Tour de France 2026: Wo lizenzierte Buchmacher in Deutschland Radsportwetten anbieten

Updated Oktober 2026
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Stand: Oktober 16, 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Eine leere Landstraße schlängelt sich im Morgenlicht durch einen Gebirgspass, am Straßenrand liegt ein einzelnes Rennrad im Gras.
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris statt und umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km.

Die Tour de France 2026 ist gefahren, 21 Etappen, 3.245 km von Barcelona bis Paris, Gesamtsieger Tadej Pogačar zum fünften Mal. Wer jetzt noch eine Wette auf den Ausgang platzieren will, kommt zu spät. Wer sich auf die nächste Auflage vorbereitet, findet hier den Rahmen, in dem Radsportwetten in Deutschland überhaupt stattfinden: die Liste der erlaubten Anbieter, die Wettarten, die auf einer Rundfahrt überhaupt angeboten werden dürfen, und die Preise, die in diesen Quoten stecken.

Was hier nicht steht: ein Tipp, wer das Gelbe Trikot tragen wird. Solche Vorhersagen lassen sich aus Quoten, Teams und Streckenprofil nicht ableiten, und wer danach handelt, setzt Geld auf eine Behauptung, die niemand belegen kann.

Verantwortung bei einer dreiwöchigen Rundfahrt: Schutzmechanismen und ihre Wirkung

Eine Tour de France dauert fast einen Monat. Drei Wochen tägliche Etappen, 21 Streckenabschnitte, dazwischen Ruhetage, die im Wettprogramm eigene Märkte mit eigenen Quoten öffnen. Wer eine Wette platziert, kommt an einem typischen Julitag nicht umhin, mehrmals auf den Bildschirm zu schauen. Genau hier setzen die Schutzregeln des Glücksspielstaatsvertrags 2021 an.

Wer in Deutschland bei einem Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis spielt, hat sich vor der ersten Auszahlung vollständig identifiziert. Davor gilt eine 72-Stunden-Spielphase mit maximal 100 € Einzahlung. Danach greift das LUGAS-Limitdatei-System: standardmäßig dürfen Spielende 1.000 € im Kalendermonat über alle Anbieter hinweg einzahlen. Wer mehr wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen kann, etwa über Gehaltsabrechnungen oder Vermögensnachweise, kann bis 10.000 € freischalten lassen, in Ausnahmefällen bis 30.000 €, allerdings höchstens für ein Prozent der aktiven Spielenden eines Anbieters. Die Senkung des Limits tritt sofort in Kraft, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Parallel ist Mehrfachspiel bei verschiedenen Anbietern technisch unterbunden, geprüft über die Aktivitätsdatei.

Die zweite Säule ist OASIS, das bundesweite Sperrsystem. Bei Registrierung und Anmeldung wird abgeglichen; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, sofern der Spielende selbst eine Frist setzt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen, was auf den ersten Blick großzügig wirkt und auf den zweiten die Frage aufwirft, wer die Hand auf den Bildschirm hält, wenn die Tour in die dritte Woche geht.

Was folgt daraus konkret: Wer plant, die gesamte Tour zu begleiten und auf Etappensieger, Trikote oder die Gesamtwertung zu setzen, sollte sich vor dem ersten Etappenstart mit dem eigenen Anbieter über sein persönliches Monatslimit verständigen. Eine Erhöhung ist möglich, sie braucht Nachweise und sieben Tage Vorlauf. Wer erst in der zweiten Woche merkt, dass das eigene Budget nicht reicht, kann das Limit nicht kurzfristig nach oben anpassen, sondern nur nach unten, und das nach oben dauert eine Woche. Die Mechanik ist nicht dazu da, das Wetten zu erschweren, sondern dazu, den Juli als das zu behandeln, was er ist: einen Ausnahmemonat.

Anlaufstellen für Betroffene und Angehörige sind die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit der Kampagne „Check-dein-Spiel“ sowie die Sucht- und Drogenhotline des Bundesministeriums für Gesundheit. Beide Stellen sind kostenfrei und anonym erreichbar.

