French Open Wetten 2026 – Anbieter, Märkte und Quoten auf Sand

Updated Oktober 2026
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Die French Open 2026 sind gespielt. Vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 wurde im Stade Roland Garros auf Terre battue aufgeschlagen, Alexander Zverev holte den Titel bei den Herren, Mirra Andrejewa bei den Damen. Wer das Turnier in den Büchern hat, kann mit dessen Runden, Sätzen und Quoten rechnen — und wer das nächste Turnier bereits mitdenkt, findet hier den Rahmen, in dem deutsche Wettende Quoten, Livewetten und Anbieter einschätzen.

Ein Sandplatz im frühen Morgenlicht, frisch gewalzt, mit weißen Linien und einem Netz im Hintergrund, keine Menschen.
Die French Open (Roland Garros) werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand (Terre battue) ausgetragen; Veranstalter ist der Weltverband ITF.

Diese Seite wurde am Oktober 16, 2026 auf Basis der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026, zusammengestellt.

Verantwortungsvolles Wetten bei Grand-Slam-Turnieren

Wer auf ein Grand-Slam-Turnier wettet, wettet zwei Wochen lang auf ein dichtes Programm. Wer nicht gegen sich selbst wettet, hat vorher drei Dinge festgelegt: ein Monatsbudget, ein Limit pro Spiel und einen Plan, wann Schluss ist. Tennis hat die Eigenschaft, dass es nie aufhört, solange jemand auf dem Platz steht — fünf Sätze, Tiebreak, Match-Tiebreak — und genau diese Eigenschaft macht es für Wettende gefährlich, die ohne Stopp-Regel ins Turnier gehen.

Ein einzelner Tennisball liegt auf rotem Sand neben einer weißen Linie, geringe Schärfentiefe.
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt.

Das deutsche Recht zieht die Linie für Wettende selbst am engsten: das anbieterübergreifende Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat, das die Limitdatei (LUGAS) durchsetzt. Wer auf mehreren Plattformen gleichzeitig spielt, wird zusätzlich über die Aktivitätsdatei erfasst — paralleles Spiel ist nach § 6h GlüStV unzulässig. Wer sich selbst aussperren will, nutzt OASIS, die bundesweite Sperrdatei; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist setzt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton jedes Anbieters blockiert das Konto für 24 Stunden, sofort. Diese Mechanismen greifen nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis; Offshore-Buchmacher sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen.

Für Tennis im Speziellen heißt das: Wer ein Konto bei einem Whitelist-Anbieter hat, kann sich nicht „nebenbei“ bei einem zweiten Buchmacher anmelden, dort einzahlen und parallel spielen — die Limitdatei erkennt das. Wer auf mehrere Plattformen setzt, muss die 1.000 € zwischen ihnen aufteilen. Werbung für die Erhöhung des Limits funktioniert nicht auf Selbstauskunft: Anbieter dürfen das Limit nur gegen nachgewiesene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit anheben, und auch dann nur in den vom Gesetz gesetzten Stufen.

Der wirksamste Hebel bleibt der eigene: ein festes Turnier-Budget, das vor dem ersten Spiel feststeht, und die Regel, nicht in das laufende Match nachzulegen, nur weil der erste Satz verloren ging. Tennis ist das Sportwetten-Format, in dem „noch ein Satz, noch ein Spiel“ am schnellsten aus dem Budget ein Vielfaches macht.

Wettmärkte auf den French Open: Sieger, Satz, Handicap

Tennis ist ungewöhnlich unter den Mannschaftssportarten: Es gibt kein Unentschieden, jeder Ball gehört eindeutig einer Seite, und das macht die Märkte überschaubar. Drei Gruppen tragen das Programm.

Siegwetten und Turniersieger

Die einfachste Wette ist der Matchsieg: Wer gewinnt dieses Spiel, Satz für Satz, Ball für Ball. Beim Grand Slam ist die Königsdisziplin die Turniersiegerwette. Wer vor dem ersten Aufschlag tippt, wer am 7. Juni den Pokal hält, wettet auf einen Monat Tennis. Die Quoten sind lang, weil das Feld groß ist — Außenseiter haben zweistellige Quoten, und die Favoriten liegen, je nach Form, irgendwo zwischen 3,00 und 6,00. Wer erst spät einsteigt, wettet auf den Rest des Tableaus, mit kürzeren Quoten und einem klareren Bild.

