Wer in Deutschland legal auf den Afrika-Cup wetten darf – und was die Quoten wirklich kosten

Updated Oktober 2026
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Wer in Deutschland auf den Afrika-Cup wetten will, hat die Auswahl aus einem eng umrissenen Kreis: Nur Anbieter mit einer Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) dürfen hierzulande überhaupt Sportwetten anbieten. Die Whitelist dieser Behörde ist der einzige verlässliche Test – Lizenzen aus Malta, Curaçao oder Anjouan zählen in Deutschland nicht. Was eine Afrika-Cup-Wette am Ende kostet, entscheidet sich an drei Stellschrauben: der Marge, die der Buchmacher in jede Quote einbaut, der Wettsteuer von 5,3 %, die irgendwo im Spiel ist, und den Umsatzbedingungen eines Bonus, der das eigene Geld eine Weile bindet. Die folgende Einordnung vergleicht zehn lizenzierte Anbieter danach, wie sie mit diesen drei Stellschrauben umgehen, ohne einen von ihnen als Sieger auszurufen – Wetten gewinnt kein Vergleich.

Ein sandiger Fußballplatz am Rand einer Stadt in warmem Abendlicht, Staub in der Luft und zwei Tore in der Ferne.
Der Afrika-Cup wird von der CAF organisiert und wurde erstmals 1957 ausgetragen; Ägypten ist mit sieben Titeln Rekordsieger, Rekordtorschütze ist Samuel Eto'o mit 18 Toren.

Stand der Daten: Oktober 16, 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Halle (Saale), Stand 2. Oktober 2026.

Verantwortung beginnt vor der Quote: Schutzmechanismen, die jedes lizenzierte Konto mitbringt

Bevor ein Anbieter überhaupt auf die Whitelist kommt, hat er eine Reihe von Spielerschutzregeln einzuhalten, die für jede Wette auf den Afrika-Cup gelten – nicht erst, wenn etwas schiefgeht. Wer die Spiellizenz einmal versteht, sieht auch die Angebote mit anderen Augen.

Ein Fußball liegt auf einem Notizbuch mit handgezeichneten Skizzen von Spielzügen, aufgenommen von oben auf einem Holztisch.
Beim Afrika-Cup nehmen seit 2019 erstmals 24 Mannschaften teil; nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden.

Das eine Konto pro Person – und die 72-Stunden-Schonfrist

Nach § 6a GlüStV darf jeder Spieler bei einem Anbieter nur ein einziges Konto führen, und zwar vollständig verifiziert. Vor der Verifizierung läuft ein Konto höchstens 72 Stunden, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung. Wer in dieser Frist nicht verifiziert, wird gesperrt, bis die Identität bestätigt ist. Das betrifft auch Afrika-Cup-Turnierwetten: Wer in der Hektik vor dem Eröffnungsspiel noch schnell einzahlt, kann am Ende kein Geld auszahlen, wenn die Verifizierung nicht steht.

OASIS und der Panikbutton: Sperren, die sofort wirken

Die GGL führt mit OASIS eine bundesweite Sperrdatei, die bei jeder Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer kurzfristig eine Pause braucht, kann den Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV nutzen – er blockiert das Konto für 24 Stunden, ohne dass eine Sperre bei OASIS eingetragen wird. Beide Werkzeuge greifen nur bei lizenzierten Anbietern, die an LUGAS angeschlossen sind. Offshore-Buchmacher mit Lizenz aus Curaçao oder Malta führen weder OASIS-Abfragen durch noch akzeptieren sie deutsche Sperren.

Eine Waage aus Messing steht neben einer Lupe auf einem polierten Schreibtisch.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Das 1.000-€-Limit pro Monat – und wer es anheben darf

Die Grundeinstellung nach § 6c Abs. 1 GlüStV: 1.000 € Einzahlung im Kalendermonat, kumuliert über alle lizenzierten Anbieter hinweg. Die LUGAS-Limitdatei setzt diese Grenze technisch durch – nicht jeder Anbieter einzeln, sondern das Konto im Verbund. Eine Erhöhung auf bis zu 10.000 € ist nur möglich, wenn der Anbieter sie individuell erlaubt und der Spieler seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweist. Eine einfache Selbsterklärung reicht nicht. Für Wettende, die beim Afrika-Cup auch einmal größere Beträge auf den Turniersieger setzen wollen, bedeutet das: Das Limit ist nicht verhandelbar, es ist regulatorisch gesetzt.

Welche Wettarten beim Afrika-Cup funktionieren – und welche nicht

Nicht alles, was ein Buchmacher anbieten könnte, ist in Deutschland erlaubt. § 21 GlüStV regelt, was auf den Wettschein darf – und was nicht. Das hat unmittelbare Folgen dafür, welche Märkte rund um den Afrika-Cup überhaupt geöffnet sind.