Quoten und Wettarten bei einer Rundfahrt: Was eine Quote über die Veranstaltung verrät

Welche Wettarten die Anbieter führen

Bei einer Grand Tour wie der Tour de France halten lizenzierte deutsche Anbieter in der Regel fünf Hauptmärkte vor. Der wichtigste ist die Gesamtwertung, die Wette auf den Fahrer, der nach allen Etappen die geringste Gesamtzeit aufweist. Daneben gibt es die Etappenwette, also die Vorhersage des Tagessiegers einer einzelnen Etappe, sowie Märkte auf die drei Trikotwertungen: das Grüne Trikot für die Punktewertung, das Gepunktete für die Bergwertung und das Weiße für den besten Nachwuchsfahrer. Hinzu kommen Duell-Wetten, bei denen zwei Fahrer einer Etappe oder der Gesamtwertung direkt gegeneinander gestellt werden, und Spezialwetten, etwa auf die Anzahl der Etappensiege eines Teams oder auf den ersten Ausreißer des Tages.

Was die Quote über einen Markt aussagt

Eine Quote ist die Gegenleistung des Anbieters für einen Einsatz, in Dezimalform ausgedrückt. Bei 2,10 bekommt der Spielende für jeden Euro Einsatz 2,10 € zurück, also 1,10 € Gewinn, sofern die Wette eingeht. Was die Quote NICHT zeigt, ist die Wahrscheinlichkeit, mit der der Anbieter den Ausgang selbst einschätzt. Eine Quote von 5,00 auf einen Außenseiter bedeutet nicht, dass der Buchmacher ihn für 20 Prozent wahrscheinlich hält, sondern nur, dass er bereit ist, das Fünffache des Einsatzes auszuzahlen. Zwischen der tatsächlichen Wahrscheinlichkeit und der ausgewiesenen Quote liegt die Marge, der Anteil, den der Anbieter von jeder platzierten Wette einbehält.

Die Marge als versteckter Preis

Die Marge ist die eine Zahl, die in jeder einzelnen Wette steckt und über die niemand spricht. Sie lässt sich aus den Quoten aller möglichen Ausgänge eines Marktes berechnen. Bei einer klassischen Zwei-Wege-Wette, etwa der Frage, ob Fahrer A oder Fahrer B die Etappe gewinnt, addieren sich die reziproken Quoten zu einer Summe größer als 1, und der Abstand zu 1 ist die Marge.

Rechenbeispiel: Ein Anbieter quotiert ein Duell zwischen zwei Fahrern mit 1,90 und 1,90. Die reziproken Werte sind jeweils 1 ÷ 1,90 = 0,5263, addiert 1,0526. Die Marge beträgt 0,0526, also 5,26 Prozent, je nach Rundung des Anbieters zwischen etwa 5 und 6 Prozent. Was das praktisch heißt: Von jedem Euro, der auf dieses Duell gesetzt wird, behält der Anbieter im Schnitt etwa fünf Cent; die restlichen 95 Cent werden als Gewinne wieder ausgeschüttet. Dieser Prozentsatz ist konstant über die gesamte Wette, unabhängig davon, welcher Fahrer tatsächlich gewinnt. Er ist das eigentliche Geschäftsmodell.

Bei einer Drei-Wege-Wette wie der Gesamtwertung liegt die Marge höher, typischerweise zwischen 6 und 10 Prozent, weil drei statt zwei Ausgänge zu bewerten sind. Bei Spezialwetten mit vielen Ausgängen, etwa der Frage nach dem ersten Ausreißer, kann sie noch weiter steigen. Wer Quoten vergleicht, vergleicht also nicht nur die Auszahlung im Erfolgsfall, sondern auch den Preis, der in jeder einzelnen Wette eingepreist ist.

Livewetten: was der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt

Livewetten während einer laufenden Etappe sind in Deutschland eingeschränkt, aber nicht verboten. Erlaubt sind Wetten auf das Gesamtergebnis der Etappe, auf den nächsten Zwischensprint und auf den nächsten kategorisierten Anstieg, sofern diese Ereignisse in der betreffenden Disziplin selten genug sind, um keine Manipulation zu begünstigen. Beim Radsport gehören Etappensiege, Trikotgewinne und größere Punktegewinne zu den erlaubten Live-Märkten. Mikromärkte auf den nächsten einzelnen Punktgewinn oder den nächsten Pedaltritt sind nicht zulässig. Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des jeweiligen Wettereignisses.