Die French Open verlangen von den Spielern etwas, was kein anderes Grand-Slam-Turnier verlangt: fünf Sätze bei den Herren, drei Gewinnsätze. Auf Sand verschieben sich die Kräfteverhältnisse. Ein Spieler, der auf Hartplatz serviert und nach 90 Minuten fertig ist, kann auf Sand vier oder fünf Sätze brauchen. Wer auf den Turniersieger wettet, wettet immer auch auf die Fähigkeit eines Spielers, fünfsatzige Matches zu überstehen, und auf die Form über zwei Wochen — nicht auf einen Tag.

Satzwetten und Satzergebnis

Auf Sand sind Sätze näher beieinander als auf Hartplatz, und damit wird der einzelne Satz zur eigenen Wette. Wer auf den Gewinn des ersten Satzes setzt, wettet auf den Start, nicht auf das Match. Wer auf ein exaktes Satzergebnis wie 3:1 bei den Herren oder 2:0 bei den Damen setzt, wettet darauf, dass das Match in dieser Form zu Ende geht. Diese Märkte sind verlockend, weil sie höhere Quoten tragen als der Matchsieg, und sie sind gefährlich, weil sie fünfmal so oft falsch liegen wie der Matchsieg selbst.

Der Tiebreak macht die Sache unberechenbarer. Seit März 2022 spielen alle vier Grand-Slam-Turniere den Tiebreak bis 7 im Normalstand und einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung im Entscheidungssatz. Ein Spieler, der im fünften Satz 6:6 erreicht, spielt also nicht mehr „weiter bis zwei Vorsprung“, sondern einen einzigen Tiebreak bis 10. Wer auf den genauen Satzstand setzt, muss diese Regel im Kopf haben.

Handicapwetten und das Format auf Sand

Das Handicap ist im Tennis ein Spiel- oder Satz-Handicap. Wer auf einen Spieler mit −1,5 Sätzen setzt, gewinnt nur, wenn dieser Spieler das Match mit zwei Sätzen Vorsprung holt — bei den Damen also 2:0, bei den Herren 3:0 oder 3:1, falls der Gegner genau einen Satz gewinnt. Das Gegenstück ist +1,5 Sätze: Wer darauf setzt, gewinnt, wenn der Spieler mindestens einen Satz holt, also in jedem Match außer einer glatten Niederlage.

Auf Sand ist das Satz-Handicap tendenziell riskanter als auf Rasen, weil Sätze auf Sand öfter an den Spieler gehen, der gerade besser spielt — und das kann in beiden Richtungen kippen. Die Quote spiegelt das: Wer mit −1,5 auf den klaren Favoriten setzt, bekommt auf Sand eine kürzere Quote als auf Rasen, weil der Markt dieses Risiko einpreist.

Livewetten: was die GGL erlaubt

Das deutsche Recht ist bei Livewetten restriktiver als bei Vorabwetten, und das betrifft Tennis direkt. Erlaubt sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV Wetten während eines laufenden Spiels auf das Endergebnis und auf Komponenten, die in der jeweiligen Sportart seltene Ereignisse sind: nächstes Tor im Fußball, nächster Satz im Tennis. Verboten sind Wetten auf das nächste einzelne Ereignis, das in dieser Sportart häufig vorkommt — also der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball.

Wer auf den Gewinn des nächsten Satzes setzt, bewegt sich im erlaubten Bereich. Wer auf den Gewinn des nächsten Aufschlagspiels setzt, bewegt sich im nicht erlaubten — selbst wenn der Anbieter die Wette anzeigt. Das ist der eine Fall, in dem das, was der Wettschein anbietet, und das, was das Gesetz erlaubt, auseinanderfallen. Der Anbieter mit deutscher Erlaubnis filtert diesen Markt heraus; ein Anbieter ohne diese Erlaubnis zeigt ihn, und die Wette ist unerlaubt. Wer sie abschließt, hat zivilrechtlich keinen durchsetzbaren Anspruch, wenn der Anbieter nicht auszahlt, und strafrechtlich bewegt er sich im Graubereich des § 285 StGB.