Siegerwetten, Gruppenspiele und Torschützen – der übliche Katalog

Die typischen Afrika-Cup-Wetten sind Einzelwetten auf den Ausgang eines Spiels (1X2), auf den Turniersieger, auf Gruppensieger, auf das Weiterkommen einer Mannschaft und auf Torschützen. Auch Handicap-Wetten und Über/Unter-Tore sind Standard. Kombiwetten aus mehreren Beinen sind erlaubt, solange jedes Bein für sich eine erlaubte Wette ist. Systemwetten mit verschiedenen Kombinationen aus denselben Beinen funktionieren ebenfalls.

Live-Wetten mit Einschränkungen

§ 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt Live-Wetten während eines laufenden Spiels, beschränkt sie aber auf den Endausgang oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz und ähnliche Komponenten in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Beim Afrika-Cup heißt das: Nächstes Tor im Fußball geht, nächster Punkt im Basketball nicht, nächster Ballwechsel im Tennis nicht. Wer einen Buchmacher mit breitem Live-Angebot sucht, sollte prüfen, ob die angebotenen Märkte tatsächlich zur deutschen Erlaubnis passen – sonst ist die Wette zivilrechtlich angreifbar.

Was nicht geht: Esports, Politik, Amateure

Die GGL erkennt Esports nicht als Sport an, entsprechend gibt es in Deutschland kein lizenziertes Esports-Wettangebot. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind ausgeschlossen, genauso Wetten auf Spiele mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren. In der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurniveau – was im Afrika-Cup-Kontext keine Rolle spielt, aber bei europäischen Ligen für die Vergleichbarkeit relevant wird.

Der Afrika-Cup als Wettgegenstand: Vom Turnierformat zur Wettmöglichkeit

Bevor man Quoten vergleicht, lohnt sich ein Blick auf das Turnier selbst: Wer spielt, wie ist der Modus, und wann läuft was? Das bestimmt, welche Märkte überhaupt Sinn ergeben.

Turnierdaten und Teilnehmerfeld

Der Afrika-Cup wird vom afrikanischen Fußballverband CAF organisiert und seit 1957 ausgetragen. Ägypten hält mit sieben Titeln den Rekord, Samuel Eto’o ist mit 18 Treffern Rekordtorschütze. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil; die Vorrunde wird in sechs Vierergruppen gespielt, die zwei Gruppenersten und die vier besten Gruppendritten ziehen ins Achtelfinale ein, danach folgt K.-o.-Runde mit Verlängerung und Elfmeterschießen bei Gleichstand. Nach der Ausgabe 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden.

Was 2026 gilt – und was 2027 ansteht

2026 ist kein Afrika-Cup-Jahr. Die letzte Ausgabe (Afrika-Cup 2025) wurde nach einer Verschiebung vom Sommer auf den Jahreswechsel vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko ausgetragen. Im Finale gewann Senegal gegen den Gastgeber 1:0 nach Verlängerung; zwei Monate später wertete die CAF das Spiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler den Platz vorübergehend verlassen hatten, und der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Torschützenkönig war Brahim Díaz mit fünf Toren, im Spiel um Platz 3 setzte sich Nigeria im Elfmeterschießen gegen Ägypten durch.

Die nächste Ausgabe ist der Afrika-Cup 2027, geplant vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda mit 54 gemeldeten Mannschaften in der Qualifikation. Wer jetzt nach „Afrika-Cup 2026“ sucht, sucht nach einem Turnier, das nicht stattfindet – was bleibt, ist die Auswertung der gerade abgeschlossenen Ausgabe und der Blick auf die kommende.

Welche Buchmacher das Turnier im Programm führen

Bei den meisten lizenzierten Anbietern gehört der Afrika-Cup zum Standardprogramm, sobald Gruppen und Spielplan feststehen. Das Angebot reicht von Sieger- und Gruppensiegerwetten, die teilweise schon Monate im Voraus geöffnet sind, bis zu Spielwetten, die typischerweise ein bis zwei Wochen vor dem ersten Anpfiff verfügbar werden. Live-Wetten auf den Endausgang und das nächste Tor sind während der Spiele möglich. Wichtig für die Vergleichbarkeit: Welche Märkte ein Anbieter konkret anbietet, steht in dessen Wettprogramm und ändert sich wöchentlich.