Streckenverlauf, Etappentypen und Austragungsdaten: Wie der Spielplan der Tour aussieht

Spielplan und Etappentypen einer Grand Tour

Die Tour de France 2026 begann am 4. Juli in Barcelona und endete am 26. Juli in Paris. Sie umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km. Im Radsport ersetzt der Streckenverlauf den Spielplan anderer Sportarten. Es gibt keine festen Wettzeiten und keinen Ligaspieltag, sondern eine Abfolge von Etappen, die nach Typ kategorisiert sind: Flachetappen mit Massensprint, wellige Etappen für Ausreißer, Bergetappen, die über die Gesamtwertung entscheiden, Einzelzeitfahren gegen die Uhr und Mannschaftszeitfahren. Ruhetage, meist ein bis zwei während der Rundfahrt, unterbrechen die Sequenz. Wettmärkte öffnen jeweils einige Tage vor der Etappe und schließen mit deren Start.

Eine Wette auf die Gesamtwertung wird üblicherweise bereits am Tag des Grand Départ platziert, wenn auch spätere Wetten während der Tour möglich sind. Etappenwetten werden am Vorabend oder am Morgen der jeweiligen Etappe angeboten, Livewetten öffnen mit dem Start des jeweiligen Abschnitts. Der Plan der Etappen bestimmt also den Rhythmus, in dem gewettet werden kann, und der Juli bedeutet für lizenzierte Anbieter in Deutschland eine Phase erhöhter Wettaktivität mit entsprechend strenger Kontrolle der Schutzmechanismen.

Teams, Fahrer und die Trikotwertungen

Seit 2018 besteht ein Tour-Team aus acht Fahrern; bis 2017 waren es neun. Die 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet, was das Starterfeld begrenzt und die Wettoptionen auf Fahrer aus der zweiten Reihe einschränkt. Vier Trikotwertungen strukturieren die Wertung: Gelb für den Gesamtführenden, also den Fahrer mit der niedrigsten Gesamtzeit, Grün für den Führenden der Punktewertung, die an Etappenankünften und Zwischensprints vergeben wird, Gepunktet für den Führenden der Bergwertung, die an kategorisierten Anstiegen vergeben wird, und Weiß für den besten Nachwuchsfahrer unter 26 Jahren. Die Gesamtwertung basiert ausschließlich auf den addierten Zeiten der Fahrer, die Schlussetappe findet seit 1967 immer an einem Sonntag statt.

Welche Märkte daraus entstehen: Bei der Gesamtwertung wird auf den Sieger gewettet, oft auch auf die Top Drei, Top Zehn und Head-to-Head-Duelle. Bei der Punkte- und Bergwertung auf den Träger des jeweiligen Trikots nach Paris. Bei den Etappen auf den Tagessieger, teilweise auf die Top Drei einer Etappe. Spezialwetten betreffen die Anzahl der Etappensiege eines Teams, den ersten Ausreißer des Tages oder die Frage, ob die Etappe im Sprint oder in einer kleineren Gruppe entschieden wird.

Was die Tour 2026 im Nachhinein zeigt

Wer den Ausgang 2026 als Referenz für künftige Quoten heranzieht, sollte vier Ergebnisse kennen. Tadej Pogačar gewann die Gesamtwertung vor Remco Evenepoel und Isaac del Toro. Mads Pedersen trug das Grüne Trikot, Richard Carapaz das Gepunktete. Die Tour 2026 ist die fünfte Gesamtwertung für Pogačar, womit er mit Anquetil, Merckx, Hinault und Indurain gleichzieht. Diese Historie ist allerdings kein Indikator für künftige Quoten, weil die Buchmacher sie längst eingepreist haben. Wer auf der Suche nach einem Außenseiter ist, der die nächste Auflage prägen könnte, findet ihn in den Wettmärkten, nicht in den Siegerlisten der Vergangenheit.

Grundlagen des Radsports: Woher die Tour kommt und warum das Format Märkte prägt

Die Tour de France wurde 1903 von der Sportzeitung L’Auto gegründet, damals mit 60 Fahrern und einer Gesamtdistanz von 2.428 km. Seither ist die Veranstaltung durchgehend ausgetragen worden, mit Ausnahme der Kriegsjahre 1915 bis 1918 und 1940 bis 1946. Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation, kurz ASO, die auch die Vuelta a España und eine Reihe weiterer Radrennen organisiert. Die Länge der Tour schwankt; die längste Auflage 1926 maß 5.745 km, die kürzeste 1903 die erwähnten 2.428 km. Seit dem Dopingskandal von 1998 bewegt sich die Distanz um die 3.500 km. Die Tour 2026 lag mit 3.245 km am unteren Rand dieses Korridors.