Wie die Quote entsteht: Marge im Markt

Jede Quote enthält eine Marge. Der Markt — also der Buchmacher — bildet aus den Wahrscheinlichkeiten aller möglichen Ausgänge eine Quote, aber nicht 1:1, sondern so, dass die Summe der Kehrwerte über 1 liegt. Bei einem ausgeglichenen Tennismatch auf Quote 1,90 / 1,90 sieht das so aus: Der Kehrwert von 1,90 ist 0,5263, beide Seiten addiert ergeben 1,0526. Die Auszahlungsquote ist damit 1 ÷ 1,0526 = 0,9500, also 95,00 %. Die Marge ist 100 % − 95,00 % = 5,00 %.

Anders gesagt: Von jedem Euro, der in diesem Markt gesetzt wird, behält der Buchmacher im Schnitt 5 Cent. Das ist die mathematische Form davon, warum „bessere Quoten“ auf Dauer weniger Verlust bedeuten. Ein Anbieter mit 4,5 % Marge nimmt von 100 € Einsatz 4,50 €, ein Anbieter mit 5,5 % Marge nimmt 5,50 €. Auf ein Turnier mit hunderten Wetten hochgerechnet, wird der Unterschied messbar.

Eine Quote von 1,90 / 1,90 ist dabei nur ein Beispiel für einen ausgeglichenen Markt. In der Realität sehen die Quoten seltener symmetrisch aus. Wer auf den klaren Favoriten wettet, bekommt 1,30; wer auf den Außenseiter wettet, bekommt 3,40. Die Marge wird dann ungleich über die beiden Seiten verteilt, liegt aber typischerweise im Bereich von 4 bis 7 % bei den großen Anbietern. Wer wissen will, wie viel sein konkreter Anbieter nimmt, rechnet die Kehrwerte aller angebotenen Quoten zusammen und schaut, wie weit das Ergebnis über 1 liegt.

Die French Open: Turnier, Modus, Rekorde

Die French Open sind das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres, gespielt auf Sand, ausgetragen im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris. Veranstalter ist seit 1979 die International Tennis Federation, das Turnier selbst reicht zurück bis 1891, damals noch als „Championnat de France international de Tennis“.

Modus auf Sand

Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Im Normalstand wird bis 6 gespielt, bei 6:6 folgt der Tiebreak bis 7 mit zwei Punkten Vorsprung. Im Entscheidungssatz — also dem fünften Satz bei den Herren und dem dritten Satz bei den Damen — gilt seit der Einigung aller vier Grand-Slam-Turniere im März 2022 der Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Was im Regelwerk wie eine kleine Formalität klingt, verändert die Wettmathematik: Wer im fünften Satz bei 6:6 landet, hat noch einen einzigen Tiebreak vor sich, nicht das offene Ende eines 12:12.

Die Edition 2026

Die French Open 2026 liefen vom 24. Mai bis 7. Juni 2026, zwei Wochen Programm mit Qualifikation, Hauptfeld und Finalwochenende. Das Gesamtpreisgeld lag bei 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr; die Einzelsieger erhielten jeweils 2.800.000 €. Im Herreneinzel gewann Alexander Zverev das Finale gegen Flavio Cobolli, im Dameneinzel Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Für die Wettbetrachtung zählt weniger das Ergebnis als die Struktur: Wer 2027 wieder einsteigt, weiß, dass das Turnier in den Mai fällt, dass das Hauptfeld zwölf Tage läuft und dass die Finalwoche drei Tage Unterhaltung im Viertelstundentakt liefert.

