „lizenziert in Malta“ oder „lizenziert in Curaçao“ wirbt.

Welche Anbieter Regionalliga-Spiele listen – und welche nicht

Die folgende Übersicht zeigt die Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis, die im Ranking berücksichtigt werden. Keiner dieser Anbieter bietet Wetten auf die Regionalliga an, weil die Liga unterhalb der von der GGL gezogenen Amateurgrenze liegt. Die Tabelle dokumentiert den Whitelist-Status, den Erlaubnisinhaber und das Datum der ersten Sportwetten-Erlaubnis.

Marke Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Erlaubnis Sportwetten seit
Betano Whitelist GGL – Inhaber Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
Sportwetten.de Whitelist GGL – Inhaber NetX Betting Limited 19.11.2020
Sportingbet Whitelist GGL – Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betway Whitelist GGL – Inhaber Betway Limited 09.03.2021
888sport Whitelist GGL – Inhaber 888 Germany Limited 30.06.2021
VBet Whitelist GGL – Inhaber SCGO Limited 05.12.2023
MERKUR BETS Whitelist GGL – Inhaber Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
AdmiralBet Whitelist GGL – Inhaber Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
bet365 Whitelist GGL – Inhaber Hillside (Europe) ENC, Sitz Ta’Xbiex, Malta 09.10.2020
bpremium Whitelist GGL – Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited, Sitz Gzira, Malta 09.10.2020

Die Whitelist der GGL umfasste zum Stichtag 2. Oktober 2026 insgesamt 30 Einträge – 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei Inhaber nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, wobei die Endung allein nichts beweist: Auch nicht zugelassene Anbieter nutzen .de-Adressen.

Was eine fehlende Regionalliga in der Praxis bedeutet

Die fehlende Regionalliga auf den Wettprogrammen ist kein Versäumnis der Anbieter. Sie ist die direkte Folge der GGL-Praxis zur Amateurregel. Wer bei einem erlaubten Anbieter eine Regionalliga-Partie sucht, bekommt sie schlicht nicht angezeigt. Die Anbieter führen Wettbewerbe ab der 3. Liga aufwärts – internationale Ligen, Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, dazu Basketball (NBA, EuroLeague), Eishockey, Tennis, Handball.

Einige Anbieter erweitern ihr Programm auf Wettbewerbe unterhalb dieser Schwelle. Winamax etwa streamt La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS sowie die Grand-Slam-Turniere, alle ATP- und WTA-Turniere und die NBA und NFL. Wettstar zeigt Live-Streams von Pferderennen aus Deutschland und der ganzen Welt. Beide Angebote bleiben oberhalb der von der GGL gezogenen Grenze. Die Regionalliga taucht auch dort nicht auf.

Wo Auswahl bleibt, wenn die Regionalliga wegfällt

Wer aus der Fußball-Regionalliga trotzdem Wetten platzieren will, hat auf dem erlaubten Markt keine legale Adresse. Der nächstliegende Ausweg führt in die 3. Liga oder in ausländische Ligen vergleichbarer Spielstärke. Beide Welten sind über die Wettprogramme der zehn Anbieter aus der Tabelle erreichbar. Wer auf ein deutsches Spiel setzen will, ohne die Schutzmechanismen von OASIS und LUGAS zu verlieren, weicht auf die 3. Liga aus. Wer eine Wette mit tieferer Staffelung sucht, findet sie in zweitklassigen Ligen aus England, Spanien oder Italien – immer mit deutscher Erlaubnis, immer mit Whitelist-Schutz.

Wettarten und Quoten: Was bleibt, wenn die Regionalliga wegfällt

Aus Bundesliga und 3. Liga sind Sieger-Wetten, Handicap, Über/Unter Tore und Ergebniswetten Standard. Auf der Regionalliga fehlt dieses Programm, weil es das Spielangebot gar nicht gibt. Wer mit dem Gedanken spielt, die Wettmechanik für andere Ligen zu verstehen, findet im Folgenden die Bausteine, die das Wettprogramm bei erlaubten Anbietern prägen – mit Ausnahme der Regionalliga.