Ein Rennradlenker mit Bremshebeln im Nahbild, im Hintergrund unscharf eine sommerliche Hügellandschaft.
Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern.

Warum das für Wettende relevant ist: Die Streckenlänge und die Verteilung der Etappentypen bestimmen, welche Fahrer überhaupt eine realistische Chance auf den Gesamtsieg haben. Eine Tour mit vielen Bergetappen und wenigen Zeitfahren bevorteilt Kletterer, eine mit vielen Zeitfahren Spezialisten gegen die Uhr. Wer Märkte auf den Gesamtsieger vergleicht, sollte die Charakteristik der jeweiligen Strecke kennen, weil sie die Eintrittswahrscheinlichkeit jedes Fahrers verändert. Die Quoten selbst spiegeln das wider, und die Differenzen zwischen den Anbietern erklären sich oft weniger durch die Bewertung des Spitzenfelds als durch die Bewertung des breiten Felds dahinter, also der Fahrer auf den Plätzen fünf bis zwanzig, wo die Quoten am höchsten und die Margen am dicksten sind.

Vergleich lizenzierter Anbieter: Welcher Wettanbieter für die Tour in Frage kommt

Die folgenden zehn Anbieter sind auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder verzeichnet, Stand 2. Oktober 2026, mit einer Erlaubnis für Sportwetten nach § 9 Abs. 8 des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Wer in Deutschland legal auf die Tour de France wetten will, kann nur bei einem dieser Anbieter spielen. Die Liste ist keine Rangordnung der Qualität, sondern eine Voraussetzung.

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
ODDSET Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022
Tiptorro Torro Tec Limited (Malta) 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022
Winamax WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022
VBet SCGO Limited (Malta) 05.12.2023
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
Betano Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022
Betway Betway Limited 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022
Bet3000 I.B.C. Sportsbetting Limited (Malta) 22.04.2026
Interwetten Interwetten Gaming Limited (Malta) 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022

Was die Tabelle zeigt und was nicht: Sie zeigt, welcher Anbieter eine deutsche Erlaubnis besitzt und seit wann. Sie zeigt nicht, wie breit das jeweilige Radsport-Programm ist, wie hoch die Quoten ausfallen, wie schnell Auszahlungen erfolgen oder welche Funktionen wie Cash Out, Bet Builder oder Livestream verfügbar sind. Solche Merkmale sind in den Eigenangaben der Anbieter geregelt, nicht in der Whitelist. Wer vor der Anmeldung prüfen will, ob ein Anbieter Radsportmärkte in der gewünschten Tiefe führt, wirft vor der Registrierung einen Blick in dessen Wettprogramm oder in die Hilfeseiten. Die Whitelist beantwortet nur die eine Frage: Darf der Anbieter hier überhaupt Wetten annehmen?

Ein zweiter Punkt, der in der Tabelle nicht steht: Eine GGL-Erlaubnis gilt für fünf Jahre ab Erstdatum, eine Folgeerlaubnis verlängert sie. Die Whitelist trägt kein Enddatum, weil sie nur den aktuellen Stand abbildet. Wer den Status prüfen will, schaut auf das Erstdatum und die Folgeerlaubnis, nicht auf eine Gültigkeit.

Überblick: Radsportwetten als Marktsegment in Deutschland

Radsport ist, gemessen am Fußball, ein Nischenmarkt. Die Tour de France ist das wichtigste Einzelereignis, gefolgt vom Giro d’Italia und der Vuelta a España. Daneben existieren Klassiker wie Mailand-Sanremo, die Flandern-Rundfahrt und Lüttich-Bastogne-Lüttich, die allerdings eintägig sind und damit weniger Wettmärkte eröffnen als eine dreiwöchige Rundfahrt mit 21 Etappen.

Die Wettoptionen bei einer Grand Tour unterscheiden sich von anderen Sportarten in mehrfacher Hinsicht. Erstens gibt es keinen Ligaspieltag, sondern eine lineare Abfolge von Etappen, die jeweils eigene Märkte öffnen. Zweitens ist die Ergebnisoffenheit auch innerhalb einer Etappe hoch, weil Ausreißer, Stürze und Defekte jederzeit in das Geschehen eingreifen. Drittens sind die Quoten auf den Gesamtsieger über mehrere Wochen hinweg stabil, während Etappenquoten sich teilweise binnen Stunden verändern, wenn Streckenprofil und Wetterbedingungen klarer werden. Wer auf Etappen setzt, wettet näher am Ereignis und damit in der Regel mit weniger Marge als auf den Gesamtsieger, wo der Buchmacher die Quoten über Wochen glatt hält.