Rekorde als Wettkontext

Rafael Nadal hält den Rekord im Herreneinzel mit 14 Titeln, Chris Evert den Rekord im Dameneinzel mit 7 Titeln. Diese Zahlen sind kein Wett-Tipp, aber sie erklären, warum die Quoten auf die Favoriten in Paris historisch nie ganz so kurz waren wie in Wimbledon oder bei den US Open — der „König von Paris“ war über ein Jahrzehnt lang ein Eigenname, und die Buchmacher mussten Nadal-Quoten finden, die seinem Namen gerecht wurden, ohne den Rest des Feldes uninteressant zu machen.

Anbieter im Vergleich: zehn Whitelist-Buchmacher

Die folgende Tabelle ordnet die zehn Anbieter dieses Vergleichs nach ihrer Position auf der GGL-Whitelist. „Erlaubnis seit“ nennt das Datum der ersten Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist, die Folgenerlaubnisse sind in der jeweiligen Karte unten vermerkt. Die Spalte „Erlaubnisinhaber“ nennt die Gesellschaft, die auf der Whitelist als Veranstalterin geführt wird — nicht zwingend den Markennamen. Wer bei einem dieser Anbieter spielt, spielt bei einem verifizierten Whitelist-Anbieter; wer bei einem anderen spielt, spielt ohne deutsche Erlaubnis.

Anbieter Whitelist-Status Erlaubnisinhaber Erlaubnis seit
Interwetten Whitelist Sportwetten Interwetten Gaming Limited (Malta) 02.11.2020
ODDSET Whitelist Sportwetten Oddset Sportwetten GmbH (Deutschland) 18.11.2020
Sportingbet Whitelist Sportwetten Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tiptorro Whitelist Sportwetten Torro Tec Limited (Malta) 30.06.2021
AdmiralBet Whitelist Sportwetten Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Winamax Whitelist Sportwetten WINAMAX S.A. (Frankreich) 29.06.2021
bet-at-home Whitelist Sportwetten Bet-at-home.com Internet Limited (Malta) 02.11.2020
DAZN Bet Whitelist Sportwetten DZBT Operations Limited (Malta) 22.08.2023
888sport Whitelist Sportwetten 888 Germany Limited 30.06.2021
NEO.bet Whitelist Sportwetten Greenvest Betting Limited 09.10.2020

Was die Tabelle nicht zeigt: Die Folgenerlaubnisse, die jeder dieser Anbieter zwischen 2022 und 2024 erhalten hat und die die laufende Erlaubnis jeweils aktualisieren. Auch zeigt sie nicht, wie tief das Tennis-Programm bei jedem Anbieter wirklich ist, ob Live-Streams verfügbar sind, wie das Quotenniveau auf Sand konkret aussieht, oder ob die Sportwettensteuer an den Kunden durchgereicht wird. Diese Punkte sind Sache der Anbieterkarten unten.

Interwetten

Interwetten steht seit dem 2. November 2020 auf der Whitelist, Folgenerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Veranstalterin ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne’ Point, Sliema, Malta. Der Anbieter gehört zu den etablierten Namen im deutschsprachigen Raum und führt Tennis ganzjährig im Programm, mit Vorrunden- und Hauptfeldwetten auf ATP, WTA und ITF. Für die French Open heißt das in der Regel: Siegwetten, Satzwetten und Handicap auf jedes Match des Hauptfeldes, dazu Langzeitwetten auf den Turniersieger und teilweise auf die Halbfinalisten. Wer einen klassischen Anbieter mit langer Tennis-Historie sucht, findet hier ein vollständiges Wettprogramm; wer Live-Streams erwartet, muss prüfen, was der Anbieter aktuell anbietet, da Tennis-Streams nicht zum Pflichtprogramm der GGL gehören.

ODDSET

ODDSET ist der einzige Anbieter im Vergleich mit deutschem Veranstalter: die ODDSET Sportwetten GmbH, die ihre Erlaubnis am 18. November 2020 erhielt, Folgenerlaubnis am 15. Dezember 2022. Das Regierungspräsidium Darmstadt hatte den Bescheid ausgestellt, Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle. ODDSET gehört zum staatlichen Sportwetten-Angebot und war vor der Liberalisierung des Glücksspielstaatsvertrags die einzige legale Marke in Deutschland. Das prägt den Auftritt bis heute: solide, nüchtern, mit dem Schwerpunkt auf Fußball und den großen Sportarten. Tennis ist im Programm, aber das Turnier-Tiefe-Niveau bei einem Grand Slam ist nicht zwingend so umfangreich wie bei einem spezialisierten Wettanbieter. Wer einen Anbieter mit deutscher Veranstalterin sucht, ist hier richtig; wer das breiteste Tennis-Programm sucht, sollte die Anbieter mit Mainstream-Sportfokus prüfen.