Was eine Quote eigentlich aussagt

Eine Quote ist der Multiplikator, mit dem ein Einsatz im Gewinnfall multipliziert wird. Bei einer Quote von 2,10 auf einen Heimsieg und einem Einsatz von 10 € zahlt ein erfolgreicher Tipp 21 € zurück, davon 10 € Einsatz und 11 € Nettogewinn. Kombiwetten multiplizieren die Quoten der einzelnen Tipps zu einer Gesamtquote: Drei Tipps zu 1,80, 2,20 und 1,95 ergeben zusammen etwa 7,72. Livewetten funktionieren nach demselben Prinzip, nur dass sich die Quote während des Spiels bewegt.

Was eine Quote nicht aussagt: wie wahrscheinlich ein Ereignis ist. Die Quote ist das Angebot des Buchmachers, nicht die Wahrscheinlichkeit aus Sicht der Spieler. Der Buchmacher baut in jede Quote eine Marge ein. Die Quote von 2,10 auf einen Heimsieg entspricht aus Buchmachersicht nicht 47,6 % Wahrscheinlichkeit – sondern weniger, weil die Marge fehlt.

Wie viel die Marge einer Quote frisst

Der Quotenschlüssel ist der Anteil aller Einsätze, den ein Markt theoretisch an die Spieler zurückgibt. Er wird berechnet als 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + 1/Quoteₙ) über alle möglichen Ausgänge eines Marktes. Die Marge ist 100 % minus den Quotenschlüssel: das, was der Buchmacher im Durchschnitt behält.

Ein Beispiel mit drei Quoten für ein fiktives Spiel: 2,10 für Heimsieg, 3,40 für Unentschieden, 3,60 für Auswärtssieg. Der Kehrwert der Summe ist 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) = 1 ÷ 1,0481 ≈ 0,9543 – also rund 95,4 %. Die Marge beträgt entsprechend rund 4,6 %. Bei einem typischen 1X2-Markt mit ähnlichem Quotenbild liegt die Marge häufig in der Bandbreite von etwa 4 % bis 6 %. Die genaue Marge hängt von der Verteilung der Quoten ab, von der Sportart und vom Anbieter.

Was das in Euro heißt: Bei einer Marge von rund 5 % verliert ein Spieler, der beliebig auf verschiedene Ausgänge desselben Marktes setzt, im Schnitt 5 Cent pro eingesetztem Euro – ohne den Einsatz selbst, nur den statistischen Verlust durch die eingebaute Buchmachermarge. Wer jede Wette langfristig betrachtet, sieht in dieser Marge den Preis, den das Wetten kostet.

Warum Livewetten eigene Regeln haben

Livewetten sind Wetten während eines laufenden Spiels. Für erlaubte Anbieter in Deutschland gelten dabei Einschränkungen, die aus dem Glücksspielstaatsvertrag folgen: während eines laufenden Fußballspiels darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor gewettet werden. Auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball darf nicht gewettet werden – diese Mikromärkte sind nach § 21 Abs. 4 nicht erlaubt. Bei Fußball ist „nächstes Tor“ möglich; bei einem Spiel ohne Torchance über lange Phasen heißt das: lange Stille im Livewetten-Programm.

Cash Out, also das vorzeitige Auswerten eines Wettscheins, ist kein gesetzlich geregelter Markt, sondern eine Funktion des Anbieters. Betway etwa zeigt den Cash-Out-Wert unter „Meine Wetten“ mit einem grünen Symbol an und erlaubt die Auszahlung des vollen Betrags oder eines Teils. Sportingbet bietet Cash-Out ebenso an. Welcher Betrag ausgezahlt wird, hängt vom aktuellen Spielstand und der ursprünglichen Quote ab – und damit wieder von der Marge, die der Anbieter auch beim Cash-Out einpreist.