Die Top-10-Anbieter für Afrika-Cup-Wetten im direkten Vergleich

Die folgende Tabelle stellt die zehn lizenzierten Wettanbieter nebeneinander, die auf der GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Sortiert nach dem Datum der ersten Erlaubnis – die ältesten zuerst.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
ODDSET Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tipico Tipico Co. Limited 09.10.2020
bet-at-home Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
888sport 888 Germany Limited 30.06.2021
Betway Betway Limited 09.03.2021
Betano Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
Winamax WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
VBet SCGO Limited 05.12.2023

Was die Tabelle nicht zeigt, aber für die Wahl entscheidend ist: das Quotenniveau, die Behandlung der Wettsteuer, das Live-Angebot und die Bonusbedingungen. Diese Punkte werden in den folgenden Abschnitten behandelt.

AdmiralBet: Solide Ausstattung mit österreichischer Konzernmutter

AdmiralBet wird auf der GGL-Whitelist geführt, Inhaberin der Erlaubnis ist die Greentube Betting Malta Limited. Die erste Sportwetten-Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 13. Dezember 2022 und zuletzt am 29. Juli 2024 erteilt. Damit zählt AdmiralBet zu den Anbietern, die schon vor der GlüStV-Reform 2021 am Markt waren und die Übergangsfristen genutzt haben.

Für Afrika-Cup-Wetten bedeutet das: Das Wettprogramm ist breit, übliche Märkte wie Sieger, Gruppensieger, Spielausgang und Torschützen sind verfügbar. Wie AdmiralBet die Wettsteuer von 5,3 % handhabt, regeln die AGB – die Steuerlast landet je nach Anbieter beim Buchmacher, beim Kunden oder wird gemischt. Wer die Quote bewerten will, muss also den Nettobetrag nach Steuer vergleichen, nicht die Bruttoquote.

Vorteile: Lange Markterfahrung, österreichische Konzernanbindung über die Novomatic-Gruppe, vollständige Whitelist-Konformität. Nachteile: Kein Alleinstellungsmerkmal im Afrika-Cup-Kontext, das Wettprogramm folgt dem Branchenstandard. Wer mit dem Anbieter schon Erfahrung hat, wird ihn wiedererkennen; wer neu wählt, findet anderswo mehr Live-Streaming.

ODDSET: Der staatliche Anbieter mit Toto-Tradition

ODDSET ist die Sportwetten-Marke der staatlichen Lotteriegesellschaften und wird vom Regierungspräsidium Darmstadt überwacht. Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in Halle (Saale). Die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb wurde mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erteilt.

ODDSET ist die richtige Adresse für Spieler, die einen konservativen, klar regulierten Anbieter suchen. Das Wettangebot umfasst Fußball, Tennis, Basketball und die üblichen großen Sportarten; Afrika-Cup-Spiele werden in der Regel abgedeckt. Die Bedienung der Website wirkt schlichter als bei reinen Online-Buchmachern, was nicht jedem liegt.

Vorteile: Staatlich konzessioniert, höchste regulatorische Sicherheit, fest in das deutsche Lotteriesystem eingebunden. Nachteile: Quotenniveau im Mittelfeld, weniger Live-Funktionen als spezialisierte Online-Anbieter, kein Cash-Out in der Breite, die bei anderen selbstverständlich ist. Für Gelegenheitswetter auf den Afrika-Cup solide, für erfahrene Spieler mit hohen Ansprüchen an Live-Tiefe eher nicht die erste Wahl.

Sportingbet: Etablierter Name mit Konfigurator

Sportingbet hält eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL, Inhaberin ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Seit der ersten Erlaubnis am 9. Oktober 2020 und der Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022 ist die Marke am deutschen Markt aktiv. Sie existiert seit Jahrzehnten am europäischen Markt und bringt entsprechende Erfahrung mit.

Im Wettangebot findet sich ein „Konfigurator+“, der Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer Wette kombiniert, sowie Live-Wetten auf Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Für Afrika-Cup-Spiele heißt das: Sowohl vor dem Spiel als auch live lässt sich wetten, der Konfigurator eröffnet Kombinationen über mehrere Partien hinweg. Wie Sportingbet die Wettsteuer behandelt, regeln die AGB; pauschal lässt sich das nicht beantworten.

Vorteile: Breite Sportauswahl, etablierter Name, Konfigurator für kombinierte Wetten. Nachteile: Kein eigenes Live-Streaming für afrikanische Ligen, der Konfigurator+ ist nicht so tief wie bei Spezialanbietern. Wer den Afrika-Cup als Teil eines breiteren Wettprogramms angeht, ist hier gut aufgehoben.

Tipico: Der deutsche Marktführer vor Gericht

Tipico ist der bekannteste deutsche Wettanbieter und auf der GGL-Whitelist geführt, Inhaberin ist die Tipico Co. Limited. Erste Erlaubnis 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 9. Dezember 2022. In der App bewirbt der Anbieter „Tipico Cashout“ und Live-Wetten auch während des Fußballspiels.