Sportingbet

Sportingbet hält die Whitelist-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgenerlaubnis am 21. Dezember 2022. Veranstalterin ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Im Wettprogramm bietet Sportingbet einen „Konfigurator+“ für kombinierte Wetten, dazu Live-Wetten auf eine breite Sportauswahl — Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts, Snooker. Für die French Open heißt das: Kombinationsmöglichkeiten über mehrere Spiele hinweg, was bei einem Großturnier mit zwölf Tagen Programm interessant wird, weil ein Akkumulator über fünf Runden denkbar ist. Wer auf Kombinationen setzt, sollte die Quotenmultiplikation im Auge behalten — die Marge wächst mit jeder hinzugefügten Auswahl.

Tiptorro

Tiptorro ist die deutsche Marke hinter dem Anbieter, der im App Store als „Tiptorro“ von der Torro Tec Limited (Malta) geführt wird. Die Whitelist-Erlaubnis besteht seit dem 30. Juni 2021, Folgenerlaubnis am 27. Dezember 2022. Tiptorro bewirbt sich als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL“ — also genau das, was die Whitelist abbildet. Der Anbieter ist im deutschsprachigen Markt bekannt, das Tennis-Programm umfasst die üblichen Märkte. Wer eine mobile-first Anwendung sucht, ist bei Tiptorro richtig; die Wettprogramm-Tiefe bei Grand Slams ist Stand der üblichen Mainstream-Anbieter.

AdmiralBet

AdmiralBet wird auf der Whitelist seit dem 9. Oktober 2020 geführt, mit Folgenerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024 — drei Erlaubnisschritte innerhalb von knapp vier Jahren, was auf einen Anbieter hinweist, der das deutsche Erlaubnissystem operativ ernst nimmt. Veranstalterin ist die Greentube Betting Malta Limited. Für die French Open ist das Tennis-Programm im Standard erwartbar, mit der Besonderheit, dass AdmiralBet auch virtuelle Automatenspiele auf einer eigenen Domain führt — was für die Sportwette selbst keine Rolle spielt, aber zeigt, dass die Anbietergruppe ihre Erlaubnisse breit aufgestellt hat. Wer Tennis-Wetten und Casino-Angebot aus einer Hand sucht, hat hier beide Welten unter dem gleichen Erlaubnisinhaber.

Winamax

Winamax ist seit dem 29. Juni 2021 auf der Whitelist, Folgenerlaubnis am 8. Dezember 2022. Veranstalterin ist die WINAMAX S.A., eine französische Aktiengesellschaft. Winamax ist im französischen Markt seit Jahren einer der führenden Anbieter und in Deutschland mit einer Mischung aus Quoten, Live-Streams und einem wettenden Publikum aufgetreten, das die Besonderheit der Marke ausmacht: Wer im Winamax-TV Tennis-Streams sieht, sieht sie im eigenen Kundenkonto, gestreamt aus den vier Grand-Slam-Turnieren, allen ATP- und WTA-Turnieren sowie aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie, MLS, NBA und NFL. Für die French Open heißt das konkret: Wer über Winamax wettet, kann dieselben Matches sehen, auf die er wettet. Winamax bewirbt im Footer der Website „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist eine Marketingaussage, gestützt auf eine konkrete, datierte Studie — der Wettende muss selbst entscheiden, was „beste Quote“ über 45 % der untersuchten Spiele hinweg für sein konkretes Match auf Sand bedeutet.

bet-at-home

bet-at-home steht seit dem 2. November 2020 auf der Whitelist, Folgenerlaubnis am 22. Dezember 2022, und hat zusätzlich eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022. Veranstalterin ist die Bet-at-home.com Internet Limited. Der Anbieter ist im deutschsprachigen Markt seit langem präsent und führt ein vollständiges Tennis-Programm über alle großen Turniere. Die Sportwettensteuer wird in der Regel an die Kunden durchgereicht — das ist eine Frage der Geschäftsbedingungen, nicht der Erlaubnis. Wer einen Anbieter mit langer Marktpräsenz und klarer deutscher Whitelist-Adresse sucht, ist hier richtig; die Frage, ob die Quote die Steuer kompensiert, muss am konkreten Wettschein geprüft werden.