Verantwortungsvolles Wetten: Was bei erlaubten Anbietern gilt

Wer in Deutschland bei einem erlaubten Anbieter wettet, ist in ein System eingebunden, das Spieler schützen soll. Es reicht von der Altersgrenze über die Verifizierung bis zur Sperrdatei. Diese Mechanismen greifen nur, wenn der Anbieter tatsächlich auf der Whitelist steht. Angebote außerhalb der deutschen Erlaubnis haben daran keinen Anschluss – ein Punkt, der für die Regionalliga-Frage entscheidend ist, weil genau dort die meisten Angebote zu finden sind.

Altersgrenze und Identitätsprüfung

Die Teilnahme an Sportwetten ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Jeder Anbieter mit deutscher Erlaubnis ist verpflichtet, das Alter zu prüfen. Vor der vollständigen Verifizierung gilt eine Übergangsphase: Der Anbieter darf das Konto für höchstens 72 Stunden freischalten, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Erst nach der Verifizierung wird das Konto voll nutzbar.

Die Verifizierung läuft über ein einziges Konto pro Anbieter. Parallelspiel bei mehreren Anbietern ist über die Aktivitätsdatei kontrollierbar – einen Teil von LUGAS. Wer bei einem Anbieter gesperrt ist, kann nicht gleichzeitig bei einem anderen spielen.

Einzahlungslimit und LUGAS

Das Standard-Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar über alle erlaubten Anbieter hinweg. Das bedeutet: Wer bei Betano 600 € einzahlt, kann bei Sportwetten.de im selben Monat nur noch 400 € einzahlen. Die Kontrolle läuft über die LUGAS-Limitdatei.

Anbieter dürfen für einzelne Spieler ein höheres Limit setzen – bis zu 10.000 €, in Ausnahmefällen bis zu 30.000 €. Voraussetzung ist ein nachprüfbarer Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Wer das höhere Limit erhält, gehört zu einer kleinen Gruppe: maximal 1 % der aktiven Spieler eines Anbieters darf in die 10.000-€-bis-30.000-€-Stufe fallen.

OASIS, der Panikbutton und die Folgen

OASIS ist die zentrale Sperrdatei. Sie wird bei Registrierung und Login abgefragt. Wer sich selbst sperrt, wählt eine Frist: mindestens 3 Monate bei einer selbst gesetzten Frist, sonst mindestens 1 Jahr. Eine Fremdsperre läuft mindestens 1 Jahr. Während der Sperre darf kein Anbieter mit deutscher Erlaubnis ein Konto führen.

Der Panikbutton setzt eine sofortige 24-Stunden-Sperre. Sie hilft in akuten Situationen, ist aber keine dauerhafte Lösung. Wer dauerhaft nicht mehr spielen möchte, nutzt die Selbstsperre über OASIS.

Für Spieler, die bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielen, gilt dieses System nicht. Es gibt keinen Anschluss an OASIS, keinen Anschluss an LUGAS, kein Einzahlungslimit von 1.000 €. Das ist der Hauptunterschied zwischen erlaubten und nicht erlaubten Angeboten – auch wenn beide Anbieter mit „fairen Limits“ oder „Sicherheit“ werben.

Rechtslage: Was im Hintergrund steht

Die Rechtslage für Sportwetten in Deutschland ruht auf dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021), in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) erteilt die Erlaubnis, überwacht und verhängt Bußgelder. Sie führt die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV – die einzige zuverlässige Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter in Deutschland Sportwetten anbieten darf.

Ein geschlossenes Tor an einem Zaun mit Vorhängeschloss im Morgenlicht, dahinter ein einfacher Sportplatz.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Was die Whitelist zeigt – und was nicht

Die Whitelist führt 30 Einträge zum Stand 2. Oktober 2026. Sie enthält den Namen des Erlaubnisinhabers, die Domain und das Datum der Erteilung. Ein Enddatum führt sie nicht. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre, wird aber üblicherweise verlängert – die Whitelist zeigt das durch Folgedaten.