Was Tipico für den Afrika-Cup besonders macht, ist nicht das Afrika-Cup-Programm selbst – das ist bei allen Anbietern ähnlich –, sondern die Marktdurchdringung in Deutschland: Wettbüros in jeder größeren Stadt, hohe Vertrautheit, intensive TV-Werbung. Gleichzeitig steht Tipico im Zentrum einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung über die Rückforderung alter Sportwettenverluste: Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; ein Kläger fordert mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – eine Ausnahme gilt, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Vorteile: Höchste Bekanntheit, dichtes Wettbüro-Netz, Cash-Out und Live-Wetten. Nachteile: Quotenniveau nicht in jedem Markt Spitze, der Rechtsstreit wirft Fragen auf, die für die Branche insgesamt relevant sind. Für Afrika-Cup-Wetten ein solider Allrounder, dessen Stärke eher in der Verfügbarkeit als in einem besonderen Afrika-Cup-Feature liegt.

bet-at-home: Diskreter Anbieter mit österreichischem Hintergrund

bet-at-home ist ein Anbieter mit einer GGL-Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin ist die Bet-at-home.com Internet Limited mit Sitz in Malta. Der Betrieb wurde mit der ersten Erlaubnis am 2. November 2020 aufgenommen, eine Folgeerlaubnis folgte am 22. Dezember 2022. Die Lizenz für virtuelle Automatenspiele vom 28. Dezember 2022 ist für Sportwetten ohne Belang, ergänzt aber das Angebot.

bet-at-home gehört zu den Anbietern, die in Deutschland weniger präsent sind als in Österreich, wo der Mutterkonzern Better Colonial Ltd. stark verwurzelt ist. Das Wettprogramm ist solide, die Quote bewegt sich eher im unteren Mittelfeld. Afrika-Cup-Spiele sind abgedeckt, exotische Märkte aber weniger als bei spezialisierten Anbietern.

Vorteile: Solide Regulierung, seriöser Hintergrund, einfache Bedienung. Nachteile: Quotenniveau nicht überdurchschnittlich, geringere Marketingpräsenz in Deutschland, was die Suche nach aktuellen Afrika-Cup-Angeboten etwas erschwert. Wer einen unaufgeregten Anbieter sucht und nicht auf Top-Quoten angewiesen ist, ist hier richtig.

888sport: Börsennotierter Anbieter mit breitem Portfolio

888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Auf der GGL-Whitelist ist 888 Germany Limited als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis eingetragen, erste Erlaubnis 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis 15. Dezember 2022.

Der Hintergrund als börsennotiertes Unternehmen bringt eine gewisse Transparenz mit sich: Geschäftsberichte sind öffentlich einsehbar, die Konzernstruktur ist nachvollziehbar. Das Wettangebot deckt die Standardmärkte ab, Afrika-Cup-Spiele gehören dazu. 888sport tritt in Deutschland weniger dominant auf als Tipico, was sich in einem dünneren Live-Programm und weniger Sportarten niederschlägt.

Vorteile: Börsennotiert, reguliert, seriöser Hintergrund. Nachteile: Geringere Präsenz auf dem deutschen Markt, schwächeres Live-Angebot als die Marktführer, keine besonderen Afrika-Cup-Features. Wer einen Anbieter mit klarem Hintergrund sucht und mit einem schmaleren Programm leben kann, findet hier einen verlässlichen Partner.

Betway: Cash-Out und Wettkonfigurator für den Afrika-Cup

Betway verfügt über eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL, Inhaberin ist die Betway Limited. Die Zulassung datiert vom 9. März 2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Betway bietet Funktionen wie Cash-Out, das über „Meine Wetten“ mit einem grünen Symbol markiert ist und Teil- oder Komplettauszahlungen erlaubt. Ergänzend gibt es den Wettkonfigurator für Fußballspiele, den „Konfigurator+“, der Auswahlen aus verschiedenen Partien bündelt.

Für Afrika-Cup-Spiele heißt das: Wer eine Wette vor dem Spiel platziert und während des Spiels merkt, dass die Partie kippt, kann den Wettschein teilweise oder ganz auszahlen lassen. Das ist kein Gewinnversprechen – Cash-Out rechnet sich je nach Spielstand und Anbieter unterschiedlich –, aber ein Werkzeug, das bei der Live-Verfolgung des Turniers praktisch ist. Der Wettkonfigurator erlaubt es, mehrere Märkte eines Spiels zu kombinieren, etwa Torschütze plus Ergebnis.

Vorteile: Cash-Out, Wettkonfigurator, Fußball-Fokus. Nachteile: Cash-Out ist nicht immer verfügbar, der ausgezahlte Wert liegt meist unter dem potenziellen Vollgewinn. Wer beim Afrika-Cup live mitfiebert und flexibel reagieren will, findet hier ein passendes Werkzeug.