DAZN Bet

DAZN Bet ist der jüngste Anbieter im Vergleich: Die Erlaubnis besteht seit dem 22. August 2023, eine Folgenerlaubnis ist im Whitelist-Stand vom 2. Oktober 2026 nicht vermerkt. Veranstalterin ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta. DAZN Bet profiliert sich über die Verbindung zum DAZN-Sportstreaming-Angebot — wer ohnehin DAZN-Kunde ist, findet hier den passenden Wettanbieter. Für die French Open ist die programmatische Erwartung Standard, mit Vorteil, wenn der Nutzer die Streams bereits anderswo bezieht. Der Anbieter ist noch jung auf der Whitelist, was die Liste der Folgenerlaubnisse kurz hält — kein Qualitätsurteil, schlicht eine Frage der Zeit seit der ersten Erlaubnis.

888sport

888sport gehört zur 888-Gruppe, deren Holding 888 Holdings PLC in Gibraltar sitzt und seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Die Whitelist-Erlaubnis für 888sport besteht seit dem 30. Juni 2021, Folgenerlaubnis am 15. Dezember 2022. Veranstalterin ist die 888 Germany Limited. 888sport ist im internationalen Markt etabliert, das deutsche Angebot trägt die übliche Mainstream-Struktur. Für die French Open heißt das: vollständiges Wettprogramm auf das Turnier, ohne dass der Anbieter in einer Disziplin besonders heraussticht. Wer einen Anbieter mit internationaler Konzernstruktur und vollständiger deutscher Erlaubnis sucht, ist hier bedient; die Frage, ob das Tennis-Programm in der Tiefe über das Standardniveau hinausgeht, prüft der Nutzer am Wettschein.

NEO.bet

NEO.bet steht seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, Folgenerlaubnis am 22. Dezember 2022. Veranstalterin ist die Greenvest Betting Limited. NEO.bet gehört zu den kleineren Marken im deutschsprachigen Vergleich, mit überschaubarem Wettprogramm und Fokus auf die Kernsportarten. Für die French Open ist die programmatische Abdeckung grundlegend, mit Tiebreak auf das Hauptfeld. Wer einen kompakten, nüchternen Anbieter ohne aufgeblähtes Zusatzangebot sucht, ist hier richtig; für die ganz spezielle Live-Tiefe auf Sand ist NEO.bet nicht der erste Ansprechpartner.

Rechtslage: Was die GGL erlaubt — und was nicht

Die Rechtslage für Tenniswetten in Deutschland ist überschaubar, weil das Sportwetten-Erlaubnissystem seit dem 1. Juli 2021 vollständig in Kraft ist. Erlaubt sind Wetten auf Profiturniere nur bei Anbietern, die eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder haben. Die Erlaubnis wird auf Antrag erteilt, gilt nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre und wird auf der Whitelist nach § 9 Abs. 8 geführt. Die Whitelist ist die einzige zuverlässige Quelle: Sie enthält am Stand 2. Oktober 2026 insgesamt 30 Einträge — 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei weitere nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber nicht jede .de-Domain ist gelistet. Wer auf der Whitelist steht, hat eine Erlaubnis; wer nicht auf der Whitelist steht, hat keine — unabhängig von Lizenzen aus Malta, Curaçao oder Anjouan.