Eine Domain auf der Whitelist bedeutet: Der Anbieter darf auf genau dieser Domain Sportwetten anbieten. Eine andere Domain desselben Unternehmens zählt nicht automatisch. Slots, Poker oder Casino sind eigene Erlaubnisse mit eigenen Regeln. Eine Casinoerlaubnis erlaubt keine Sportwetten.

Warum die Regionalliga rechtlich gesperrt ist

§ 21 Abs. 1a GlüStV schließt Wetten auf Veranstaltungen überwiegend von Amateuren aus. Die GGL wendet diese Regel so an, dass Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich gilt. Damit ist die Regionalliga – als vierthöchste Spielklasse – Teil dessen, was nicht erlaubt ist. Die Regelung greift unabhängig davon, ob der Anbieter auf der Whitelist steht: Wer die Regionalliga listen will, kann in Deutschland keine Erlaubnis dafür bekommen.

Was im Einzelfall möglich bleibt: Anbieter dürfen einzelne Spiele listen, bei denen überwiegend Profis antreten – auch wenn sie in der Regionalliga angesetzt sind, etwa DFB-Pokal-Spiele kleiner Vereine gegen Profimannschaften. Das ändert nichts daran, dass die Regionalliga als Liga nicht auf den Wettprogrammen erscheint.

Wettsteuer und ihre Weitergabe

Die Sportwettensteuer richtet sich nach §§ 16-25 RennwLottG. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler. Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spieler weitergibt, ist seine Entscheidung. Winamax wirbt mit „0 % Wettsteuer“ und beruft sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Andere Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Gewinn ab oder verrechnen sie im Wettschein. Die Weitergabe ist Vertragssache, nicht gesetzlich festgelegt.

Der Streit um Rückzahlung

Was passiert, wenn ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis Wetten annimmt und der Spieler verliert? Dazu laufen Verfahren. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Im konkreten Fall fordert der Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hielt in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) eine Rückzahlung grundsätzlich für möglich, mit Ausnahme von Fällen, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Wer aus solchen Verfahren eine Garantie ableitet, übersieht den Stand der Rechtsdurchsetzung. Die Verfahren zeigen, dass Rückzahlungen möglich sind. Sie zeigen nicht, dass jeder Spieler sie bekommt.

Was die GGL öffentlich macht

Die GGL veröffentlicht regelmäßig Hinweise auf illegale Angebote. Am 17. September 2026 warnte sie Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“. Solche Warnungen sind keine Verbote – sie sind Hinweise darauf, dass die Behörde das Angebot als unerlaubt einstuft. Wer auf einer solchen Plattform spielt, hat keinen Zugang zu OASIS, LUGAS oder dem deutschen Rechtsweg im Streitfall.

Wer auf der Whitelist steht – und was das über den Anbieter sagt

Die Whitelist führt 30 Einträge. Zehn davon sind im Ranking dieser Seite berücksichtigt – zehn Marken, hinter denen zehn Erlaubnisinhaber stehen, die meisten mit Sitz in Malta, einige mit Wurzeln in Gibraltar oder im deutschsprachigen Raum. Was folgt, ist keine Empfehlung, sondern eine Einordnung: Welche Schwerpunkte jeder Anbieter hat, was auf dem Wettprogramm steht und welche Besonderheiten die Geschäftsbedingungen mit sich bringen.

Betano

Betano wird im Apple App Store als „Betano Sportwetten und Slots“ von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Die App-Beschreibung nennt Bet Builder – das Kombinieren mehrerer Märkte eines Spiels – sowie Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Erste Erlaubnis für Betano.de seit dem 19. Februar 2021, Folgedatum 16. Dezember 2022.

Betano ist eine Wahl für Spieler, die auf ein breites Live-Programm Wert legen und mit Bet Builder einzelne Spiele tiefer spielen wollen. Die Regionalliga bleibt außen vor – wie bei allen Anbietern auf der Whitelist.