Die Frage, die sich jedem stellt, der zum ersten Mal auf eine Tour wettet, ist die nach dem passenden Anbieter. Die Auswahl der lizenzierten Häuser ist mit zehn Anbietern in Deutschland überschaubar, und die Unterschiede zwischen ihnen liegen weniger in der Lizenz als in den Eigenheiten des Wettprogramms, der Quotenstruktur und der Bedienoberfläche.

Rechtslage: Was in Deutschland erlaubt ist und was nicht

Die deutsche Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV

Wer in Deutschland Sportwetten anbieten will, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle an der Saale. Die Erlaubnis wird auf Antrag erteilt, gilt fünf Jahre ab Erstdatum und kann verlängert werden. Sie deckt die in der Whitelist eingetragene Domain ab, also genau die Website, unter der der Anbieter in Deutschland auftritt. Eine maltesische, zypriotische oder curaçaoische Lizenz hat in Deutschland keine Gültigkeit, weil der Glücksspielstaatsvertrag 2021 eine nationale Erlaubnis verlangt.

Ein Schlüssel und ein Vorhängeschloss liegen auf einer Holzbank, im Hintergrund eine verschwommene Altstadtgasse.
Für bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die Whitelist ist die einzige Stelle, an der sich der Status einer Erlaubnis prüfen lässt. Sie wird von der GGL geführt und enthält für jeden erlaubten Anbieter den Domainnamen, den Erlaubnisinhaber und das Datum der Erteilung. Die im Oktober 2026 veröffentlichte Liste umfasst 30 Einträge, davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, und drei reine Pferdewettanbieter. Wer auf einer anderen Domain als einer der gelisteten spielt, tut dies ohne deutsche Erlaubnis.

Welche Wetten zulässig sind

§ 21 Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags erlaubt fixe Quoten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon, als Einzel- oder Kombiwette. Welche Wetttypen im Einzelnen zulässig sind, legt die GGL im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 fest. Livewetten nach § 21 Abs. 4 sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Gesamtergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ein vergleichbares Ereignis in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten genug sind, um Manipulationen vorzubeugen. Beim Radsport sind das in der Regel Etappensiege, Trikots und größere Punktegewinne, nicht der nächste einzelne Punkt.

Ausgeschlossen sind Wetten auf Ereignisse mit hauptsächlich Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sports-Wetten sind nach GGL-Aussage nicht möglich, weil E-Sports nicht als Sport anerkannt ist. Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des jeweiligen Ereignisses.

Die Wettsteuer nach §§ 16-25 RennwLottG

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage, definiert als Einsatz minus die Steuer selbst. Das macht effektiv etwa 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags aus, gerechnet als 5,3 geteilt durch 105,3. Die Steuer wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spielenden, kann aber vom Anbieter an die Spielenden weitergegeben werden. Ob und wie ein Anbieter die Steuer weitergibt, ist dessen eigene Entscheidung und steht in dessen Geschäftsbedingungen. Es gibt keinen einheitlichen deutschen Satz, den Anbieter an die Kunden weitergeben.

Die Steuer gilt auch für nicht lizenzierte Anbieter, eine bezahlte Wettsteuer ist kein Beleg für eine deutsche Erlaubnis. Gewinne privater Spielender sind auf primärer Ebene nicht abschließend geregelt; bei größeren Beträgen empfiehlt sich die Rücksprache mit einem Steuerberater.

Werbung, Boni und Anbieter ohne Erlaubnis

Werbung für Glücksspiel ist nach § 5 Abs. 7 nur Inhabern einer Erlaubnis gestattet. Die zwischen 6 und 21 Uhr geltende Werbebeschränkung betrifft Automaten, Online-Poker und Online-Casino, nicht Sportwetten. Bei Sportwetten gilt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Regel, die einen Sportwetten-Bonus betragsmäßig begrenzt; Umsatz, Mindestquoten und Fristen sind Sache des jeweiligen Anbieters.

Anbieter ohne deutsche Erlaubnis bieten Sportwetten in Deutschland rechtswidrig an. Die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet, der Bundesgerichtshof hat die Frage im Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt, und der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen vom März 2026 eine Rückzahlung grundsätzlich für möglich gehalten. Eine Erstattung ist im Einzelfall möglich, aber nicht garantiert.