Betano: Live-Streaming und Bet Builder

Betano ist im Besitz einer Sportwetten-Erlaubnis der GGL, Inhaberin ist die Betkick Sportsbetting Limited. Die Erlaubniserteilung erfolgte am 19. Februar 2021, gefolgt von einer weiteren am 16. Dezember 2022. Über die App „Betano Sportwetten und Slots“ – angeboten von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED – stehen Funktionen wie der Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL zur Verfügung.

Was das für den Afrika-Cup bedeutet: Live-Streaming ist nicht für jede Liga verfügbar – die genannten Ligen sind die europäischen und nordamerikanischen Top-Ligen, afrikanische Wettbewerbe sind in der Regel nicht im Streaming-Angebot. Wer auf den Afrika-Cup wettet, schaut also entweder über einen externen Stream oder nutzt das Text-Update des Buchmachers. Bet Builder und Cash Out funktionieren aber auch für afrikanische Spiele.

Vorteile: Breites Live-Streaming-Angebot für europäische und amerikanische Top-Ligen, Bet Builder, Cash Out. Nachteile: Kein Live-Streaming für Afrika-Cup-Spiele, App-Hintergrund beim Anbieter der App (KAIZEN GAMING) ist nicht deckungsgleich mit dem Whitelist-Inhaber (Betkick Sportsbetting) – verwirrend, aber rechtlich in Ordnung, solange der Whitelist-Inhaber verantwortlich zeichnet.

Winamax: Französischer Anbieter mit Steuer-Versprechen

Winamax agiert mit einer GGL-Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin ist die französische WINAMAX (Société anonyme). Die Erlaubnis besteht seit dem 29. Juni 2021, mit einer Ergänzung vom 8. Dezember 2022. Der Anbieter wirbt explizit mit „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und bezieht sich dabei auf eine Odoxa-Studie von 2025, nach der Winamax in 45 % der untersuchten Quotenvergleiche führte.

Das ist bemerkenswert: 0 % Wettsteuer heißt, dass Winamax die 5,3 % nicht an die Kunden weitergibt, sondern selbst trägt. Das schlägt sich direkt in der Quote nieder: Wo andere Anbieter die Steuer vom Einsatz abziehen oder die Quote entsprechend senken, bietet Winamax die Bruttoquote. Für Afrika-Cup-Wetten ein potenzieller Vorteil, gerade bei kleineren Einsätzen, wo die Steuer prozentual stärker wiegt. Das Live-Streaming-Angebot umfasst La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, alle vier Grand-Slam-Turniere, alle ATP- und WTA-Turniere sowie NBA und NFL.

Vorteile: 0 % Wettsteuer, nach eigener Studie in 45 % der Fälle beste Quote, breites Live-Streaming. Nachteile: Kein Live-Streaming für Afrika-Cup-Spiele, die Odoxa-Studie ist eine bezahlte Eigenstudie – „die besten Quoten“ ist eine Werbeaussage, kein neutraler Befund. Wer die Wettsteuer als Kostennachteil empfindet, findet hier einen Anbieter, der sie schluckt.

VBet: Jüngster Anbieter im Feld mit umstrittener Historie

VBet erhielt die Sportwetten-Erlaubnis der GGL am 5. Dezember 2023, Inhaberin ist die SCGO Limited mit Sitz in Malta. Als jüngster lizenzierten Anbieter im Vergleichsfeld, belegt die Zulassung die Konformität mit dem GlüStV. Die Historie des Markennamens ist international breiter gefächert, doch für das deutsche Wettangebot ist allein die GGL-Erlaubnis maßgeblich.

Die Historie von VBet ist nicht unumstritten. Der Markenname taucht in der internationalen Sportwetten-Szene seit Jahren auf, mit unterschiedlichen Eigentümerstrukturen und in manchen Märkten auch mit Lizenzen aus Curaçao. Für den deutschen Markt zählt allein die GGL-Erlaubnis, und die ist vorhanden. Wer einen Anbieter wählt, dessen deutsche Lizenz erst seit Ende 2023 besteht, sollte besonders auf die Folgeerlaubnis achten – eine solche ist bisher nicht erteilt, was bei einer Erlaubnis mit fünfjähriger Laufzeit nach § 4c Abs. 1 GlüStV aber kein Problem ist.

Vorteile: Aktuelle Lizenz, vermutlich moderner Tech-Stack. Nachteile: Geringere Markterfahrung in Deutschland als die etablierten Anbieter, kein klar differenzierbares Afrika-Cup-Feature. Wer einen Newcomer mit GGL-Lizenz testen will, kann das hier tun – die Whitelist-Konformität steht außer Frage.