Sportwetten.de

Sportwetten.de wird von der NetX Betting Limited betrieben, mit Sitz in 170 Pater House, Level 1 (Suite A168), Psaila Street, Birkirkara, Malta. Erste Erlaubnis seit dem 19. November 2020, Folgedatum 16. Dezember 2022. Der Anbieter trägt einen Namen, der nahelegt, dass er sich auf Sportwetten konzentriert – und nicht auf Casino oder Slots als Hauptprodukt.

Sportingbet

Sportingbet gehört zur Sportingbet (Deutschland) Limited. Erste Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgedatum 21. Dezember 2022. Das Wettprogramm enthält einen „Konfigurator+“, mit dem sich Wetten aus mehreren Begegnungen kombinieren lassen, sowie Live-Wetten. Zu den Sportarten zählen Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Für Spieler, die über mehrere Sportarten hinweg kombinieren wollen, ist Sportingbet eine Anlaufstelle mit breitem Programm – oberhalb der Regionalliga.

Betway

Betway wird von der Betway Limited betrieben. Erste Erlaubnis seit dem 9. März 2021, Folgedatum 23. Dezember 2022. Beim Cash-Out erscheint unter „Meine Wetten“ ein grünes Symbol; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Zusätzlich gibt es einen Wettkonfigurator für Fußballspiele sowie einen Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert.

888sport

888sport gehört zur 888 Germany Limited. Die Muttergesellschaft 888 Holdings PLC hat ihren Sitz in Gibraltar und ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Erste Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021, Folgedatum 15. Dezember 2022. Hinter 888sport steht ein börsennotierter Konzern – was nichts über das Wettprogramm sagt, aber Auskunft über die Konzernstruktur gibt.

VBet

VBet wird von der SCGO Limited betrieben, mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, St. Julian’s, Malta. Erste Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023 – damit ist VBet einer der neueren Einträge auf der Whitelist.

MERKUR BETS

MERKUR BETS gehört zur Merkur Bets Malta Limited, mit Sitz in Level 3, St Julians Business Centre, Triq Elija Zammit, St. Julian’s, Malta. Erste Erlaubnis seit dem 6. November 2023. Die MERKUR-BETS-App für Android und iOS nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“ und enthält in derselben App auch MERKUR SLOTS.

AdmiralBet

AdmiralBet gehört zur Greentube Betting Malta Limited. Erste Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgedaten 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024 – drei Erlaubnisschritte in knapp vier Jahren. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine eigene Erlaubnis seit dem 28. September 2022. Beide Erlaubnisse stehen nebeneinander, getrennt nach Spielart.

bet365

Bet365.de wird von der Hillside (Europe) ENC betrieben, mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Erste Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgedatum 27. Dezember 2022. bet365 gehört zu den bekanntesten Marken im internationalen Sportwettenmarkt und ist einer der frühesten Whitelist-Einträge überhaupt.

bpremium

bpremium wird von der Ladbrokes (Deutschland) Ltd betrieben, mit Sitz in Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta, Registernummer C92799 (Nutzungsbedingungen, Fassung 3. April 2023). Erste Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgedatum 21. Dezember 2022. bpremium gehört zur Ladbrokes-Gruppe, einem der ältesten Namen im britischen Wettgeschäft.

Was die Liste zusammengenommen zeigt

Keiner der zehn Anbieter listet die Regionalliga. Das ist kein Zufall und keine Nachlässigkeit: Es ist die direkte Folge der Auslegung des Glücksspielstaatsvertrags durch die GGL. Wer einen Anbieter aus dieser Liste nutzt, kann dort nicht auf Regionalliga-Spiele wetzen – und bekommt im Gegenzug OASIS, LUGAS und das 1.000-€-Limit. Wer auf einem anderen Anbieter eine Regionalliga-Partie findet, hat es mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Angebot zu tun, das diese Schutzmechanismen nicht bietet.

Wie Spieler Anbieter ohne deutsche Erlaubnis erkennen

Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis ist nicht immer leicht zu erkennen. Er trägt oft einen europäischen Markennamen, eine EU-Domain und wirbt mit „100 % legal lizenziert“. Drei Hinweise helfen bei der Einordnung.