Was eine Anmeldung bei einem lizenzierten Anbieter konkret bedeutet

Die vollständige Verifizierung vor der ersten Auszahlung gehört zum Verfahren. Wer sich bei einem lizenzierten Anbieter anmeldet, identifiziert sich mit Personalausweis oder Reisepass, gibt ein Zahlungskonto auf eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut an und akzeptiert die OASIS-Abfrage. Vor der Verifizierung darf 72 Stunden lang mit maximal 100 € Einzahlung gespielt werden, ohne Auszahlung. Die Mittel werden auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto gehalten; bei Kontoschließung wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt.

Die Anbieter im Einzelnen: Was sie zeigen, wofür sie passen

Die folgenden zehn Anbieter besitzen eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis. Sie unterscheiden sich in der Breite des Radsport-Programms, in der Quotenstruktur und in den Zusatzfunktionen. Die Beschreibungen stützen sich auf die Eigenangaben der Anbieter, soweit sie öffentlich verfügbar sind. Die Erlaubnisdaten stammen aus der Whitelist der GGL, Stand 2. Oktober 2026.

ODDSET

ODDSET wird von der Oddset Sportwetten GmbH betrieben, mit einer Erlaubnis seit November 2020 und einer Folgeerlaubnis vom Dezember 2022. ODDSET gehört zum deutschen Lotto- und Totoblock und ist damit der Anbieter mit dem unmittelbarsten Bezug zur staatlichen Glücksspielaufsicht in Deutschland. Das Wettprogramm ist auf Mainstream-Sportarten ausgerichtet, Radsport gehört dazu, wenn auch nicht in der Tiefe, die spezialisierte Anbieter vorhalten. Wer einen Anbieter mit maximaler regulatorischer Nähe sucht, findet sie hier. Wer ein besonders breites Angebot an Spezialwetten erwartet, prüft das Programm vor der Anmeldung.

Tiptorro

Hinter Tiptorro steht die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta, mit deutscher Erlaubnis seit Juni 2021. Tiptorro ist operativ eng mit Tipico verbunden, was sich an der App-Oberfläche und am Wettprogramm zeigt. Radsportmärkte auf Grand Tours sind vorhanden, das Livewetten-Angebot gehört zu den umfangreicheren unter den lizenzierten Anbietern. Die App ist für iOS und Android verfügbar und gilt als ausgereift. Wer einen etablierten Mainstream-Anbieter mit großem Wettprogramm sucht, ist hier richtig; wer einen eigenständigen Radsport-Spezialisten sucht, wird bei anderen fündig.

Winamax

Winamax wird von der französischen WINAMAX (Société anonyme) betrieben, mit deutscher Erlaubnis seit Juni 2021. Der Anbieter wirbt mit „0 % Wettsteuer“ und verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus dem Zeitraum April bis August 2025, in der Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Beide Aussagen stehen in dessen Footer. Die Quotenstärke ist also belegt, wenn auch mit der Einschränkung, dass die untersuchten Spiele aus Fußball, Tennis und Handball stammten, nicht aus Radsport. Für Radsport-Wetten bedeutet das: ein Mainstream-Anbieter mit nachgewiesener Quotenhöhe in anderen Sportarten, dessen Radsport-Märkte vor der ersten Wette in der Tiefe geprüft werden sollten.

VBet

VBet wird von der SCGO Limited mit Sitz in Malta betrieben, mit deutscher Erlaubnis seit Dezember 2023. Damit ist VBet der jüngste Anbieter im Feld, was sich am Wettprogramm zeigt: Der Anbieter deckt eine breite Palette an Sportarten ab, mit Schwerpunkt auf Fußball, und führt Radsportmärkten auf Grand Tours. Das Hauptargument für VBet ist die Quotenstruktur in den Nischenmärkten, die oft besser ausfällt als bei den etablierten Anbietern. Der Gegenpunkt: Die App-Oberfläche ist im Vergleich zu länger etablierten Anbietern weniger ausgereift, und der deutschsprachige Support arbeitet mit Übersetzungen aus dem Englischen.