Was die Quote wirklich kostet: Marge, Steuer und der Faktor, den niemand auf den ersten Blick sieht

Jede Quote, die ein Buchmacher anzeigt, enthält zwei Kostenbestandteile: die Marge des Buchmachers und – je nach Anbieter – die Wettsteuer. Wer den Unterschied versteht, vergleicht Anbieter nicht an der Bruttoquote, sondern an dem, was am Ende auf dem Konto landet.

Marge: Was der Buchmacher in jede Quote einbaut

Die Marge ist der Anteil jedes Einsatzes, den der Buchmacher im Durchschnitt einbehält. Sie ergibt sich aus den Quoten auf alle möglichen Ausgänge eines Marktes: Je weiter die Quoten auseinanderliegen, desto höher die Marge; je enger sie beieinander liegen, desto fairer der Markt. Eine 1X2-Wette mit den Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 hat eine Auszahlungsquote von rund 94 %, also eine Marge von etwa 6 % – das ist ein typischer Wert für einen gut gemachten Fußballmarkt. Ein Buchmacher mit einer Marge von 4 % auf demselben Markt ist besser für den Kunden, einer mit 8 % deutlich schlechter.

Die Marge variiert nicht nur zwischen Anbietern, sondern auch zwischen Märkten: Siegerwetten und Spielausgänge sind oft enger kalkuliert als exotische Märkte wie „Torschütze + Ergebnis“ oder Handicap-Kombinationen. Beim Afrika-Cup, wo die Informationslage für viele Spiele dünn ist, kalkulieren Buchmacher erfahrungsgemäß mit höheren Margen als bei europäischen Top-Ligen.

Wettsteuer: 5,3 %, die irgendwo landen

Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler – ob der Anbieter sie an die Kunden weitergibt, ist seine Entscheidung. Drei Modelle sind üblich: Der Anbieter trägt die Steuer selbst (Winamax-Modell), der Anbieter zieht sie vom Einsatz ab, oder der Anbieter senkt die Quote entsprechend. Wer 100 € auf eine Quote von 2,10 setzt, bekommt beim Winamax-Modell 210 € ausgezahlt; bei einem Anbieter, der die Steuer vom Einsatz abzieht, sind es nur 100 € minus 5,03 € = 94,97 € Einsatz, mal 2,10 = 199,44 €; bei einem Anbieter, der die Quote drückt, sinkt die angezeigte Quote um den Steuerfaktor.

Welcher Anbieter welches Modell fährt, steht in den AGB. Die Whitelist schreibt kein Modell vor.

Beispielrechnung: Eine 1X2-Wette und ihre Kosten

Wer 100 € auf Sieg Marokko zu Quote 2,10 setzt und die Wette gewinnt, erhält 210 € zurück. Davon behält der Anbieter im Durchschnitt etwa 6 % Marge über alle Wetten, also rund 6 € pro 100 € Einsatz im statistischen Mittel. Die Wettsteuer von 5,03 % des Einsatzes kommt je nach Modell on top: Entweder zahlt sie der Anbieter (Winamax), oder sie schmälert den Einsatz (94,97 € × 2,10 = 199,44 €), oder sie ist bereits in der Bruttoquote eingepreist.

In der Konsequenz heißt das: Ein Anbieter, der mit „0 % Wettsteuer“ wirbt, hat ceteris paribus einen Kostenvorteil von rund 5 % gegenüber einem Anbieter, der die Steuer vom Einsatz abzieht – das ist mehr, als die meisten Marge-Unterschiede ausmachen. Wer Anbieter vergleicht, sollte also zuerst das Steuermodell prüfen, dann die Marge.

Rechtliche Lage: Wer in Deutschland Sportwetten anbieten darf – und wer nicht

Die Rechtslage für Sportwetten in Deutschland ist im Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV) geregelt, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Er ist abschließend formuliert: Wer ohne deutsche Erlaubnis Sportwetten an deutsche Kunden anbietet, macht sich strafbar.

Die GGL als zentrale Aufsicht

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) ist die zentrale Erlaubnis- und Aufsichtsbehörde. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV und überwacht die Einhaltung der Regeln, einschließlich Bußgeldern nach § 28a. Die Steuer ist hingegen Sache des Finanzamts, nicht der GGL.

Die Whitelist als einziger Test

§ 9 Abs. 8 GlüStV verpflichtet die GGL, eine öffentliche Liste der erlaubten Anbieter zu führen – die sogenannte Whitelist. Der Snapshot vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Anbieter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis – nur die Whitelist selbst tut das.