Der erste Blick: Die Whitelist

Die Whitelist der GGL ist die einzige verbindliche Quelle. Sie steht auf der Website der GGL und führt alle erlaubten Anbieter mit Domain, Inhaber und Datum. Steht ein Anbieter dort nicht, hat er in Deutschland keine Erlaubnis für Sportwetten – unabhängig davon, welche Lizenzen er aus Malta, Curaçao oder Anjouan vorzeigt.

Der zweite Blick: Der Standort des Spielerangebots

Erlaubte Anbieter in Deutschland verlangen die Verifizierung mit Ausweis und Adresse. Sie fragen OASIS bei Registrierung und Login ab. Sie setzen das 1.000-€-Limit durch und sie schließen anonyme Zahlungsmittel wie Krypto und Prepaid aus. Wer sich bei einem Anbieter mit Fantasienamen und ohne Verifizierung in fünf Minuten registrieren kann, ist auf einem Angebot außerhalb der Whitelist – auch wenn die Seite nach Sportwetten aussieht.

Der dritte Blick: Die Werbung

Erlaubte Anbieter dürfen in Deutschland nur mit Maßgabe der Werberegeln des GlüStV werben. Werbung für Sportwetten darf nicht unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal laufen, keine aktiven Sportler oder Funktionäre zeigen, keine Affiliate-Vergütung pro Umsatz, Einzahlung oder Einsatz anbieten. Verstöße gegen diese Regeln deuten auf einen Anbieter hin, der die deutschen Regeln nicht beachtet – und damit wahrscheinlich auch keine deutsche Erlaubnis hat.

Was im Streitfall passiert

Wer bei einem nicht erlaubten Anbieter spielt und verliert, hat in Deutschland grundsätzlich keinen einfachen Weg, das Geld zurückzuholen. Die GGL kann den Anbieter in Deutschland blockieren – per Zahlungsblockade oder Netzsperre nach § 9 GlüStV. Was sie nicht kann, ist dem einzelnen Spieler sein Geld zurückgeben.

Was Verfahren zur Rückzahlung zeigen

Wie Verfahren ausgehen können, zeigen die laufenden Fälle. Der BGH hat die Frage zur Rückzahlung an den EuGH weitergereicht. Der Generalanwalt hält eine Rückzahlung grundsätzlich für möglich. Bis zu einer Entscheidung des EuGH und einer anschließenden Anwendung durch deutsche Gerichte ist offen, wie regelmäßig Rückzahlungen erfolgen. Was die Verfahren zeigen: Es gibt überhaupt eine Möglichkeit. Was sie nicht zeigen: Dass jeder Spieler sie bekommt.

Was Spieler ohne deutsche Erlaubnis nicht haben

Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, hat keinen Zugang zu OASIS. Eine Sperre dort gilt nur für den einzelnen Anbieter, nicht für andere. Die Aktivitätsdatei LUGAS greift nicht – wer bei mehreren nicht erlaubten Anbietern parallel spielt, hat keine Kontrolle durch ein übergreifendes System. Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat gilt nicht – wer mehr setzen will, findet Anbieter, die das annehmen. Die Verifizierung kann entfallen oder nur oberflächlich sein. Der Schutz vor Manipulation und vor unzuverlässiger Auszahlung hängt allein am Anbieter.

Was Regionalliga-Fans statt Wetten tun können

Wer die Regionalliga verfolgt und Wetten platzieren will, hat drei Wege.

Weg 1: Auf die 3. Liga ausweichen

Die 3. Liga ist die erste Spielklasse oberhalb der von der GGL gezogenen Amateurgrenze. Sie wird von den meisten Anbietern auf der Whitelist voll abgedeckt – mit Sieger-Wetten, Handicap, Über/Unter und Livewetten auf das nächste Tor. Für Spieler, die nah am deutschen Fußball bleiben wollen, ist die 3. Liga die naheliegende Adresse.