Eine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch neben einer Kaffeetasse, im Hintergrund ein helles Fenster.
Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Wettprogramm und Livewetten

Das Wettprogramm ist in § 21 GlüStV geregelt. Erlaubt sind Fixed-Odds-Wetten auf das Ergebnis eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse im Ereignis, einzeln oder in Kombination. Bei Livewetten ist der Spielraum enger: Wetten während des laufenden Spiels sind nur auf das Endergebnis und auf Komponenten erlaubt, die in der jeweiligen Sportart seltene Ereignisse sind. Im Tennis ist „nächster Satz“ ein solches seltenes Ereignis und damit erlaubt; „nächster Punkt“ oder „nächstes Aufschlagspiel“ sind häufige Ereignisse und damit verboten. Anbieter mit deutscher Erlaubnis filtern diese Märkte aus dem Live-Programm heraus; ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zeigt sie — und die Wette ist unerlaubt.

Verboten sind Wetten auf Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen — in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Verboten sind manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Zu E-Sports hat die GGL klargestellt, dass E-Sport nicht als Sport anerkannt ist und es keine lizenzierten E-Sport-Wetten in Deutschland gibt.

Cash Out, Streaming, Bonus

Cash Out unterliegt keiner gesetzlichen Regel; es ist eine Funktion, die jeder Anbieter selbst in seine Geschäftsbedingungen setzt. Live-Streams sind ebenfalls keine Pflicht; wer streamt, streamt auf eigenem Angebot. Boni auf Sportwetten sind im GlüStV nicht geregelt — es gibt keine gesetzliche Obergrenze für Bonushöhe, keinen Mindestumsatz, keine Mindestquote. Was ein Anbieter an Bonus bietet, steht in seinen Bedingungen, und die sind so unterschiedlich wie die Anbieter selbst. Wer einen Bonus annimmt, liest die Bedingungen vorher — denn dort stehen Umsatzfaktor, Frist, Mindestquote und ausgeschlossene Wettmärkte.

Werbung

Werbung für Sportwetten ist nach § 5 GlüStV nur Inhabern einer Erlaubnis gestattet. Für Sportwetten gilt ein Werbeverbot unmittelbar vor und während der Live-Übertragung eines Ereignisses auf demselben Kanal, ein Verbot von Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären sowie ein Verbot der Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Der Werbezeit-Bann zwischen 6:00 und 21:00 Uhr betrifft Online-Casinospiele, Online-Poker und virtuelle Automatenspiele, nicht Sportwetten. Werbung mit „0 % Wettsteuer“ oder „besten Quoten“ ist damit nicht per se unzulässig — sie muss aber von einem Erlaubnisinhaber kommen und darf keine falschen Tatsachenbehauptungen enthalten.

Steuer

Die Sportwettensteuer ist in §§ 16–25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 % auf der Basis „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Wettende. Ob der Veranstalter die Steuer an den Kunden durchreicht, ist seine Entscheidung — die Whitelist sagt darüber nichts. Wer wissen will, ob sein Anbieter die Steuer weitergibt, liest die Geschäftsbedingungen oder den Wettschein-Auszug. Wer die Steuer zahlt, hat damit keine Erlaubnis — die GGL weist ausdrücklich darauf hin, dass auch nicht erlaubte Anbieter die Steuer ordnungsgemäß abführen.

Zivilrechtliche Folgen für Spieler bei unlizenzierten Anbietern

Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, hat zivilrechtlich grundsätzlich keinen Anspruch auf Rückzahlung seiner Einsätze. Allerdings hat der Bundesgerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Im konkreten Fall fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verlust aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden können — mit der Ausnahme, dass die Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Was der EuGH entscheidet, steht noch aus. Wer spielt, sollte nicht darauf wetten, dass er sein Geld zurückbekommt.

Strafrechtliche Seite

Das Organisieren unerlaubter Sportwetten ist nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bedroht, das Werben dafür nach § 284 ebenfalls, die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind in der Praxis nicht etabliert — das ist weder eine Entwarnung noch eine Dramatisierung. Wer die Wette abschließt, bewegt sich in einer Grauzone; wer den Anbieter empfiehlt oder bewirbt, bewegt sich näher an der Strafbarkeit.