Erste Erlaubnis: fünf Jahre, dann Folgeerlaubnis

Nach § 4c Abs. 1 GlüStV läuft eine erste Erlaubnis fünf Jahre, danach ist eine Folgeerlaubnis nötig. Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, nie ein Enddatum – wer wissen will, ob eine Erlaubnis noch läuft, muss die Liste selbst prüfen, nicht raten.

Was es bedeutet, keine Erlaubnis zu haben

Anbieter ohne deutsche Erlaubnis, die in Deutschland um Kunden werben, betreiben unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Strafrechtlich kann die Veranstaltung nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, die Werbung nach § 284 StGB mit bis zu einem Jahr. Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor Angeboten wie Platincasino gewarnt. Zivilrechtlich haben deutsche Gerichte in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Lizenz zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt – die Frage liegt aktuell beim EuGH (siehe Abschnitt zu Tipico).

Offshore: Was die Spielerperspektive verliert

Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, verzichtet auf mehrere Schutzmechanismen: OASIS-Sperren greifen dort nicht, das 1.000-€-Limit wird nicht durchgesetzt, im Streitfall gibt es keinen deutschen Rechtsweg. Die GGL kann zwar Netzblockaden und Zahlungsblockaden anordnen, aber kein Spieler sollte sich darauf verlassen, dass eine Sperre kommt, bevor ein Schaden entstanden ist. Hinzu kommen Lockangebote mit höheren Limits und Bonusbedingungen, die sich für den Anbieter rechnen, nicht für den Spieler.

Willkommensboni: Was sie kosten – und was sie wert sind

Ein Willkommensbonus ist ein Marketinginstrument, kein Geschenk. Wer die Bedingungen nicht liest, zahlt am Ende drauf – entweder durch hohe Umsatzanforderungen, durch eine Mindestquote, die nur wenige Wetten erfüllen, oder durch eine Frist, die zu knapp ist, um den Bonus sinnvoll freizuspielen. Der GlüStV enthält keine Vorschrift, die Beträge, Umsatz oder Mindestquoten für Sportwetten-Boni regelt; alles kommt aus den AGB des jeweiligen Anbieters.

Mindestquote: Welche Wetten zählen

Die Mindestquote legt fest, welche Wetten für den Umsatz zählen. Eine Quote von 1,50 schließt viele Favoriten-Wetten aus; eine Quote von 2,00 schließt noch mehr aus. Wer nur auf klare Favoriten wetten will, hat mit einer Mindestquote von 2,00 ein Problem – die Wetten zählen nicht, auch wenn sie gewinnen.

Der statistische Preis eines Bonus

Ein Bonus hat einen statistischen Preis, der sich aus dem Umsatz × Marge des Marktes ergibt. Bei 500 € Umsatz und einer angenommenen Marge von 6 % kostet der Bonus im Durchschnitt 30 € – das ist der Wert, den der Buchmacher im Schnitt einbehält, während der Spieler um den Bonus kämpft. Bei 1.000 € Umsatz sind es 60 €. Wer einen 100-€-Bonus annimmt, der 1.000 € Umsatz erfordert, „bezahlt“ dafür im statistischen Mittel 60 € – das ist nicht offensichtlich schlecht, aber auch nicht offensichtlich gut, und es ist die Zahl, die im Bonusversprechen nicht steht.

Wie ein Wettanbieter-Vergleich aufgebaut sein sollte

Ein seriöser Vergleich beantwortet nicht die Frage, welcher Anbieter „der beste“ ist – das hängt vom Wettverhalten ab. Er beantwortet die Frage, welcher Anbieter für welchen Spielertyp die beste Passung hat.

Häufig gestellte Fragen

Nach welchen Kriterien lässt sich ein Afrika-Cup-Wettanbieter sinnvoll vergleichen?

Vier Kriterien tragen die Hauptlast: der Status auf der GGL-Whitelist (sonst ist die Wette in Deutschland unerlaubt), das Steuermodell (Winamax trägt sie selbst, andere ziehen sie ab), die Marge im 1X2-Markt (typisch 5–8 %) und das Live-Angebot (nur Endausgang und nächstes Tor sind erlaubt). Welche Mischung passt, hängt davon ab, ob der Spieler vor allem vor dem Spiel oder live wettet.

Wann findet der nächste Afrika-Cup statt, und welche Ausgabe liegt zurück?

Der nächste Afrika-Cup ist für 2027 geplant, vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda. Die letzte Ausgabe war der Afrika-Cup 2025, ausgetragen vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko. 2026 ist kein Afrika-Cup-Jahr – der Jahreswechsel 2025/26 lag zwar im Turnierzeitraum, das Turnier selbst trägt aber den Namen 2025.

Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter auf der GGL-Whitelist steht?