Weg 2: Ausländische Ligen vergleichbarer Stärke nutzen

Die zweite Liga Englands, die Segunda División Spaniens, die Serie B Italiens – sie alle liegen in einer ähnlichen Spielstärke wie die Regionalliga, nur in einem anderen nationalen Kontext. Diese Ligen sind in Deutschland wettbar, weil sie nach den Regeln der ausstellenden Verbände Profispielbetrieb sind. Wer eine Wette mit tiefer Staffelung sucht, findet sie dort.

Weg 3: Regionalliga ohne Wette verfolgen

Die Regionalliga selbst lässt sich ohne Wette verfolgen – über Live-Ticker, Vereinsmedien, Streaming-Dienste und Regionalsender. Wer den Fußball aus der vierten Liga sehen will, hat mehr Auswahl als bei den Wetten. Wer Wetten will, weicht auf eine andere Liga aus.

Häufige Fragen

Kann man in Deutschland auf die Regionalliga wetten?

Auf den Wettprogrammen erlaubter Anbieter in Deutschland ist die Regionalliga praktisch nicht zu finden. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder stuft Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich ein, und Wetten auf Veranstaltungen überwiegend von Amateuren sind vom Glücksspielstaatsvertrag ausgeschlossen. Wer im Internet auf eine Wettmöglichkeit für die Regionalliga stößt, hat es mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Angebot zu tun, das ohne deutsche Erlaubnis läuft – mit allen Konsequenzen, die das für Spielerschutz, Limits und Rechtsweg mit sich bringt.

Warum zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich, und was folgt daraus für Wetten?

Die GGL wendet § 21 Abs. 1a GlüStV so an, dass Veranstaltungen überwiegend von Amateuren oder Minderjährigen nicht auf das Wettprogramm dürfen. Fußball unterhalb der 3. Liga fällt darunter, weil dort kein durchgängiger Profispielbetrieb stattfindet. Daraus folgt: Erlaubte Anbieter dürfen solche Spiele nicht listen, auch wenn einzelne Spieler sie suchen. Wer trotzdem darauf wetten will, muss auf einen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis ausweichen und akzeptiert den Verlust von OASIS, LUGAS und Einzahlungslimit.

Was bedeutet es, wenn ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis Regionalliga-Spiele listet?

Ein solcher Anbieter nimmt in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel an – auch wenn er eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan vorzeigt. Diese Lizenzen gelten in Deutschland nicht. Die GGL warnt regelmäßig vor illegalen Angeboten und kann über Zahlungsblockaden und Netzsperren nach § 9 GlüStV vorgehen. Für den Spieler heißt das: kein OASIS, keine LUGAS-Limitdatei, kein 1.000-€-Monatslimit, kein vollständiger Verifikationsschutz, kein vereinfachter Rückzahlungsweg im Streitfall.

Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?

Die Whitelist steht auf der Website der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und führt alle erlaubten Anbieter mit Domain, Inhaber und Erlaubnisdatum. Sie ist die einzige verbindliche Quelle. Eine .de-Domain allein beweist nichts – auch nicht erlaubte Anbieter nutzen sie, und umgekehrt haben nicht erlaubte Anbieter oft ebenfalls .de-Domains. Wer auf der Whitelist steht, ist in Deutschland legal; wer fehlt, ist es nicht.

Welche Folgen hat ein Angebot außerhalb von OASIS und LUGAS für Einzahlungslimit und Spielersperre?

Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind nicht an OASIS angeschlossen. Eine Selbstsperre gilt nur für den jeweiligen Anbieter, nicht für andere Anbieter ohne Erlaubnis. LUGAS mit seiner Limitdatei und Aktivitätsdatei greift ebenfalls nicht – das 1.000-€-Standardlimit pro Monat wird nicht durchgesetzt, paralleles Spiel bei mehreren Anbietern bleibt unkontrolliert. Das ist der Hauptunterschied zwischen erlaubten und nicht erlaubten Angeboten und der Hauptgrund, warum die Whitelist mehr zählt als jede ausländische Lizenz.

Inhalt erstellt vom Team «wettauszahlung»