Sportingbet

Sportingbet wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben, mit Erlaubnis seit Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom Dezember 2022. Der Anbieter führt unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker, mit einem Wettkonfigurator, der Auswahlen aus verschiedenen Spielen kombiniert, sowie Livewetten. Radsportmärkte auf Grand Tours sind im Programm enthalten. Der Konfigurator+ erweitert die übliche Einzel- und Kombiwette um die Möglichkeit, mehrere Begegnungen in einem Wettschein zu verknüpfen. Für Wettende, die auf Etappensieger aus unterschiedlichen Tagen setzen wollen, ist das ein nützliches Werkzeug.

Betano

Betano wird von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben, mit Erlaubnis seit Februar 2021 und Folgeerlaubnis vom Dezember 2022. Die App beschreibt einen Bet Builder für die Kombination mehrerer Märkte eines Spiels, Cash Out sowie Live-Streaming, das unter anderem LaLiga, den FA Cup, Tennis-Grand-Slams, die NBA, die EuroLeague und die NFL umfasst. Radsportmärkte sind im Programm enthalten, Live-Streaming auf Radrennen ist nicht Bestandteil der genannten Rechte. Wer Radsport ohnehin über die öffentlich-rechtlichen Sender verfolgt, vermisst nichts; wer Livestream im Wettkonto schätzt, prüft vor der Anmeldung, ob die jeweilige Etappe übertragen wird.

NEO.bet

NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben, mit Erlaubnis seit Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom Dezember 2022. Der Anbieter tritt mit dem Anspruch auf, ein „Newcomer“ im deutschen Markt zu sein, also jünger als die etablierten Häuser, was sich in der Quotenstruktur zeigt: NEO.bet quotiert Nischenmärkte oft aggressiver als die älteren Wettbewerber. Radsport ist Teil des Programms, wenn auch nicht so prominent wie Fußball. Der Gegenpunkt: Das Wettprogramm ist insgesamt schmaler als bei den Platzhirschen, und wer auf Radsport-Disziplinen jenseits der Grand Tours wetten will, findet weniger Optionen.

Betway

Betway wird von der Betway Limited betrieben, mit Erlaubnis seit März 2021 und Folgeerlaubnis vom Dezember 2022. Betway bietet Cash Out, erkennbar am grünen Symbol unter „Meine Wetten“, mit der Möglichkeit, den gesamten Betrag oder einen Teil vorzeitig auszuzahlen. Der Wettkonfigurator für Fußballspiele kombiniert Auswahlen aus einer Partie, der Konfigurator+ erweitert das auf Auswahlen aus verschiedenen Partien. Radsportmärkte auf Grand Tours sind im Programm. Cash Out ist bei Etappenwetten besonders relevant, weil sich der Ausgang einer Etappe nach einem Sturz oder einer Ausreißergruppe innerhalb weniger Minuten umkehren kann.

Bet3000

Bet3000 wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Malta betrieben, mit Erlaubnis seit April 2026. Damit ist Bet3000 der zweite Neuzugang im Feld, nach VBet. Der Anbieter ist in Deutschland vor allem für seine Quotenstärke im Fußball bekannt und führt Radsportmärkte auf Grand Tours. Für Wettende, die einen Anbieter mit frischer Lizenz und klassischem Wettprogramm suchen, ist Bet3000 eine Option; wer ein besonders breites Angebot an Spezialwetten erwartet, prüft das Programm vor der Anmeldung.

Interwetten

Interwetten wird von der Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Malta betrieben, mit Erlaubnis seit November 2020 und Folgeerlaubnis vom Dezember 2022. Interwetten gehört zu den älteren Online-Anbietern im deutschsprachigen Raum und bringt entsprechende Erfahrung im Mainstream-Wettprogramm mit. Radsportmärkte auf Grand Tours sind im Programm, wenn auch nicht so prominent wie Fußball. Der Anbieter eignet sich für Wettende, die einen etablierten Anbieter mit klassischer Bedienoberfläche suchen und keine Spezialisierung auf Radsport benötigen.

Was die Marge in einer Zwei-Wege-Wette kostet

Wer Quoten vergleicht, sollte verstehen, was die Marge in Euro bedeutet. Eine Zwei-Wege-Wette mit Quoten 1,90 und 1,90 enthält eine Marge von etwa 5,0 Prozent, wie im Abschnitt „Die Marge als versteckter Preis“ beschrieben. Bei einem Einsatz von 10 € auf eine der beiden Seiten erwartet der Anbieter im Schnitt 9,50 € an Auszahlung und behält 0,50 € als Marge. Über 100 € Einsatz sind das 5,00 €, über 1.000 € 50,00 €. Diese Beträge sind nicht als Verlust zu verstehen, sondern als Preis für die Möglichkeit, überhaupt zu wetten: der Anbieter nimmt das Risiko der Auszahlung, die Marge ist sein Entgelt.