Die Whitelist ist auf der Website der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder öffentlich einsehbar. Sie listet jeden Anbieter mit Domain, Erlaubnisinhaber und Datum der Erteilung. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis; wer auf der Liste steht, hat eine, wer fehlt, hat keine. Der Snapshot vom 2. Oktober 2026 enthält 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis.

Was bedeutet die Wettsteuer von 5,3 % für die Quote?

Die Steuer wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Ob der Anbieter sie selbst trägt (Winamax-Modell), vom Einsatz abzieht oder in die Quote einpreist, regeln die AGB. Wer 100 € zu Quote 2,10 setzt, bekommt beim Winamax-Modell 210 € ausgezahlt; bei anderen Modellen weniger. Das Steuermodell ist oft der größte Kostenunterschied zwischen Anbietern.

Welche Umsatzbedingungen und Mindestquoten sind bei Willkommensangeboten üblich?

Üblich sind 5- bis 10-fache Umsetzung des Bonus (oder Bonus plus Einzahlung) zu Mindestquoten zwischen 1,50 und 2,00 innerhalb von 30 bis 90 Tagen. Wer diese Anforderungen nicht kennt, läuft Gefahr, den Bonus zu verlieren, bevor er ausgezahlt werden kann. Bei Turnierwetten mit wenigen Spielen in der Frist kann das Timing eng werden.

Warum zählt eine Lizenz aus Curaçao oder Malta in Deutschland nicht?

Weil der Glücksspielstaatsvertrag eine deutsche Erlaubnis verlangt, die nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV von der GGL erteilt wird. Eine Lizenz aus einem anderen Rechtsraum erfüllt diese Voraussetzung nicht, gleich wie seriös das ausstellende Land erscheint. Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, ist zivilrechtlich angreifbar (mögliche Rückforderung der Einsätze) und verzichtet auf den Schutz von OASIS und LUGAS.

Umsatzbedingungen: Wie oft muss der Bonus umgesetzt werden?

Die übliche Bedingung: Der Bonus (oder Bonus plus Einzahlung) muss eine bestimmte Anzahl Male zu einer Mindestquote umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Wer 100 € Bonus bekommt und 5-fach umsetzen muss, muss 500 € an Wetten platzieren, die jeweils die Mindestquote erfüllen. Bei 10-fachem Umsatz sind es 1.000 €. Welcher Anbieter welchen Faktor anlegt, steht in den Bonus-AGB.

Frist: Bis wann muss der Bonus umgesetzt sein?

Viele Boni haben eine Frist von 30, 60 oder 90 Tagen. Wer in dieser Zeit den erforderlichen Umsatz nicht erreicht, verliert Bonus und oft auch die damit erzielten Gewinne. Für Turnierwetten heißt das: Wer einen Afrika-Cup-Bonus mitnimmt, muss innerhalb der Frist genug Wetten platzieren, was bei einem Turnier, das nur alle zwei Jahre stattfindet, sportlich eng werden kann.

Welche Märkte wettet der Spieler?

Wer vor allem auf den Turniersieger und die Gruppensieger setzt, braucht ein breites Siegerwetten-Angebot und möglichst niedrige Margen – dafür ist Winamax mit 0 % Wettsteuer und nach eigener Aussage überdurchschnittlichen Quoten eine Option. Wer vor allem live auf einzelne Spiele wettet, braucht ein stabiles Live-Angebot mit Cash-Out – Betway und Betano sind hier stärker aufgestellt. Wer viele Kombiwetten aus verschiedenen Spielen baut, braucht einen Konfigurator – Sportingbet und Betano bieten das.

Welche Quoten erwartet der Spieler?

Wer jede Quote hinterherrechnet, wird den Anbieter mit dem günstigsten Steuermodell und der niedrigsten Marge wählen – und das ist nicht immer der bekannteste. Wer einfach wettet, ohne die Quote zu hinterfragen, wird mit dem Anbieter zufrieden sein, dessen App gut funktioniert und der ein vertrautes Markenerlebnis bietet – und das ist oft Tipico, ODDSET oder AdmiralBet.

Welchen Schutz braucht der Spieler?

Wer mit einem klaren Budget spielt und das 1.000-€-Limit einhalten will, ist bei jedem lizenzierten Anbieter gleich aufgehoben – die LUGAS-Limitdatei setzt die Grenze durch, unabhängig vom Anbieter. Wer eine Selbstsperre in Betracht zieht, sollte prüfen, wie der Anbieter den Prozess gestaltet – manche Anbieter bieten die Sperre direkt im Konto, andere leiten auf OASIS weiter. Wer eine Pause braucht, kann jederzeit den Panikbutton nutzen, der unabhängig vom Anbieter funktioniert.

Inhalt erstellt vom Team «wettauszahlung»