Rechenbeispiel: Marge im Zwei-Wege-Markt

Wer wissen will, was ein Anbieter an einem ausgeglichenen Markt verdient, rechnet die Kehrwerte der angebotenen Quoten zusammen. Bei einer Siegwette auf Sand mit Quote 1,90 für Spieler A und Quote 1,90 für Spieler B ergibt sich:

Das heißt: Von jedem Euro, der insgesamt auf dieses Match gesetzt wird, behält der Anbieter im Durchschnitt 5 Cent. Bei einem Umsatz von 100.000 € auf ein einzelnes Spiel entspricht das 5.000 € Rohertrag, bevor Kosten, Werbung und Steuern abgezogen sind. Diese Rechnung gilt für ein einzelnes Markt-Beispiel; in der Realität sind Quoten selten so ausgeglichen, und die Marge ist über die Ausgänge ungleich verteilt. Sie liegt aber typischerweise im Bereich von 4 bis 7 %, wenn der Anbieter im Wettbewerb steht.

Das Beispiel zeigt auch, warum „bessere Quoten“ für den Wettenden nicht symbolisch sind: 0,5 Prozentpunkte Marge sind auf ein Turnier mit 200 € Einsatz etwa 1 € weniger Verlust pro Spiel — und bei einem Grand-Slam-Turnier mit dutzenden Wetten aufsummiert wird der Unterschied zu einem spürbaren Posten.

Häufige Fragen zu French-Open-Wetten

Wer hat die French Open 2026 gewonnen?

Das Herreneinzel 2026 gewann Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli, das Dameneinzel Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Das Turnier lief vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 im Stade Roland Garros, das Gesamtpreisgeld betrug 61.723.000 €.

Worin unterscheiden sich Siegwetten, Satzwetten und Handicapwetten?

Die Siegwette tippt den Matchsieger, die Satzwette tippt den Sieger eines einzelnen Satzes oder das exakte Satzergebnis, und die Handicapwette gibt einem Spieler einen virtuellen Vor- oder Rückstand. Auf Sand sind Sätze tendenziell näher beieinander, was Handicapwetten riskanter und quotenstärker macht.

Welche Livewetten auf Tennis sind in Deutschland erlaubt?

Erlaubt sind Wetten auf das Endergebnis und auf seltene Komponenten wie den nächsten Satz. Verboten sind Wetten auf häufige Ereignisse wie den nächsten Punkt oder das nächste Aufschlagspiel. Anbieter mit deutscher Erlaubnis zeigen nur die erlaubten Märkte; wer andere sieht, spielt ohne Erlaubnis.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Siegwette mit Quote und Steuer?

Der Brutto-Return ist Einsatz × Quote, der Nettogewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Die Sportwettensteuer von 5,3 % auf der Basis Einsatz minus Steuer wird vom Veranstalter gezahlt, kann aber vom Anbieter an den Kunden durchgereicht werden — das variiert je nach Anbieter und ist eine Frage der Geschäftsbedingungen, nicht der Erlaubnis.

Woran erkenne ich auf der GGL-Whitelist, ob ein Anbieter für Tennis eine Erlaubnis hat?

Die Whitelist der GGL listet jeden Erlaubnisinhaber mit Domain, Erlaubnistyp und Datum der Erteilung. Wer Tenniswetten anbieten will, braucht eine Sportwetten-Erlaubnis; eine Casino- oder Pokererlaubnis deckt das nicht ab. Die Whitelist ist unter glücksspiel-behoerde.de öffentlich, ein Eintrag dort ist der einzige zuverlässige Nachweis einer deutschen Erlaubnis.

Was passiert mit einer Wette bei Aufgabe oder Abbruch?

Die Auszahlung richtet sich nach den Regeln des Anbieters zum Zeitpunkt des Abbruchs — Tennis-Wetten werden in der Regel nach dem offiziellen Ergebnis des Veranstalters (ITF) gewertet, Aufgaben während eines Satzes können als Verlust der laufenden Wette oder als Wettgewinn für den führenden Spieler gewertet werden, je nach Anbieter und Markt. Die GGL schreibt vor, dass Gewinne erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt werden.

Inhalt erstellt vom Team «wettauszahlung»