Was folgt daraus: Wer viele kleine Wetten auf den gleichen Markt platziert, zahlt mehr Marge als jemand, der eine einzige Wette mit höherem Einsatz setzt, weil die Marge proportional zum Einsatz ist. Wer Wetten vergleicht, sollte nicht nur die Quote, sondern auch den Markt prüfen: Eine 1,90-Quote in einem Duell ist preiswerter als eine 1,80-Quote, weil sie eine niedrigere Marge enthält. Die Differenz von zehn Cent in der Quote entspricht bei einem Einsatz von 100 € einem Unterschied von 10 € im potenziellen Gewinn, was im Bereich mehrerer Wetten pro Etappe zu einem erheblichen Betrag wird.

Bandbreite der Marge bei einer Zwei-Wege-Wette: Bei 1,90 / 1,90 etwa 5 %, bei 1,85 / 1,85 etwa 8 %, bei 1,80 / 1,80 etwa 11 %. Eine Drei-Wege-Wette mit Quoten 3,00 / 4,00 / 5,00 enthält eine Marge von etwa 13,3 %, gerechnet als 1 minus 1 geteilt durch (1/3 + 1/4 + 1/5). Wer Quoten vergleicht, vergleicht also nicht Auszahlungen, sondern Margen.

Häufige Fragen zur Tour de France und zu Wetten in Deutschland

Auf den Domains, die in der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder eingetragen sind, Stand 2. Oktober 2026. Eine maltesische oder curaçaoische Lizenz gilt in Deutschland nicht. Die Whitelist ist auf der Website der GGL öffentlich einsehbar und enthält für jeden erlaubten Anbieter den Domainnamen, den Inhaber und das Datum der Erteilung.

Welche Wettarten gibt es bei einer Grand Tour?

Die wichtigsten Wettarten sind die Gesamtwertung, die Etappenwette, die Duell-Wette und Wetten auf die Trikotwertungen. Bei der Gesamtwertung wird auf den Fahrer mit der niedrigsten Gesamtzeit gewettet, bei der Etappenwette auf den Tagessieger einer einzelnen Etappe, bei der Duell-Wette auf zwei Fahrer, die direkt gegeneinander gestellt werden, und bei den Trikots auf den Träger des Grünen, Gepunkteten oder Weißen Trikots am Ende der Tour.

Lässt sich auf die Tour de France 2026 noch wetten?

Die Tour 2026 ist beendet, der Ausgang ist bekannt. Wetten auf den Ausgang der Tour 2026 sind nicht mehr möglich. Die nächste Tour beginnt im Juli 2027, ihr Streckenverlauf steht zu Beginn des Wettjahres fest. Wer sich vorbereiten will, prüft das Wettprogramm seines Anbieters auf die neue Austragung.

Welche Livewetten sind während einer Etappe zulässig?

Während einer laufenden Etappe darf auf das Gesamtergebnis, auf den nächsten Zwischensprint und auf den nächsten kategorisierten Anstieg gewettet werden, sofern das Ereignis selten genug ist, um Manipulationen vorzubeugen. Mikromärkte auf den nächsten einzelnen Punkt oder den nächsten Pedaltritt sind nicht zulässig. Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Wette?

Der Rückzahlungsbetrag ergibt sich aus dem Einsatz multipliziert mit der Quote. Bei einem Einsatz von 10 € und einer Quote von 3,50 erhält der Spielende 35 € zurück, also 25 € Gewinn plus 10 € Einsatz. Die Quote ist in Dezimalform angegeben, eine Quote von 2,10 bedeutet 2,10 € Rückzahlung pro 1 € Einsatz. Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter vom Gesamteinsatz einbehält, in der Regel zwischen 5 und 10 Prozent pro Markt.

Wie wird die Wettsteuer berücksichtigt?

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage, effektiv etwa 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, kann aber an die Spielenden weitergegeben werden, etwa indem die Quote entsprechend reduziert wird oder der Anbieter sie aus eigener Tasche trägt. Ob und wie ein Anbieter die Steuer weitergibt, steht in dessen Geschäftsbedingungen und ist von Anbieter zu Anbieter verschieden.

Inhalt erstellt vom Team «wettauszahlung»